Recently Released | De Staat – Wait for Evolution

Es ist schon wieder eine ganze Weile her, dass ich für den Popkiller De Staats Debutalbum Wait for Evolution begutachten durfte. Es kam wie so oft mit einem ganzen Schwung von CDs und mein erster Eindruck vom Digipack führte mich schnell zum Schluss, dass ich hier mal wieder eine von diesen unzähligen und leider fast immer überflüssigen Punkkreationen geschickt bekommen hätte. Das kommt immer wieder vor und ich muss einfach sagen, dass Punk meist dermaßen öde ist, dass ich entsprechend unfreudig die CD anspielte, um es schnell hinter mich zu bringen.

Nun, ich wurde sehr schnell eines besseren belehrt. De Staat sind seit dem ersten Anspielen ein Dauerbrenner auf meinen Ohren. Der iPod bekommt kaum Gelegenheit mehr, etwas anderes abzuspielen, denn der Sound von De Staat hat mich gefesselt und vereinnahmt wie kaum ein anderes Album in der letzten Zeit.

De Staat klingen angenehm verrückt, leicht experimentell, aber nicht im Sinne von seltsamen Klangexperimenten sondern einfach was die Herangehensweise an die Musik betrifft. Die Musik wirkt organisch, natürlich und geradezu bestechend gut gelaunt. Im Genre des Alternativ Rock angesiedelt bringt die Band auf Wait for Evolution dreizehn wunderbare Tracks in Umlauf, die unbedingt gehört gehören.

Anspieltipps zu geben ist eigentlich falsch, denn kein Song fällt hinter den anderen zurück. Das Album wird zwar mit jedem Track besser; das heißt aber nicht, dass die ersten Songs nicht gut wären. Schon der zweite Track mit dem etwas ungelenken Titel The Fantastic Journey of the Underground Man gehört für mich zu den Highlights des Langspielers. Und wo wir schon dabei sind, sollte man Habibi, My blind Baby, Meet the Devil, You’ll be the Leader und den Bonustrack (kein Hidden Track!) Because I’m a Cage Fighter nicht vergessen zu erwähnen.

Kurzum: De Staat gehören momentan zu den besten Bands, die Europa auf dem Markt hat. Erfrischend, neu, spannend, aufregend und vor allem mit viel Spaß dabei. Die ultimative Beschreibung aber muss ich auch in dieser Rezension meinen Niederländischen Kollegen von 3voor12 entleihen:

De Staat klingen alt und neu, verrückt und bekannt, schmutzig und sexy, tot und lebendig zur gleichen Zeit. Es ist so als würden Elvis, Tom Waits und die Queens of the Stone Age gemeinsam Urlaub machen“

Besser kann man es nicht ausdrücken.

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