Recently Released | R.E.M. – Accelerate

R.E.M. - Accelerate Hallo Welt, ich bin wieder daheim. Ich war ein bißchen weg im Urlaub. Genauer gesagt in Seattle und Umgebung, zum Wandern, Einkaufen, Burger Essen, im Regen stehen, Vulkane bestaunen und, und, und.

Da ich aber nicht so bin, hab ich auch was aus dem Urlaub mitgebracht. R.E.M. waren so nett, nach vier Jahren Studioalbumspause mal wieder einen Silberling aufzulegen, und da die CD-Preise in den Staaten unverschämt günstig sind, und der Dollar von Tag zu Tag noch günstiger wird, musste ich natürlich vor Ort zugreifen. SO hab ich für den Schnäppchenpreis von nur 9,57 € (Stand heute – und fallend) das neue Album Accelerate erstanden. Das macht Freude – und noch mehr Freude macht, dass meine CD-Sammlung jetzt auch mit CDs bestückt ist, die auch physisch aus Seattle stammen 😉 .

Genug der Vorrede, kommen wir mal zum Album. Eigentlich hatte ich mir nach dem letzten R.E.M.-Album geschworen, der Band endgültig abzuschwören. Der Verfall begann schon ein bißchen mit dem Album Reveal, aber das inzwischen vorletzte Album Around the Sun war einfach nur noch enttäuschend. Damit wären R.E.M. nicht die erste Band gewesen, die bei mir in Ungnade gefallen sind. Die Gesellschaft von den Smashing Pumpkins, Silverchair, Live und sicherlich noch ein paar anderen hätte R.E.M. auch ganz gut gestanden, aber die Band hatte – zum Glück – andere Pläne mit mir.

Der Neuling Accelerate stellt eine Rückkehr zu wirklich älteren Zeiten dar. Ein bißchen Monster ein bißchen Document, kein bißchen New Adventures in Hi-Fi oder Automatic, aber auch kein bißchen Reveal und Around the Sun – und letzteres ist wirklich erfreulich.

R.E.M. präsentieren sich auf Accelerate endlich wieder mit der Lust am Rockbeat, am Musizieren mit krachigen Gitarren und wummerndem Bass. Und sie können es auch noch. Bisweilen scheinen zwar einzelne Melodiestränge etwas holprig zu sein, aber das kann sich auch noch geben, wenn man das Album mal etwas besser kennen gelernt hat. Ich hatte bislang erst Gelegenheit für zwei Rotationen.

Die erste Single Supernatural Superserious – die hatte ich ja bereits mit Video verlinkt – ist das sicherlich eingänglichste Stück auf dem neuen Longplayer. Dennoch glaube ich, das sich da schon bald ein paar andere Stücke in den Vordergrund drängen werden. Beispielsweise der Opener mit dem schönen Titel Living Well Is The Best Revenge, der so wunderschön nach R.E.M. klingt, dass man schon allein dafür das Album kaufen möchte. Auch der Titel Accelerate ist ebenfalls sehr gut, wobei mir der Refrain noch etwas sperrig erscheint.

Im Fazit kann ich sagen, dass sich der Kauf von Accelerate auch zu deutschen CD-Preisen sicherlich lohnt, wenn man R.E.M. nicht erst seid New Adventures in Hi-Fi mag. Sicherlich entfaltet Accelerate nie das Potential von Automatic for the People aber dafür, dass R.E.M. jetzt endlich wieder gute Musik for the People machen, haben sie schon eine neue Chance verdient. Mir gefällt jedenfalls sehr gut was ich bisher gehört habe.

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