Retrozension | Green Day – 1039/Smoothed Out Slappy Hours

Green Day - 1039/Smoothed Out Slappy Hours

Mal wieder verspüre Ich das Bedürfnis über ein Green Day Album zu schreiben. Das Green Day bei mir eine Art Sonderstellung einnehmen, ist vielleicht schon durch die Retrozensionen zu den Alben Dookie und Kerplunk offenkundig geworden. Green Day sind einfach eine der Bands meiner (längst vergangenen) Jugendzeit. Die Band versteht es, meiner Meinung nach, wie kaum eine Zweite mit ihrer Musik Spaß an der Musik und sogar Spaß am Leben zu verbreiten. Läuft irgendwo in Höhrweite eine Green Day Platte, dann bin ich schlagartig ein bißchen besser gelaunt und das fasziniert mich bis heute.

Da war es damals nur konsequent von mir, alle Alben der Punker aus dem fernen Kalifornien in meine (damals noch nicht mal 20 CDs umfassende) CD-Sammlung  aufzunehmen, die in den Plattenläden zu finden waren.  So kam ich auch zum quasi ersten Green Day Album 1039/Smoothed Out Slappy Hours. Genau genommen ist dieses zwar gar kein Album, sondern eine Kompilation aus dem wirklich ersten Studioalbum 39/Smooth und den beiden EPs 1000 Hours und Slappy. Das erklärt dann auch den ziemlich seltsamen Titel der Scheibe.

Musikalisch kann man auf 1039/Smoothed Out Slappy Hours keine Meilensteine erwarten. Wirkliche Hits erkenne ich auf dem gesamten Longplayer keine. Dennoch bietet das Album im Grunde schon fast alles, was später zum Erfolgsrezept der Band werden sollte. Simple 4-Akkorde Riffs, spaßorientierte Texte zu typischen Teenie-Themen und Punkmusik, die das Leben angenehmerweise nicht ganz so schwer und ernst nimmt. Fast eine ganze Stunde wird man so mit 19 kleinen Punknümmerchen unterhalten. Die Produktion ist eher nicht so gelungen, aber die Freude an der Musik verbreitet sich auch auf dem Erstlingswerk der Band ungehemmt.

Insgesamt lässt sich die Platte also schon ziemlich gut hören. Für Menschen, die Green Day bislang nichts abgewinnen konnten, ist sie mit Sicherheit keine gute Investition und auch in der Geschichte der Band stellt sie nicht mehr dar, als einen Anfang. Für mich als unheilbaren Green Day Freund war der Kauf jedoch kein Fehler. Das ich das Album jedoch heute noch wirklich hören würde, kann ich eher nicht behaupten.

Solide Arbeit!

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