Seen Live | Portugal. The Man – Schlachthof Wiesbaden/09 Sep 2007

Die gehen ab wie Schmitz' Kätzchen

Wow, was ein abend. Lange schon hatte ich mich auf das Konzert der Band aus Alaska/Oregon gefreut. Ich gestehe, ich hatte meine Zweifel, ob sie die wundervolle Komplexität der Songs aus ihrem Album Church Mouth auf die Bühne bringen könnten. Aber ich wurde positiv überrascht. Aber der Reihe nach:

Vorband war die Gruppe Saboteur (schrecklicher Name – aber eine Umbenennung steht bevor) aus Hamburg. Die vier Jungs spielten sehr guten Indie Rock mit einem Hauch von Britpop-Einflüssen. Besonders positiv fiel mir dabei der Sänger/Bassist auf. Dessen Stimme war einfach unglaublich gut. Die Songs waren überwiegend schnell eingängig – ohne jedoch dabei flach zu wirken. Ich denke von diesen Jungs wird man in den kommenden Jahren noch mehr zu hören bekommen. Momentan gibts aber leider nichts zu hören, denn auf dem MySpace-Profil der Band liegen derzeit keine Songs. Schade.

Danach stürmten dann Portugal. The Man die Bühne. Eine solche Bühnenpräsenz hab ich bisher nur selten erlebt. Vom ersten Takt an waren die fünf Musiker voll da und zeigten neben grandiosen Songs und Gesangslinien auch, dass sie mit sehr viel Spaß auf der Bühne stehen. Dass das Publikum sie dabei auch gut sehen kann steht aber offensichtlich nicht so sehr im Vordergrund. Sänger John Gourley (siehe Bild im karierten Hemd) stand das gesamte Konzert über seitlich auf der Bühne und hatte seine nicht ganz so hübsche Kappe tief ins Gesicht gezogen. Was zunächst sehr schrullig wirkte wurde im Laufe des Konzerts im Grunde sehr sympathisch. Auch die anderen Bandmitglieder stellten sich gerade zu Beginn des Konzertes lieber mit dem Rücken zum Publikum.

Dem Spaß tat das jedoch in keinster Weise Abbruch. Im Gegenteil. Die Musik rückte in den Vordergrund, und die musikalische Darbietung war erste Sahne. Gespielt wurden überwiegend Songs aus dem aktuellen Album Church Mouth, aber auch das Vorgängeralbum Waiter: “You Vultures!” war ausreichend vertreten. Zwischendurch durfte es dann auch mal ein, zugegeben sehr experimetelles, Beatles-Cover zu Helter Skelter sein. Insgesamt brachten Portugal. The Man es auf etwas mehr als 105 Minuten Bühnenprogramm plus ein Song Zugabe.

Alles in allem war das eines der besten Konzerte die ich je besucht habe. Wer noch Gelegenheit hat, sich die Band anzuschauen, sollte nicht zögern. Für knapp 15 Euro bekommt ihr einen genialen Konzertabend garantiert (und einen Tinnitus gibts gratis dazu 😉 ).

genial, grandios, spaßig und laut

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