Retrozension | Jack Johnson – On and On

JAck Johnson - On and OnManchmal, aber nur manchmal, lernt man neue Interpreten in einem so perfekten Moment kennen, dass man anfangen mag an Vorsehung zu glauben. Meine erste Begegnung mit Jack Johnsons Musik war so ein Moment; ein ruhiger Grillabend mit netten Gesprächen über Gott und die Welt, die Grillen zirpen, das Feuer knistert und ein guter Freund hat glücklicherweise seinen iPod in Stellung gebracht um für die richtige Beschallung zu sorgen.

In jenem Fall war die richtige Beschallung sogar perfekt: Jack Johnson. Zuerst nam ich die Musik kaum war, aber plötzlichwurde mir bewusst wieviel Anteil an der guten Stimmung an diesem Abend die Musik hatte. Und Hand aufs Herz – in einer besseren Situation kann man die ruhige, bisweilen nachdenkliche aber irgendwie auch grundfröhliche Musik des hawaiianischen Surffreaks nicht kennenlernen. Abgesehen von einem Abend am Strand natürlich.

Nun was macht man als Musikverrückter wenn man grandioser Musik begegnet? Man will sie haben. Also Freund gebeten schnell mal eine CD zu brennen (mittlerweile habe ich sie dann auch gekauft)  und dann rein ins Vergnügen. Und das Zweitalbum der Herren Johnson ist ein wirklicher Genuss. Das fängt damit an, dass man sich einfach der wirklich tollen Gesangsstimme ergeben muss. Wer da angespannt bleiben kann, dem ist vermutlich nicht mehr zu helfen.

Als nächstes fallen einem die wirklich tollen Melodien auf. Irgendwie scheint es, als kenne man alle Lieder schon, nur hat sie bislang niemand gesungen. Und das meine ich jetzt nicht in einer Bon Jovi-mäßigen, kennst du Eines, kennst du Alle-Weise, nein! Die Lieder von Jack Johnson haben etwas einzigartiges, etwas, das ich zumindest bis zu jener Spätsommernacht noch nicht kannte.

Dann ist da noch das fantastische Gitarrenspiel. Irgendwie scheinen selbst die schwierigsten Riffs so leicht zu sein, dass selbst ich dachte, ich könne die bestimmt auf der Gitarre nachspielen. Aber schon das Intro zu Taylor hat mir ziemlich deutlich meine Grenzen gezeigt. Wiedererkennbar wird es zwar, aber von der spielerischen Leichtigkeit eines Jack Johnsons kann ich nur träumen.

Erfreulicherweise sind trotzdem nahezu alle Songs  auf dem Album bandtechnisch durch Schlagzeug und Bass abgerundet. Das erhöht zum einen den Rythmusanteil und ergänzt die Gitarrenarbeit quasi perfekt.

So finden sich dann auch einige Glanzstücke unter den immerhin 16 Tracks auf On and On. Meine Favoriten sind dabei das bereits erwähnte Taylor, Cupid, Holes to Heaven, Fall Line, Rodeo Clowns, Mediocre Bad Guys und der Schlussblues Symbol in my Driveway. Das sind jetzt schon sieben aus 16 Stücken. Wenn ich mir die anderne Songs genauer anhöre tendiere ich sogar dazu mehr oder weniger alle davon in meine Favoriteliste aufzunehemen. Kurzum, ich bin begeistert. Nachhaltig.

Wirklich toll

P.S. Es bleiben noch so viele Dinge, die über JJ zu sagen wären, aber die Spare ich mir vorerst einmal für die anderen Alben auf.

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