Was ich höre

Für mich eine der Entdeckungen des Web 2.0 ist die Internetradioplattform last.fm. Für alle, die noch nie davon gehört haben: Last.fm ist Radio für Leute die kein Radio mögen. Man selbst ist Programmchef und kann sich aussuchen auf welche Musik man gerade Lust hat. In der kostenlosen Variante sind die Möglichkeiten bereits beachtlich. Man gibt einen “Lieblingskünstler” (das Wort ist so herrlich kindisch) an und bekommt prompt in einem Flashplayer zu Hauf Musik gestreamt, die dem angegebenen Künstler als ähnlich zugeordnet wurde. Das nette daran: Was ähnlich ist und was nicht bestimmen die schätzungsweise 15 Millionen User von last.fm. Und sollte dann doch mal ein Song dabei sein, der einem gar nicht ins Ohr will, dann kann man last.fm verbieten diese Sch***e nochmal zu spielen. Auf diese Weise habe ich schon massig AC/DC Songs aus meinem musikalischen Universum verbannt. Toll!

Wer mehr will bekommt mehr. Für einen Jahresbeitrag von derzeit 30 € bekommt man zahllose Möglichkeiten zur aktiven Programmgestaltung. Man kann seinen eigenen Radiosender abspielen, der wirklich nur die Musik abspielt, die man gut findet. Man kann sich sogar sein eigenes Programm haarklein zusammenstellen, und die Musikbibliothek von last.fm ist beachtlich. Bisher habe ich nur wenige Titel/Bands nicht finden können.

Für alle, die sich mitteilen wollen steht ein in der Profilseite integriertes Journal zur Verfügung – sozusagen ein kleines Blog für jedermann. Auch interessant ist die Möglichkeit sich seine Nachbarn anzuschauen, das sind diejeingen Menschen, die den ähnlichsten Musikgeschmack haben. Jede Woche wird neu geschaut zu wem man (musikalisch) am besten passt. Nette Idee, wie ich finde.

Das last.fm nebenbei auch noch Empfehlungen zu passenden Konzerten und Events in der Nähe des eigenen Wohnorts macht, braucht man da fast nicht mehr extra zu erwähnen. Da ist es natürlich von Interesse des Verbrauchers, das last.fm auch möglichst lückenlos den eigenen Musikgeschmack kennt. Dazu hat last.fm die passende Desktop-Software bereitgestellt, die auch die Songs erfasst, die im eigenen Mediaplayer auf dem Rechner gespielt werden. Das nennt sich dann scrobbeln und funktioniert prächtig. Für iPod User gibt es mit der Software iScrobbler denn auch die Möglichkeit die auf dem iPod abgespielten Songs nachträglich übermitteln zu lassen. So wächst das Wissen von last.fm über den eigenen Musikgeschmack kontinuierlich und die Radiostationen werden zunehmend besser.

Das beste an last.fm ist aber, dass man gelegentlich die Möglichkeit bekommt auch mal über den Tellerand hinauszuschauen und neue Bands kennenzulernen. Auf diese Weise bin ich beispielsweise schon zu 2 neuen CDs gekommen. Ich möchte jedem audiophilen ans Herz legen sich last.fm mal näher anzuschauen.

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