Recently Released | Foo Fighters – Echoes, Silence, Patience & Grace

Foo Fighters - Echoes, Silence, Patience & GraceBevor ich mich dem eigentlichen Titel des Posts zuwende, noch eine kurze Erklärung zur Funkstille der letzten Woche. Ich habe am Montag meine neue Arbeitsstelle angefangen. Und als wäre das alleine nicht schon genug Grund mal ein wenig kürzer zu treten, kommt erschwerend hinzu, dass ich täglich knapp vier Stunden unterwegs bin, um zur Arbeit und wieder nach Hause zu kommen. Nun ja, meine Wohnungssuche läuft und dürfte mich daher hoffentlich bald näher an meine Arbeitsstelle bringen und mir dann auch wieder mehr Blog-Zeit bieten.

Wegen meiner veränderten Lebensumstände kam ich im Übrigen auch erst heute morgen dazu, mir die neue Foo Fighters Platte zuzulegen – und damit wären wir wieder beim eigentlichen Thema angekommen. Gestern erschien nämlich das von mir heiss ersehnte Album Echoes, Silence, Patience & Grace. Der Titel selbst führt glücklicherweise dann doch in die Irre, denn anstatt uns mit buddhistischem Gedankengut ins Nirvana (Wortspiel-Alarm!) zu erleuchten, bringen die Foos wieder einmal ein sehr gutes und deutlich rockiges Album auf die Beine. Nach dem Mega-Erfolg von In Your Honor sicher keine leichte Aufgabe. Nach meiner Erfahrung ist es immer schwierig nach einem Doppelalbum wieder voll zu überzeugen.

Den Einstieg schafft Echoes, Silence, Patience & Grace aber spielend. Schon der Opener The Pretender, der gleichzeitig auch die erste Single darstellt, fasst die ganze Spannbreite, die man noch von In Your Honor im Ohr hat, in einem Song zusammen und weckt Hoffnungen auf Foo Fighters typische Rock-Eskapaden. Ein wirklich grandioser Song.

Es kommt dann aber doch etwas anders als erwartet. Bereits der zweite Song Let It Die beginnt dann doch wieder etwas ruhiger als man erwarten würde. Und hält die ruhige Grundnote auch ziemlich lange durch. Erst kurz vor Schluss erlauben die Gitarren sich den Verzerrer dazu zu bringen. Sind das noch die Foos? Bislang kannte man sie eher als Entweder-Oder-Band. Entweder es rockte was das Zeug hält, oder eben es wurde ein ruhiger Song gespielt, aber auch das dann eben konsequent. Jetzt auf einmal entdecken die Jungs um Dave Grohl die Dynamik und Akkustikgitarre?

So ist es wohl, und das scheint mir zumindest kein Fehler zu sein. Die Songs erhalten dadurch eine angenehme Tiefe und zeigen, dass der ruhige Teil des letzten Albums wohl doch seine Spuren hinterlassen hat. Der ruhigeren Songsstruktur ist es dann wohl auch geschuldet, dass die Produktion ungewohnt klar erscheint. Dave Grohl singt sehr genau und lässt neue Qualitäten in seiner Stimme zum Vorschein kommen.

Insgesamt ist der erste Eindruck von Echoes, Silence, Patience & Grace ein sehr guter. Das Album ist nicht das knüppelharte Rock-Album, dass die Single The Pretender vermuten lies. Es ist aber auch nicht die weichgespülte Esotherik-Platte, die der Titel suggeriert. Im Grunde haben die Foos ihr Album In Your Honor durch den Fleischwolf gedreht und das beste daraus in 12 (bzw. 13 in der Bonusversion) Songs verpackt. Dabei ist die Band gewachsen und die Qualität der Arrangements unweigerlich gestiegen. Ein wirklich gutes Album von dem ich mir sicher bin, dass es in der nächsten Woche noch einiges Tiefe und Größe gewinnt, je öfter ich die Gelegenheit habe mich reinzuhören.

Wirklich gut und mit Potenzial zu 5 Sternen

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