Off-Topic | Klima? Welches Klima?

Ich hatte mir ja lange vorgenommen hier nicht off-topic zu gehen und Musik zum einzigen Inhalt des Blogs werden zu lassen. Grundsätzlich bleibt es natürlich auch dabei, aber es brennt mir auf der Seele auch ein anderes, viel diskutiertes Thema anzuschneiden, einfach deshalb weil sich die Medien längst dazu entschlossen haben jeden Zweifel als Ignoranz per se darzustellen. Die Rede ist vom Klimawandel.
In der Welt der Presse, des Fernsehen und des Rundfunks hat sich der unmögliche Begriff des Klimaskeptikers eingebürgert, ein Etikett das falscher nicht sein könnte aber eben auch eines das typisch dafür geworden ist, wie versucht wird die Diskussion über den Klimawandel zu entsachlichen. Klimaskeptiker, das sind die Ewiggestrigen der Ökologie-Diskussion, die Neo-Nazis der Klimadebatte sozusagen. Wer Skeptikern glaubt lässt sich von der Industrie, der Atomlobby, dem Militär oder wahlweise der geheimen Weltregierung an der Nase herumführen und ist natürlich auch strohdoof.

Mitnichten!

Ich bekenne gerne Farbe und ja, per Definition gehöre ich in die Gruppe der Klimaskeptiker. Ich habe erhebliche Zweifel daran, dass es auf der Welt auch nur einen Wissenschaftler gibt, der die komplexen Zusammenhänge des Klimas mit ihren zahllosen Determinanten auch nur annähernd verstanden hat, um tatsächlich belastbare Langfristprognosen zu erstellen. Bin ich deshalb ein Klimaskeptiker? Laut Medien ja, dabei habe ich nie im Leben bezweifelt, dass es das Klima tatsächlich gibt, sieht man einmal von Überlegungen zu Platons Höhlengleichnis ab. Ich habe keine Skepsis gegenüber dem Klima. Ich bin also kein Klimaskeptiker, und ich bezweifle ernsthaft, dass man auch nur einen Menschen auf diesen Begriff korrekt zuordnen könnte.

Vielleicht wäre also der Begriff Klimawandelskeptiker besser? Nun, ich bin mir zumindest sicher, dass es Klimawandelskeptiker gibt. Ich gehöre definitiv nicht dazu. Ganz im Gegenteil weiß ich sogar, dass Klimawandel der Normalzustand ist, seit sich die Erde eine Atmosphäre zugelegt hat. Mal war es heiß, mal war es kalt. Mal wechselte das Klima schnell, mal eher langsam. Unsere steinzeitlichen Vorfahren kämpften in Europa noch im Meterhohen Dauerschnee gegen Mammuts, die Römer spazierten dann in Sandalen über die selben Landstriche. Wir, als moderne Menschen, betreiben Hamsterkäufe wenn die Wettervorhersage 2cm Schnee ansagt. Man darf also festhalten, dass ein sich langfristig nicht verschiebendes Klima eher die Ausnahme darstellen würde. So gesehen steht für mich fest, dass ich auch kein Klimawandelskeptiker bin.

Nun wird es natürlich schwierig für unsere notleidenden Medien, denn es wird langsam deutlich, dass sich die Sachverhalte so einfach darstellen lassen, wie es für die oberflächliche Berichterstattung unserer Zeit tragbar wäre. Es fehlt ein ehrliches, griffiges Label für all diejenigen Menschen, die der so schön aufgebauten öffentlichen Meinung entgegenstehen. Die letzte Bastion von Zweiflern lässt sich irgendwie nicht so richtig greifen, denn die Diversifizierung von Geisteshaltungen ist dem Klischee-Bildzeitungsleser nicht vermittelbar. Da auch der Spiegel immer stärker das Berichterstattungsniveau in Richtung Bild abrutscht (und das sage ich als Abonnent), bleibt offenbar kein Raum mehr für offene, objektive Artikel ohne Diffamierungstendenzen.

Hier kommen wir langsam auch zum Stein des Anstoßes für diesen Post. Der Spiegel hat in dieser Woche einen Bericht, fast eine Randnotiz, über die dürftigen Erklärungsversuche bezüglich der Emailaffäre in der Englischen Klimaforscherszene. Gestolpert bin ich bei der Lektüre insbesondere über einen Satz, eine Behauptung, sanft im Nebensatz eingepflegt um nicht weiter aufzufallen.

“…Denn die Briten sind verunsichert – ungeachtet der weiterhin klaren Faktenlage zum menschlichen Einfluss auf die Erderwärmung. …”

Vielleicht bin ich ja tatsächlich zu skeptisch, aber von einer klaren Faktenlage bin ich längst nicht überzeugt. Schuld daran sind vor allem die Klimaforscher selbst. Mal ungeachtet dessen, ob mit den Emails nun bewiesen wurde, dass/ob kritische Datensätze mit Hintergedanken zurückgehalten/vernichtet wurden: Wer kann mir schlüssig darlegen in welchem Ausmaß das menschliche Tun den Klimawandel beeinflusst? Ich leugne nicht, dass Treibhausgase das Klima erwärmen, ich leugne nicht, dass Messwerte aus den vergangenen hundert Jahren nahelegen, dass sich das Klima in letzter Zeit erwärmt. Ich bezweifle aber zu einem gewissen Grad, dass diese Messdaten flächendeckend Aussagekräftig sind. Dazu muss man sich einmal überlegen, wo Messdaten in der Regel erhoben werden: Im urbanen Raum und sonstigen Siedlungsgebieten. Da, wo geschlossene Bodenbeläge, steinerne Oberflächen und ein offenbare Mangel an natürlichen Kühlelementen (Bäume, Wasser, etc.) ein ausgeglicheneres Klima schaffen würden. Da Städte und Siedlungen in den letzten Jahrzehnten fast ausnahmslos größer wurden, finde ich es zumindest naheliegend, dass das einen entsprechenden Einfluss auf das Mikroklima und damit die lokalen Messwerte hat.

Weitere Zweifel ergeben sich aus der Tatsache, dass mittlerweile jedes Wetterphänomen der Klimaerwärmung zugeschrieben wird. Neulich war ich beruflich unterwegs zu einem Außentermin. Es hatte gerade frisch geschneit, so mussten wir durch den Schnee stapfen, was ja nicht weiter tragisch ist. Was allerdings aus meiner Sicht tragisch ist, war das Gespräch zwischen zwei Terminteilnehmern, dass ich bei der Gelegenheit aufschnappte.

“Ich habe heute morgen in der Zeitung gelesen, dass der Kalte Winter eine direkte Folge der Klimaerwärmung ist.”

“Ja, das habe ich auch gehört”

Mal ganz im Ernst; kann man sowas tatsächlich glauben? Das der Klimawandel und die globale Erwärmung die Gletscher schmelzen lässt, das bekomme ich noch auf die Reihe. Das die Anzahl von Extremwetterlagen im Sinne von Hurricanes und Tornados aufgrund der Erwärmung zunimmt/zunehmen könnte, gebongt. Vertseh ich. Aber warum die Klimaerwärmung nun unsere erwärmten Winter wieder kälter werden lässt, dass macht nun vorne und hinten überhaupt keinen Sinn. Das schlimme ist aber, dass zwei studierte Menschen diese Information aus der Zeitung einfach so hinnehmen. Selbst darüber nachzudenken scheint unmöglich geworden, man könnte ja am Ende ein Klimaskeptiker sein, ein Verstoßener mit der Lepra des freien Denkens verseucht. So kommt es mir vor.

Ich wurde erzogen und gebildet im Dogma des Zweifelns, des Nachvollziehens, des Ergründens und des überzeugten Verteidigens dessen, was sich letzlich für mich als Wahrheit abzeichnet. Nur so kann Demokratie funktionieren, nur so kann ich in Diskussionen zu spannenden Themen bestehen, nur so kann ich aus überzeugter Brust an Gott glauben oder, wie in meinem Fall, eben nicht. Nur so kann verhindert werden, dass Massen von Menschen dumpfen Ideologien hinterherrennen, andere Menschen zu Unmenschen degradieren und sich zum Entscheider über Leben und Tod zu machen. Gerade als Deutscher muss man wissen, wohin einseitiges Darstellen von Sachverhalten im schlimmsten Fall führen kann. Seien es nun die polemischen Äußerungen eines fremdsprachen-unbegabten Außenministers zur Innenpolitik, die Weltanschauung von Nazis und Rechten insgesamt oder eben einfach nur die Berichterstattung zum Thema Klima. In allen Fällen wird versucht mit dem Mittel des einfachen Labels eine Bevölkerungsgruppe per Definition zu diffamieren, um allen anderen klar zu machen, dass das Denken in eine ähnliche Richtung zum gesellschaftlichen Selbstmord verkommt.

Ich leugne nicht, dass sich das Klima wandelt, ich weiß, dass es für viele Menschen gravierende Folgen haben wird, wobei viele der oft erwähnten Folgen meines Erachtens nicht unbedingt auf den Klimawandel als vielmehr auf einen schrecklich dummen Umgang mit der Natur in anderen Dingen zurückzuführen sind. Es lässt sich auch nicht leugnen, dass viele Gletscher schmelzen, wobei übrigens nicht alle Gletscher davon betroffen sind. Eslässt sich aber bis heute nicht beweisen, wodurch diese Klimaveränderungen angestoßen werden. Es gibt Indizien, allerdings tut sich die Wissenschaft in der Auswertung dieser Indizien immer noch erschreckend schwer, wenn man einmal bedenkt, dass die Medien die Wahrheit schon kennen. In meinem Verständnis von wissenschaftlicher Exaktheit gibt es keinen Raum für vermutete Meeresspiegelanstiege v0n geschätzen 30 cm bis hin zu 14 Metern in den nächsten Hundert Jahren. Schmilzt ein Eisberg, dann kann nur der Teil des Eisbergs den Meeresspiegel erhöhen, der über Wasser liegt. Insofern können nur Eismassen auf Landflächen den Meeresspiegel wirklich nachhaltig erhöhen. Wenn man sich dann mal die Größe von Landmassen mit Eisbedeckung und Ozeanen ansieht, dann fällt es mit zumindest schwer nachzuvollziehen, wo hier mehrere Meter Anstieg herkommen sollen. Wohlgemerkt, das ist meine Meinung, mehr noch mein Gefühl, keine Wissenschaft. Dass unter den wegschmelzenden Gletschern in den Alpen Reste römischer Siedlungen auftauchen, lässt doch zumindest Fragen aufkommen, wie es vor 2000 Jahren so mit dem Gletscherbestand bestellt war.

Nach dem 11. September 2001 führten in den USA Wissenschaftler Studien zur Veränderung der Temperaturen durch, nun da der Himmel frei von Kondensstreifen war. Das überraschende Ergebnis war, dass die Temperaturen höher lagen, als vor dem 11. September. Das sollte doch zumindest zu denken geben, ob die Zusammenhänge nicht doch komplexer sind, als es vielfach dargestellt wird. Warum wird mir also per Pressedekret quasi verboten, über die offenen Fragen zu diskutieren und nachzudenken.

Es gibt die schöne und schlüssige Theorie, dass ein Erwärmen der Atmosphäre zum Abreißen des Golfstroms führen könnte, was wiederum zu einer signifikanten Abkühlung in Europa und der gesamten Nordhalbkugel führen würde. Ist es vielleicht möglich, dass dahinter ein Regulierungsmechanismus steckt, der langfristig das Weltklima relativ stabil hält? Was sind aus Sicht unseres Planeten schon vier Grad mehr oder weniger? Die Welt wird davon schon nicht untergehen, und der Mensch wird lernen, sich anzupassen. Vielleicht ist es ja auch der richtigere Weg, sich auf den Klimawandel frühzeitig einzustellen und die Menschheit entsprechend vorzubereiten. Vielleicht bricht aber ja auch schon morgen ein Vulkan aus, der mit seiner Asche wieder über Jahrzehnte die Atmosphäre verdunkelt und die Temperaturen drückt. Wer weiß dass schon.

Die einzige Gewissheit ist, dass noch nie eine Langzeitprognose von Menschen eingetreten ist, dass uns demnach etwas weniger Panik gut zu Gesicht stünde. Stattdessen könnte man ja einmal Anfangen wieder Sachlichkeit in die Diskussion zu bringen und die offenen Fragen wissenschaftlich anzugehen. Ganz ohne zurückhalten von Daten, ganz sachlich und ergebnisoffen. In der Zwischenzeit betreiben wir aktiven Umweltschutz, nicht aus Angst vor den Folgen des Klimawandels, sondern einfach weil wir sowieso schon wissen, dass Nachhaltigkeit der richtige Weg im Umgang mit unserem Lebensraum ist. Und da wir in einer globalisierten Welt leben, bleibt uns auch keine Alternative als einen Weltumspannenden Umweltschutz zu betreiben. An allen Fronten, in allen Themenfeldern, mit allem, was uns zur Verfügung steht. Das wäre eine Welt, in der wir alle gut leben könnten, egal ob es zwei Grad wärmer wäre oder nicht.

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Recently Released | Samsung – Galaxy i7500

Von Zeit zu Zeit muss man sich auch mal ein neues Handy leisten. Als Blogger, Gelegenheitstwitterer und internetaffiner Zeitgenosse hat man da natürlich das Bedürfnis seine Emails, Tweets, IMs etc. auch unterwegs im Auge zu haben. Glücklicherweise kann man das mittlerweile auch ganz einfach organisieren.

Es ist kein Geheimnis, dass das Top-of-the-Line Produkt in dieser Kategrie unangefochten das iPhone von Apple sein dürfte. Mit all seinen Nachteilen wie nicht (selbst) austauschbarem Akku, relativ bescheidener Hardwareausstattung, verglichen mit Konkurrenzprodukten und hohen Zugangshürden ist das iPhone wohl dennoch das schickste, am besten durchdachte Gerät, dass derzeit auf dem Markt ist. ABer wer sich unabhängig von einem Provider so ein Telefon anschaffen will, muss entweder viel Geld in die Hand nehmen und dann noch illegal Sim- und/oder Netlock aushebeln, um in den Genuss des Geräts zu kommen oder aber noch mehr Geld in die Hand nehmen um gleich ein Sim- und Netlock feies Gerät zu erwerben. Wir reden hier von Preiesn die für die 32 GB-Version in einigen Webshops um die 1000 € rangieren. Für ein Telefon wohlgemerkt.

Das schöne an der freien Marktwirtschaft ist aber ja die Tatsache, dass es immer Konkurrenten gibt, die versuchen die marktbeherrschende Stellung einzelner Anbieter zu brechen. Dabei stehen einem derzeit im wesentlichen drei Alternativen zur Verfügung: Smartphones mit herstellereigenen Betriebssystemen wie etwa Symbian, Telefone mit Windows Mobile und zuguterletzt das neuste unter den Betriebssystemen: Google Android. Für mich, der schon seit längerer Zeit intensiv in Googles Services eingetaucht ist und diese intensiv nutzt war die wahl also einfach. Ein Android-Telefon sollte es sein.

Mit Samsungs Galaxy kam dann auch gerade vor etwas mehr als einer Woche ein Telefon heraus, dass in seinen Versprechungen genau meinen Anfordeurngen entspricht. Schickes Design, gute Hardware und Android-System. Nach mittlerweile einer ganzen Woche mit dem kleinen Androiden möchte ich hier kurz wiedergeben, inwieweit sich die Erwartungen erfüllt haben.

Das Gerät selbst…

… ist sehr schick. Kommt zwar Designtechnisch schon deshalb nicht an das iPhone heran, weil es eben mehr nach Telefon aussieht, aber was die Produktdesigner von Samsung da gestaltet haben, gefällt mir persönlich sehr gut. Die VErarbeitung ist sehr hochwertig, die Tasten sind fest und wackeln nicht unnötig, sind gut platziert und lassen sich nach kurzer Eingewöhnung intuitiv bedienen. Das Material fühlt sich hochwertig an, wird aber dank des Hochglanzlacks natürlich schnell fettig. Tragisch ist das allerdings nicht weiter, wie ich finde. Ausgestattet ist das Gerät mit einem digitialen Kompass, Lagesensoren, GPS, einer 5 Megapixelkamera, einem 3,2 Zoll AMOLED-Display (sowas organisches), Bluetooth, einem 3,5 mm Standardkopfhöreranschluss und 8GB internem Speicher, theoretisch erweiterungsfähig über MicroSD Karten, die bis 32GB fassen dürfen (Ich konnte aber maximal 16GB Karten finden). Der Akku ist gegenüber den beiden bisher erhältlichen HTC-Androiden mit 1500 mAH relativ üppig ausgestattet.

Das Display stellt sehr scharfe und auch sehr helle Bilder dar und ist daher auch bestens in gleißender Sonne ablesbar (auch wenn ich in der letzten Woche kaum Gelegenheit hatte, das im Detail zu testen). Gelegentlich ist ein schwaches Flimmern zu entdecken, dass mir erst aufgefallen ist, nachdem ich die Helligkeitsregulierung des Displays von automatisch auf manuell geschaltet habe, und die Helligkeit ganz runtergeregelt habe. Ansonsten das beste Handydisplay, das ich bisher hatte.

“Arbeiten” mit dem Galaxy …

Die Bedienung über Android geht sehr flüssig von der Hand. Gelegentlich (ziemlich selten) scheint das System ganz kurz zu hängen, aber nach Jahren von Windows, kann man damit sehr gut leben. Ansonsten findet man sich schnell zurecht und für Leute die keine Angst vor Google haben, ist die Synchronisation der Kontakte zwischen Handy und Telefon ein wahrer Segen. Das sonst übliche Stundenlange übertragen des Telefonbuchs entfällt völlig. Ich hatte einfach vorher von meinem anderen Handy die Kontakte in einer csv-Datei ausgelesen und zu Google hochgeladen. Easy as that!

Wann immer eine neue Mail kommt, wann immer ein IM-Kontakt schreibt, gibt das Handy kurz Bescheid wenn man will und so verpasst man nie wieder eine wichtige Email. Das ganze macht natürlich nur Sinn, wenn man dazu eine Datenflatrate hat. Wer das nicht will, kann auch dafür sorgen, dass sich das Handy nur nach ausdrücklicher Aufforderung durch den Benutzer mit dem Googleaccount kurzschließt.

Auf dem Gerät ist zunächst mehr oder weniger nur die übliche Standardsoftware installiert, aber dank dem Android Market hat man sich hier schnell mit neuen Spielen, Anwendungen und Widgets versorgt, die meisten davon kostenlos erhältlich. So lässt sich das Handy ähnlich wie beim iPhone bis zur Unkenntlichkeit individualisieren.  Dank integriertem WLAN kann man hier auch gerade zu Hause sehr flink die passende Sodtware suchen und laden. Die Installation läuft voll automatisch und erfordert keinerlei Computerkenntnis.

Der WLAN-Chip lässt sich auch (wieder wie beim iPhone) zur Lokalisierung nutzen und ist dabei in Städten meist ziemlich genau. Wers genauer will muss den GPS-Chip aktivieren, der natürlich etwas mehr Strom aus dem Akku zieht, dann aber auch auf weniger Meter genau herausfindet, wo man steht. Meist findet der Empfänger auch schnell entsprechende Satelitten. Ich bin zumindest bislang sehr zufrieden damit.

Kritik gibts auch …

Es war mir schon vor Kauf bewusst, dass Android-Telefone ein wenig Probleme damit haben, lange durchzuhalten. Das Daueronline-Prinzip ist hier offenbar verantwortlich, dass die bisherigen Androiden von HTC kaum einen ganzen Tag durchhalten sollten. Da das Galaxy hier ein paar mAH mehr im AKku stecken hat, könnte man vermuten, dass das hier besser ist. Tatsächlich ist es aber doch klar zu empfehlen, das Handy allabendlich an die Steckdose zu hängen. Zugegeben, bislang spiele ich auch noch relativ viel am Handy herum, aber auch im Standby kann ziemlich kontinuierlich feststellen, wie die Batterieanzeige mehr und mehr abnimmt. Hier empfiehlt sich die Verwendung eines Batteriewidgets, da die Standardanzeige erst bei etwas 60% Akkuleistung anfängt erkennbar abzunehmen.

Positiv widerum ist, dass das Laden über einen Standard-MicroUSB-Port läuft. Daher ist es auch kein größeres Problem zum Besipiel auf der Arbeit bei Bedarf über dne Rechner zu laden. Ein entsprechendes USB-Kabel wird natürlich mitgeliefert, ebenso wie ein Netzladegerät.

Speichererweiterung …

Ist ziemlich einfach möglich. Ich habe mir eine 8GB Micro-SD Karte zugelegt und diese dann einfach im laufenden Betrieb in den entsprechenden Einschub geteckt. Dieser versteckt sich hinter der Batterieabdeckung, was einer Verdreckung vorbeugt, natürlich aber ein kleiner ABstrich im Bedienkomfort ist. Etwas Probleme habe ich damit, die Karte dann über USB mit Daten zu versorgen. Hier habe ich wohl grundsätzlich noch nicht verstanden, wie die Kommunikation zwischen Windows und Android vonstatten geht. Das dürfte aber eher an mir als am System liegen. Dennoch doof, dass es nicht so einfach geht, wie etwa bei USB Sticks. Eine genauere Android-Systemeinführung sucht man hier auch leider vergebens. Ich habe mir per USB-Adapter helfen können. Danach erkannt mein Android die Karte ohne Probleme und auch die dort abgelegten Medien waren ohne Verzögerung im Musicplayer bzw. in der Bildergalerie abgelegt. So soll es sein.

Multimedia …

… läuft Problemlos. Mitgeliefert werden In-Ear-Stereo-Headphones, die einen sehr ordentlichen Klang liefern. Der Mediaplayer ist intuitiv zu bedienen und spielt meine bisher getetesteten MP3 und M4A-Dateien ohne Murren ab. Der externe Lautsprecher ist (glücklicherweise) schnell überfordert und ist so eher zum Gelegenheitshören geeignet. Beschallungsterror dürfte damit aber eher verhindert werden, was ich sehr begrüße. Fürs gelegentliche YouTube-Video schauen langt die Leistung allemal.

Flash kann Android bislang nicht, soll aber wohl demnächst kommen. Im Market werden auch hier Lösungen Angeboten, Flash-inhalte wiederzugeben, die Kosten allerdings ein oder zwei Euro. So dringend nötig habe ich es dann doch nicht.

Fazit …

Im großen und ganzen bin ich sehr zufrieden. Die Akkuleistung trübt das Gesamtbild zwar schon, ist aber insgesamt ein Umstand, mit dem ich leben kann. Die Bedienung ist nah am iPhone und macht Spaß, die Hardwareausstattung überbietet das iPhone sogar in vielen Details, auch wenn das Display etwas kleiner ausfällt als beim Apfel-Kommunikator. Ich selbst empfinde Android als sehr gute und kostengünstige Alternative zu Apples eigenem System mit seh vielen Anleihen aus Apples Ideenkiste und einigen eigenen EInfällen, die mir sogar besser gefallen (z.B. die Wortvorschläge beim Tippen). Auch hier steht die Entwicklung nicht still. Glaubt man den Androidblogs, steht Version 2.0 von Android, das so genannte Donut-Release relativ kurz bevor. Wie ein solches Update vonstatten geht, und ob Samsung hier direkt liefert ist für mich zwar noch offen, grundsätzlich sollte aber jedes Android-Phone updatefähig sein. Vielleicht verbessert sich dann ja auch das Energiemanagement ein wenig.

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For Your Interest | iPod Classic im Close-Up

Gestern war ein guter Tag, denn mein nagelneuer iPod Classic (wieder in schwarz) mit satten 80 GB Festplatte ist gestern bei mir eingetrudelt. Also dachte ich mache ich mir doch mal die Mühe die Vorteile und Nachteile der neu erschaffenen Klassiker mal aufzuspüren und schonungslos aufzudecken. Wofür macht man denn schließlich einen Blog?. Als Referenz dient mein voriger 30 GB Video iPod der 5. Generation.

Verpackung

Der erste Eindrcuk fängt bei Apple natürlich mit der Verpackung an, schließlich handelt es sich beim iPod ja neben seiner Funktion als MP3-Player auch um ein hochgradiges Lifestyle-Produkt. Der iPod kommt in einem schmucke, in meinem Fall schwarzen Kästchen daher, dass sowohl elegant aussieht, als auch den Lifestyle-Faktor erfüllt. Dennoch muss ich zugeben, dass mir die Umverpackung des G5 iPods damals etwas besser gefallen hatte. Abzüge gibt es dann auch bezüglich des Verpackungsinhaltes. Die Kopfhörer liegen zwar bei, jedoch ohne die schwarzen Schaumstoffpölsterchen, die den Tragekomfort doch erheblich verbessern. Zum Glück habe ich noch die Ersatz(!)polster aus dem letzten iPod-Kauf. Ebenfalls vergebens sucht man eine einfache Schutzhülle, wie sie noch meinem letzten iPod bei lag. Diese hatte ich zwar nur sehr wenig benutzt, aber dennoch denke ich gerade für Neukunden ohne Armband oder anderer Schutzhülle wäre das nicht zuviel verlangt. Auch ein CD mit der so lebenswichtigen iTunes-Software kann man in der Verpackung nicht finden. Das war bei meinem anderen iPod noch anders, obwohl ich auch schon von Leuten gehört habe, dass sie ihren älteren iPod ebenfalls ohne Software erhalten hätten. Vielleicht gibt es da ja regionale Verpackungsunterschiede, mein letzter iPod stammte nämlich aus Neuseeland.

Das Äußere

Nun zum äußeren Eindruck. Da glänzt der neue iPod natürlich – ohne dabei jedoch zu glänzen. Die neue Oberfläche ist nämlich matt-schwarz und erfreulicherweise aus Metall. Das Display liegt unter einem Echtglasschirm, was auf geringe Kratzeranfälligkait hoffen lässt. Da muss sich der ältere iPod eindeutig geschlagen geben. Dessen Oberfläche war vollständig unter einer Hochglanz-Kunststoffoberfläche, die nicht gerade resistent gegen Kratzer war. Zudem ist der neue iPod wieder etwas rundlicher geworden. Die Kanten sind nämlich mittlerweile (wieder?) abgeflacht. Ob das nun besser is, ist sicherlich Geschmackssache. Mir gefällt es auf jeden Fall sehr gut. Ansonsten gibt es äußerlich noch eine deutliche Änderung: der HOLD Schieber ist mttlerweile aus schwarzem Kunststoff gefertigt. Auch die Kopfhörer-Buchse ist schwarz. Beim 5G schimmerten beide Bauteile noch in metallischem Silber.
Ebenfalls verbessert ist das Display selbst. Es scheint mir, dass das neue Display wesentlich klarer und deutlicher in der Darstellung ist. Die Farben erscheinen etwas kräftiger, was natürlich nurvon Vorteil sein kann.

Das Menü

Trotz allen Äußerlichkeiten zählen natürlich auch bei einem iPod die inneren Werte. Inisbesondere, wenn man bedenkt, dass man in der Regel für einen MP3-Spieler aus dem Hause Apple deutlich mehr Scheine rüberwachsen lassen muss als für vergleichbare Geräte anderer Hersteller. Im Vergleich zu meinem vorherigen 5G iPod hat sich einiges getan. Die augenscheinlich attraktivste Neuerung ist die Cover-Flow Funktionalität. Wie im iTunes ab Version 7 können nun auch die Plattencover durchgeblättert werden. Ob die Funktion auf Dauer wirklich so praktisch ist, kann ich noch nicht beurteilen. Schön anzusehen ist sie auf jeden Fall. Hat man sein Lieblingsalbum gefunden, kann man durch einen Druck auf den Center-Knopf das Cover “umdrehen” und sieht eine Liste mit den darauf enthaltenen Songs sowie deren Länge. Titelnummern sucht man leider vergeblich. Dennoch eine schöne Funktion. Trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, letztendlich doch wieder mehr auf die übliche Listenvariante zuzugreifen. Schon, weil die Cover-Flow Ansicht Compilations nicht zusammengefasst anzeigt. Meiner Meinung nach eine unverständliche Nachlässigkeit, die hoffentlich noch in einem Softwareupdate geändert wird.
Ansonsten stehen einem wie gewohnt Playlisten, Songs, Künstler und Genres als Listenmenüs zur Auswahl, wodurch sich der neue iPod im Großen und Ganzen bedienen lässt wie schon der ältere Bruder. Und das ist auch gut so: Ich habe bisher keinen MP3-Spieler in den Händen gehalten, der mich in punkto Bedienungskonzept auch nur annähernd so überzeugen konnte wie der iPod.
Eine Neuerung hätte ich fast unterschlagen. Auch beim Listenbrowsen bekommt man nämlich zu Alben die entsprechenden Cover-Piktogramme angezeigt. Ein sehr hübsches Feature, das insbesondere den Menschen helfen dürfte, die sich Plattennamen so schwer merken können.

Das übergeordnete Menü hat mittlerweile auch ein Facelift erhalten. Es kommt schmaler daher, nämlich exakt halbiert. Der so gewonnene Platz auf der rechten Bildhälfte wird zur Illustration der Menüpunkte genutzt. Ist der Cursor gerade beim Menüpunkt Musik, flutschen gemächlich Plattencover vorbei, Beim Menüpunkt Videos werden Standbilder, der auf dem iPod befindlichen Videos eingeblendet usw. Das erhöht zwar nicht den Bedienkomfort, sieht aber sehr schick aus und macht den neuen Besitzer mächtig stolz 😉 .

Die vielleicht wesentlichste Änderung aber bietet der iPod Classic in der Anpassbarkeit der Menüs. So lassen sich unnötige Menüpunkte (wie für mich etwa das browsen nach Genres) einfach ausblenden. Das  spart unnötige Fehlnavigation und ist ein längst überfälliges Feature. Toll! Auch neu ist die Möglichkeit die eigene Musikbibliothek auf dem iPod direkt zu durchsuchen. Durch Eingabe der Buchstaben über das Clickwheel kann man so gezielt nach Songs, Alben und Künstlern suchen. Die Ergebnisse werden sofort im Hintergrund angezeigt und lassen sich direkt anwählen. Sicherlich eine gute Funktionalität für Single(Maxi)-Freunde, die keinen Überblick mehr über ihre Audiothek haben.

Ansonsten gibts noch ein paar kleinere Neuerungen, wie einem informativeren Screen auf dem iPod, wenn man ihn mit dem Computer verbindet. Statt dem ewigen “Do not disconnect” erhält man nun ein Feedback, was der liebe iPod gerade so tut. Auch neu ist, dass es einen Art Screensaver gibt. So blendet sich nach einer gewissen Zeit Musikwiedergabe die Anzeige des Titels und des Albumartworks aus und macht Platz für eine große, gut lesbare Digitaluhr, einen Ladestandsanzeiger sowie einem Play-Pfeil. Das spart sicherlich erheblich Energie und ist außerdem durchaus praktisch. Allerdings kann ich mir auch vorstellen, dass viele Leute genervt sein werden immer erst das Clickwheel betätigen zu müssen, um zu sehen was sie da gerade hören.

Resumée (ja, ich weigere mich die korrekte neue Schreibweise zu nutzen)

Der neue iPod Classic ist toll. Das Produkt ist ein würdiger Nachfolger der vorigen iPod Modelle, und mit 80 GB Platz kann da schon eine ganze Menge Musik drauf Platz nehmen. Die Menüneuerungen sind ebenfalls gut überlegt und sinnvoll umgesetzt worden. Ein Kauf rechtfertigt sich aber sicherlich nur, wenn man mit seinem Vorgänger-iPod nicht mehr hinkommt. So war das bei mir der Fall. Die 30 GB Bibliothek reichte einfach nicht mehr aus, meine komplette Musikbibliothek zu beherbergen. Ansonsten wäre ich aber sicherlich noch gut mit dem etwas älteren Modell ausgekommen.
Im Endeffekt muss natürlich jeder selbst wissen, ob sich ein neuer iPod für ihn/sie selbst lohnt. Ich bin zumindest hoch zufrieden mit meiner neuen Errungenschaft. Für alle nicht-iPod Nutzer möchte ich noch hinzufügen, dass meine eigenen Erfahrungen gezeigt haben, dass sich die Mehrinvestition in einen iPod absolut lohnt, denn der hohe Bedienungskomfort lässt den iPod einfach deutlich vor allen anderen (mir bekannten) MP3-Playern rangieren. Wer also über eine Neuanschaffung nachdenkt, sollte den iPod nicht von vornherein ausklammern, zumal die neuen Modelle so günstig sind wie nie.

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