Recently Released | Eddie Vedder – Into the Wild

Eddie Vedder - Into the Wild

Zum ersten Mal in seiner langen Karriere – von ein paar einzelnen Beiträgen zu anderen Film-Soundtracks abgesehen – geht Eddie Vedder, seineszeichens Frontmann der Mega-Alternative-Rockband Pearl Jam auf Solopfaden. Mit der Veröffentlichung seines Soundtrack-Albums Into the Wild zum gleichnamigen Film hat Mr. Vedder sein erstes Soloalbum in die Musikwelt entlassen.

Mir, als bekennendem Pearl Jam Fan, bleibt da natürlich nichts anderes übrig, als am Releasetag zu einem Musikhändler meiner Wahl zu pilgern, um mir das Machwerk eines meiner Helden käuflich anzueignen. Gesagt, getan, halte Ich nun das Album in den Händen. Die Verpackung (in Fachkreisen auch gerne Digipack und Booklet genannt) ist schon einmal sehr schön. Als kleines Büchlein kommt es daher, die CD in einem kleinen Papierschuber am Ende untergebrach, und erinnert dadurch nicht unwesentlich an die Verpackung des Pearl Jam Albums Vitalogy.

Aber wie das bei Musik nun mal so ist, zählt natürlich viel mehr das, was sich auf der CD gepreßt befindet. Nun ja, so ganz einfach fällt es mir noch nicht, das zu beschreiben. Die CD beherbergt etwa 33 Minuten Musik, verteilt auf 11 Songs. Musikalisch gibt es in erster Linie sehr ruhige Tracks zu hören. Alles erinnert – Ich bin versucht zu sagen: leider – sehr stark an die ruhigeren Pearl Jam Songs nur, dass eben  die Besetzung fast überwiegend auf Gitarre und Schlagzeug beschränkt ist. Das ist nicht schlecht. Ganz und gar nicht. Aber es fehlen auch die Überraschungen.

Ruhigere Musik also, die vermutlich auch exzellent zum Film von Sean Penn passt. Davon gehe ich einfach mal aus ohne den Film gesehen zu haben. Die Songs haben den charakteristischen Charme von Eddie Vedder. Seine Stimme füllt einfach jedes Herz. Die Songs sind gefühlvolle Balladen und stammen mit Ausnahme von Hard Sun und Society ausschließlich aus der Feder von Eddie Vedder. Einige der Stücke sind rein instrumental. Der Grundtenor des Albums ist dabei sehr entspannt und ruhig. Die Songs Setting Forth und Far Behind gehen etwas rockiger ran. Insbesondere Far Behind gefällt mir dabei besonders gut. Aber auch hier könnte man jedem erzählen, es handele sich um einen Pearl Jam Song.

Mein Fazit fällt etwas zwiespältig aus. Into The Wild ist in jedem Fall ein gutes Album. Soviel steht für mich fest. Insbesondere für Fans von Pearl Ja, aber auch für diejenigen Zeitgenossen, die die Singer/Songwriter-Schiene lieben bietet der Soundtrack wirklich gute und schöne Musik. Für mich hängt allerdings immer ein wenig das Manko in der Luft, dass Eddie Vedder nicht auch mal ein wenig seine ausgetrampelten Pfade verlässt, und etwas neues wagt. Vielleicht sind meine Ansprüche aber auch etwas zu hoch angesetzt. Wer sich selbst eine Meinung bilden möchte, kan auf der Filmhomepage einige Songs des Soundtracks komplett anhören.

Im direkten Soloalben-Vergleich zum Grungekollegen Chris Cornell ist Into the Wild in jedem Fall deutlich besser gelungen, als das letzte Soloablum von Chris Cornell. Gegen dessen Erstlingssolowerk Euphoria Morning steht Eddie Vedder meiner Meinung nach hinten an.

Gut, Gut - aber eben nicht mehr.

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