Recently Released | Portugal. The Man – Church Mouth

Portugal. The Man - Church MouthZugegeben, für “Recently Released” ist es im Falle von Portugal. The Man vielleicht schon etwas zu spät. Immerhin erschien das zweite Album der Band bereits am 20. Juli. Da ich die Band aber bislang nicht kannte, kann ich nichts für meine Verspätung. Basta.

Aufmerksam wurde ich auf Portugal. The Man durch den Alternative Music Blog. So stieß ich auf die Hörproben zum neuen Album Church Mouth auf deren MySpace-Auftritt. Es fiel mir von Anfang an sehr schwer, nicht zu mögen was ich hörte. Seit gestern bin ich nun stolzer Besitzer des Albums in der Doppel-CD Ausführung, die neben dem Album Church Mouth auch noch die EP It’s Complicated Being A Wizard vom Februar dieses Jahres enthält.

Wie sich dem allwissenden Internet entnehmen lässt, hatten Portugal. The Man mit ihrem Debutalbum Waiter: “You Vultures!” bereits einen absoluten Überraschungserfolg. Ich muss gestehen, dass dieser an mir spurlos vorüber gegangen war. Insofern kann ich hier keine Vergleiche zwischen den beiden Alben anstellen. Was ich allerdings sagen kann ist, dass Church Mouth eines der interessantesten Alben ist, das ich seit langem gehört habe.

Der Sound schwebt irgendwie in einer neuen Dimension zwischen Led Zeppelin und Queens of the Stone Age. Dabei sind Portugal. The Man insgesamt erstaunlich eigentändig in ihrem Stil. Wirklich vergleichbare Bands kenne ich bislang nicht. Die Arrangements sind irgendwie abgehoben und kompliziert. Alles erinnert sehr stark an die Zeit des experimentellen Rocks von Led Zep, Deep Purple, The Who und Konsorten und dennoch klingt alles sehr modern und zeitgemäß. Zusamengehalten werden die progressiven Elemente dann von der alles bestimmenden Melodie. Und genau da liegt die absolute Stärke der Band, die es schafft bei allerFreude am experimentieren nicht das Ziel aus dem Auge zu verlieren, einen hörbaren Song abzuliefern.

Portugal. The Man sind bislang meine persönliche Neuentdeckung des Jahres. Insbesondere die Tatsache, dass die Band sich von allen Konventionen frei gemacht zu haben scheint und einfach ihr eigenes Ding durchzieht, begeistert. Church Mouth beinhaltet eine erstaunliche Breite an Klangwelten und liefert bei allen experimentellen und progressiven Ansätzen ausschlielich gut hörbare Songs, frei von einem elitären Anspruch wie er bei den meisten Prog-Rock Bands mitschwingt. Am besten ihr schaut selbst mal auf der MySpace-Seite der Band vorbei und macht euch einen Eindruck. Fünf Songs können dort angehört werden – Mein Tipp ist My Mind.

Ich kann den Kauf nur empfehlen.

Portugal. The Man im Web

Hörproben aus dem Debutalbum Waiter: “You Vultures!”

Stables and Chairs

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Marching with 6

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