For Your Interest | iPod Classic im Close-Up

Gestern war ein guter Tag, denn mein nagelneuer iPod Classic (wieder in schwarz) mit satten 80 GB Festplatte ist gestern bei mir eingetrudelt. Also dachte ich mache ich mir doch mal die Mühe die Vorteile und Nachteile der neu erschaffenen Klassiker mal aufzuspüren und schonungslos aufzudecken. Wofür macht man denn schließlich einen Blog?. Als Referenz dient mein voriger 30 GB Video iPod der 5. Generation.

Verpackung

Der erste Eindrcuk fängt bei Apple natürlich mit der Verpackung an, schließlich handelt es sich beim iPod ja neben seiner Funktion als MP3-Player auch um ein hochgradiges Lifestyle-Produkt. Der iPod kommt in einem schmucke, in meinem Fall schwarzen Kästchen daher, dass sowohl elegant aussieht, als auch den Lifestyle-Faktor erfüllt. Dennoch muss ich zugeben, dass mir die Umverpackung des G5 iPods damals etwas besser gefallen hatte. Abzüge gibt es dann auch bezüglich des Verpackungsinhaltes. Die Kopfhörer liegen zwar bei, jedoch ohne die schwarzen Schaumstoffpölsterchen, die den Tragekomfort doch erheblich verbessern. Zum Glück habe ich noch die Ersatz(!)polster aus dem letzten iPod-Kauf. Ebenfalls vergebens sucht man eine einfache Schutzhülle, wie sie noch meinem letzten iPod bei lag. Diese hatte ich zwar nur sehr wenig benutzt, aber dennoch denke ich gerade für Neukunden ohne Armband oder anderer Schutzhülle wäre das nicht zuviel verlangt. Auch ein CD mit der so lebenswichtigen iTunes-Software kann man in der Verpackung nicht finden. Das war bei meinem anderen iPod noch anders, obwohl ich auch schon von Leuten gehört habe, dass sie ihren älteren iPod ebenfalls ohne Software erhalten hätten. Vielleicht gibt es da ja regionale Verpackungsunterschiede, mein letzter iPod stammte nämlich aus Neuseeland.

Das Äußere

Nun zum äußeren Eindruck. Da glänzt der neue iPod natürlich – ohne dabei jedoch zu glänzen. Die neue Oberfläche ist nämlich matt-schwarz und erfreulicherweise aus Metall. Das Display liegt unter einem Echtglasschirm, was auf geringe Kratzeranfälligkait hoffen lässt. Da muss sich der ältere iPod eindeutig geschlagen geben. Dessen Oberfläche war vollständig unter einer Hochglanz-Kunststoffoberfläche, die nicht gerade resistent gegen Kratzer war. Zudem ist der neue iPod wieder etwas rundlicher geworden. Die Kanten sind nämlich mittlerweile (wieder?) abgeflacht. Ob das nun besser is, ist sicherlich Geschmackssache. Mir gefällt es auf jeden Fall sehr gut. Ansonsten gibt es äußerlich noch eine deutliche Änderung: der HOLD Schieber ist mttlerweile aus schwarzem Kunststoff gefertigt. Auch die Kopfhörer-Buchse ist schwarz. Beim 5G schimmerten beide Bauteile noch in metallischem Silber.
Ebenfalls verbessert ist das Display selbst. Es scheint mir, dass das neue Display wesentlich klarer und deutlicher in der Darstellung ist. Die Farben erscheinen etwas kräftiger, was natürlich nurvon Vorteil sein kann.

Das Menü

Trotz allen Äußerlichkeiten zählen natürlich auch bei einem iPod die inneren Werte. Inisbesondere, wenn man bedenkt, dass man in der Regel für einen MP3-Spieler aus dem Hause Apple deutlich mehr Scheine rüberwachsen lassen muss als für vergleichbare Geräte anderer Hersteller. Im Vergleich zu meinem vorherigen 5G iPod hat sich einiges getan. Die augenscheinlich attraktivste Neuerung ist die Cover-Flow Funktionalität. Wie im iTunes ab Version 7 können nun auch die Plattencover durchgeblättert werden. Ob die Funktion auf Dauer wirklich so praktisch ist, kann ich noch nicht beurteilen. Schön anzusehen ist sie auf jeden Fall. Hat man sein Lieblingsalbum gefunden, kann man durch einen Druck auf den Center-Knopf das Cover “umdrehen” und sieht eine Liste mit den darauf enthaltenen Songs sowie deren Länge. Titelnummern sucht man leider vergeblich. Dennoch eine schöne Funktion. Trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, letztendlich doch wieder mehr auf die übliche Listenvariante zuzugreifen. Schon, weil die Cover-Flow Ansicht Compilations nicht zusammengefasst anzeigt. Meiner Meinung nach eine unverständliche Nachlässigkeit, die hoffentlich noch in einem Softwareupdate geändert wird.
Ansonsten stehen einem wie gewohnt Playlisten, Songs, Künstler und Genres als Listenmenüs zur Auswahl, wodurch sich der neue iPod im Großen und Ganzen bedienen lässt wie schon der ältere Bruder. Und das ist auch gut so: Ich habe bisher keinen MP3-Spieler in den Händen gehalten, der mich in punkto Bedienungskonzept auch nur annähernd so überzeugen konnte wie der iPod.
Eine Neuerung hätte ich fast unterschlagen. Auch beim Listenbrowsen bekommt man nämlich zu Alben die entsprechenden Cover-Piktogramme angezeigt. Ein sehr hübsches Feature, das insbesondere den Menschen helfen dürfte, die sich Plattennamen so schwer merken können.

Das übergeordnete Menü hat mittlerweile auch ein Facelift erhalten. Es kommt schmaler daher, nämlich exakt halbiert. Der so gewonnene Platz auf der rechten Bildhälfte wird zur Illustration der Menüpunkte genutzt. Ist der Cursor gerade beim Menüpunkt Musik, flutschen gemächlich Plattencover vorbei, Beim Menüpunkt Videos werden Standbilder, der auf dem iPod befindlichen Videos eingeblendet usw. Das erhöht zwar nicht den Bedienkomfort, sieht aber sehr schick aus und macht den neuen Besitzer mächtig stolz ;-) .

Die vielleicht wesentlichste Änderung aber bietet der iPod Classic in der Anpassbarkeit der Menüs. So lassen sich unnötige Menüpunkte (wie für mich etwa das browsen nach Genres) einfach ausblenden. Das  spart unnötige Fehlnavigation und ist ein längst überfälliges Feature. Toll! Auch neu ist die Möglichkeit die eigene Musikbibliothek auf dem iPod direkt zu durchsuchen. Durch Eingabe der Buchstaben über das Clickwheel kann man so gezielt nach Songs, Alben und Künstlern suchen. Die Ergebnisse werden sofort im Hintergrund angezeigt und lassen sich direkt anwählen. Sicherlich eine gute Funktionalität für Single(Maxi)-Freunde, die keinen Überblick mehr über ihre Audiothek haben.

Ansonsten gibts noch ein paar kleinere Neuerungen, wie einem informativeren Screen auf dem iPod, wenn man ihn mit dem Computer verbindet. Statt dem ewigen “Do not disconnect” erhält man nun ein Feedback, was der liebe iPod gerade so tut. Auch neu ist, dass es einen Art Screensaver gibt. So blendet sich nach einer gewissen Zeit Musikwiedergabe die Anzeige des Titels und des Albumartworks aus und macht Platz für eine große, gut lesbare Digitaluhr, einen Ladestandsanzeiger sowie einem Play-Pfeil. Das spart sicherlich erheblich Energie und ist außerdem durchaus praktisch. Allerdings kann ich mir auch vorstellen, dass viele Leute genervt sein werden immer erst das Clickwheel betätigen zu müssen, um zu sehen was sie da gerade hören.

Resumée (ja, ich weigere mich die korrekte neue Schreibweise zu nutzen)

Der neue iPod Classic ist toll. Das Produkt ist ein würdiger Nachfolger der vorigen iPod Modelle, und mit 80 GB Platz kann da schon eine ganze Menge Musik drauf Platz nehmen. Die Menüneuerungen sind ebenfalls gut überlegt und sinnvoll umgesetzt worden. Ein Kauf rechtfertigt sich aber sicherlich nur, wenn man mit seinem Vorgänger-iPod nicht mehr hinkommt. So war das bei mir der Fall. Die 30 GB Bibliothek reichte einfach nicht mehr aus, meine komplette Musikbibliothek zu beherbergen. Ansonsten wäre ich aber sicherlich noch gut mit dem etwas älteren Modell ausgekommen.
Im Endeffekt muss natürlich jeder selbst wissen, ob sich ein neuer iPod für ihn/sie selbst lohnt. Ich bin zumindest hoch zufrieden mit meiner neuen Errungenschaft. Für alle nicht-iPod Nutzer möchte ich noch hinzufügen, dass meine eigenen Erfahrungen gezeigt haben, dass sich die Mehrinvestition in einen iPod absolut lohnt, denn der hohe Bedienungskomfort lässt den iPod einfach deutlich vor allen anderen (mir bekannten) MP3-Playern rangieren. Wer also über eine Neuanschaffung nachdenkt, sollte den iPod nicht von vornherein ausklammern, zumal die neuen Modelle so günstig sind wie nie.

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