Musik, eigene

Manhattan Project - Senseless Lines of Love and HateAuch ich gehöre zu den Menschen, die dann und wann meinen, sie müssten sich musisch betätigen. In meinem Fall wird dann die Gitarre ausgepackt und ein bißchen an alte Zeiten gedacht, als ich noch in einer kleinen Combo Namens Manhattan Project die E-Gitarre bediente.

Manhattan Project war vermutlich von Anfang an dazu verdammt erfolglos zu bleiben. Gut fanden wir uns dennoch meistens. Musikalisch bewegte sich das Projekt im Spannungsfeld des Post-Grunge-Alternative Rock. Alles in allem kamen wir auf ein Programm von gut und gerne 24 Songs plus einiger Coversongs. In halbwegs akzeptabler Qualität wurden aber leider nur sechs davon aufgenommen. Von den anderen existieren lediglich Proberaum-Mitschnitte, die man niemandem vorspielen darf/kann.

Die anderen sechs Songs sind ab sofort hier exklusiv anzuhören. Veröffentlicht wurden die Songs damals auf unserer EP Senseless Lines of Love and Hate, die mit einer Gesamtdauer von fast genau einer halben Stunde bei Green Day wohl schon ein Album geworden wäre.

01 Headache

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Der Opener Headache beginnt ein wenig psychedelisch – mit Flangersound-Gitarre, Schlagzeug, Gesang und Grammophon-Effekt (!). Vielleicht nicht eine unserer besten Entscheidungen. Wenns dann aber los geht, gehts los. Eine stark am Rythmus orientierte Strophe geht in einen etwas freieren Refrain über. Nach heutigem Gesichtspunkt fehlen in der Produktion einfach die Gitarrensounds. Ansonsten steh ich voll zu unserer Arbeit. Textlich übrigens keine Glanzleistung. Insofern: kein Kommentar.

02 C.O.D.

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Der zweite Song C.O.D. ist deutlich rockiger und rythmischer als noch der erste. Hier bilden Rythmusgitarre, Bass und Schlagzeug eine starke Einheit. Keys und Leadgitarre bauen den Sound noch aus. Das ganze ist in den Strophen leicht hektisch, um dann im Refrain umso geradliniger zu werden. Besonders gut kam bei Auftritten auch immer der Schluß, der von uns als Band allerdings höchste Konzentration erforderte.

03 British Beef

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Eine Perle unserer Bandgeschichte. Schließlich war British Beef das erste Lied, dass wir geschrieben hatten. Der Text handelt von Nichts wirklich (wie so oft) und gipfelte in der Zeile “british beef ist tasty, british beef is good”. Zu Zeiten der BSE-Krise ein eindeutiges Statement, zumindest für pubertierende Gehirne. Ansonsten hatte sich der Song im Laufe der Jahre deutlich verändert und war zuletzt richtig gut.

04 Every Day the Same

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Mit Every Day the Same schrieben wir einen sehr dynamischen Song, der in guter Tradition der Band Live auf Secret Samadhi steht. Sehr dynamisch, sehr fragil in der Strophe, dafür um so stärker im Refrain. Alternative Rock wie er sein sollte.

05 The longest Day

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Der vermutlich schwächste Song der EP ist The longest Day. Warum wir damals ausgerechnet diesen Song mit in die Aufnahme nehmen wollten weiß ich gar nicht mehr. Vermutlich liegts am brachialen Gitarrensolo (das nicht von mir stammt). Das Solo ist dann auch das Highlight des Songs. Textlich war die Inspiration damals vom Film Der Soldat James Ryan ausgegangen, der Titel ist vom gleichnamigen entliehen, der ebenfalls die Landung der alliierten am D-Day behandelt. Tjy was soll ich sagen, damals war ich Pazifist. Ein paar Jahre später Wehrdienstleistender.

06 Mary – Andrew

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Vom Songwriting her begeistert mich Mary-Andrew nach wie vor. Auch hier wieder ein Song mit guten dynamischen Ansätzen und villeicht die ehrlichste Rocknummer, die wir je geschrieben hatten. Dazu ein wirklich guter Text gegen Sexismus, der auf einem englischen Wortspiel aufbaut. “Merry-andrew” bedeutet laut Langenscheidts Taschenwörterbuch nämlich so viel wie Hanswurst. Die Vocals sind nicht wirklich so wie ich sie gerne gehabt hätte, aber besser singe ich nunmal nicht.

Dann mal viel Spaß beim Reinhören.


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