Recently Released | Foxboro Hot Tubs – Stop Drop and Roll

Foxboro Hot Tubs - Stop Drop and RollEine neue Band macht gerade im Internet von sich reden. Die Foxboro Hot Tubs  scheinen dabei direkt den 60er Jahren entsprungen zu sein. Nicht nur das Plattencover, auch der musikalische Output der Band erinnert stark an die längst vergangenen Dekade.

Das die Band dabei so neu ist, wie sie uns glauben machen möchte wollte dann doch niemand so recht glauben. Inzwischen gilt es als erwiesen, dass es sich bei den Foxboro Hot Tubs um niemand anderen handelt als Green Day. Zugegeben, beim ersten Reinhören kann man das nicht unbedingt bestätigen, aber auch nicht klar wiederlegen. Mit der Zeit erkennt man aber dann doch die markante Stimme von Billie Joel Armstrong. Die Herren Green Day haben sich bislang aber nicht dazu geäußert.

Das schöne an der EP der singenden Sprudelwannen ist aber definitiv, dass sie für alle frei verfügbar im Internet anzuhören ist. Und das sogar in Stereo! Dankenswerter Weise klärt und das Backcover aber darüber auch, dass die Platte genauso gut in handelsüblichen Mono-Abspielgeräten funktioniert – welche Erleichterung.

Wem dann gefällt was er online so gehört hat, der darf dann auch ohne zu zahlen die gesamte EP, also A- und B-Seite runterladen. Immerhin sechs Songs finden so den Weg ins heimische Grammophon. Und die Songs machen durchaus Spaß. Und spätestes beim letzten Song She’s not a Saint, She’s a Celebrity ist auch unverkennbar Green Day-Songwriting verewigt.

Also nicht wie rüber zu den Foxboro Hot Tubs.

Gefunden via ZME

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Retrozension | Green Day – 1039/Smoothed Out Slappy Hours

Green Day - 1039/Smoothed Out Slappy Hours

Mal wieder verspüre Ich das Bedürfnis über ein Green Day Album zu schreiben. Das Green Day bei mir eine Art Sonderstellung einnehmen, ist vielleicht schon durch die Retrozensionen zu den Alben Dookie und Kerplunk offenkundig geworden. Green Day sind einfach eine der Bands meiner (längst vergangenen) Jugendzeit. Die Band versteht es, meiner Meinung nach, wie kaum eine Zweite mit ihrer Musik Spaß an der Musik und sogar Spaß am Leben zu verbreiten. Läuft irgendwo in Höhrweite eine Green Day Platte, dann bin ich schlagartig ein bißchen besser gelaunt und das fasziniert mich bis heute.

Da war es damals nur konsequent von mir, alle Alben der Punker aus dem fernen Kalifornien in meine (damals noch nicht mal 20 CDs umfassende) CD-Sammlung  aufzunehmen, die in den Plattenläden zu finden waren.  So kam ich auch zum quasi ersten Green Day Album 1039/Smoothed Out Slappy Hours. Genau genommen ist dieses zwar gar kein Album, sondern eine Kompilation aus dem wirklich ersten Studioalbum 39/Smooth und den beiden EPs 1000 Hours und Slappy. Das erklärt dann auch den ziemlich seltsamen Titel der Scheibe.

Musikalisch kann man auf 1039/Smoothed Out Slappy Hours keine Meilensteine erwarten. Wirkliche Hits erkenne ich auf dem gesamten Longplayer keine. Dennoch bietet das Album im Grunde schon fast alles, was später zum Erfolgsrezept der Band werden sollte. Simple 4-Akkorde Riffs, spaßorientierte Texte zu typischen Teenie-Themen und Punkmusik, die das Leben angenehmerweise nicht ganz so schwer und ernst nimmt. Fast eine ganze Stunde wird man so mit 19 kleinen Punknümmerchen unterhalten. Die Produktion ist eher nicht so gelungen, aber die Freude an der Musik verbreitet sich auch auf dem Erstlingswerk der Band ungehemmt.

Insgesamt lässt sich die Platte also schon ziemlich gut hören. Für Menschen, die Green Day bislang nichts abgewinnen konnten, ist sie mit Sicherheit keine gute Investition und auch in der Geschichte der Band stellt sie nicht mehr dar, als einen Anfang. Für mich als unheilbaren Green Day Freund war der Kauf jedoch kein Fehler. Das ich das Album jedoch heute noch wirklich hören würde, kann ich eher nicht behaupten.

Solide Arbeit!

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Podcasts | Radio Free Brooklyn

Radio Free BrooklynAuf meiner Suche nach guten Podcasts habe ich mal wieder eine echte Perle entdeckt. Der aus (Überraschung !!!) Brooklyn, New York stammende Podcast ist genau das richtige für alle, die sich gerne mal mit einer Auswahl an wirklich guter Musik berieseln lassen. Dabei kann man dem Podcast in diesem Fall ganz eindeutig kein Genre zuordnen. Gespielt wird, was den beiden Hosts eben gefällt. Das ist meist Alternative oder Indie Rock, kann aber auch das ein oder andere Mal in Richtung Metal oder Nu Metal, Pop und Punk abdriften.

Der Podcast selbst ist im Grunde wie eine Radioshow aufgebaut. Es gibt überwiegend Musik mit dem ein oder anderen Kommentar dazwischen. Das ist bisweilen sehr witzig, zumindest aber immer musikalisch hoch interessant. Selbst wenn  mir in einzelnen Shows die Songs mal nicht so gefallen haben, der Podcast ist einfach gut.

Die einzelnen “Sendungen” dauern meistens so um die 45 Minuten und erscheinen dabei in etwa alle 2 bis 4 Wochen. Zu jeder Veröffentlichung gibts außerdem eine Playlist auf der dazugehörigen Webseite.

Für alle Podcast-Hörer ist der Radio Free Brooklyn Podcast mit Sicherheit einen Ausflug wert. Viel Spaß beim Reinhören.

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Retrozension | The Offspring – Ignition

The Offspring - The OffspringMeiner frühen Begeisterung für seichten Punk hat es dieses zweite Album der Band The Offspring zu verdanken, dass sie den Weg in mein CD-Regal gefunden hat. Betitelt mit dem Wort Ignition, welches so viel wie Zündung oder in diesem Fall treffender Entflammung bedeutet. Gekauft hatte ich mir das Werk, nachdem meine Begeisterung für den Superseller Smash in meiner frühen Jugend kaum Grenzen kannte.

Ignition ist das Zweitlingswerk der Punkband aus Kalifornien. Da verwundert es wenig, dass man produktionstechnisch nicht unbedingt das allerbeste erwarten kann. Ansonsten bietet das Album in erster Linie Punk à la Offspring. Zum Mitgrölen gar nicht schlecht, aber die Langzeitbegeisterung bleibt wohl eher auf der Strecke.

Im Grunde folgt Ignition dem gleichen Muster wie später auch Smash. Punk zum Abwinken und Texte, die von Themen handeln die typisch für jugendliche Linke sind. So erzählt der Song L.A.P.D. von Polizeigewalt in L.A. Über Gewalt wird in Kick him when he’s down referiert. In Burn it Up lassen The Offspring sozusagen einen Chronischen Pyromanen zu Wort kommen, diesem Song dürfte im Übrigen wohl auch der Albumtitel geschuldet sein.

Musikalisch ist das Ganze dabei wirklich nicht schlecht und konnte mich in meiner Teenie-Zeit auch wirklich begeistern. The Offspring bieten typisch punkige Riffs und Songstrukturen. Die Stimme von Dexter Holland trägt durch die Songs wie es sein sollte.

Dennoch höre ich Ignition mittlerweile eigentlich gar nicht mehr. Das liegt hauptsächlich daran, dass meine Begeisterung für Punk schon sehr lange brach liegt. Irgendwie ist man mit der Zeit herausgewachsen aus der Musik, die für ein sehr vereinfachendes Weltbild steht.Weder die Texte noch die sehr eindimensionalen Songs können mich heute noch begeistern. Für Leute, die The Offspring heute noch mögen kann man trotzdem ein Kaufempfehlung aussprechen. Ansonsten lieber die Finger weg lassen. Ich bereue den Kauf zwar nicht, aber die CD hat in meiner Sammlung vermutlich schon ordentlich Staub angesetzt.

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Retrozension | Green Day – Kerplunk!

Green Day - Kerplunk

Green Days Durchbruch begann ja in Europa bekanntlich mit dem Superseller Dookie. Was viele nicht wussten (und wahrscheinlich auch nie interessiert hatte) ist, dass die Band zuvor bereits zwei Alben und mehrere EPs veröffentlicht hatte. Das erste Album Slappy Hours wurde dann später zusammen mit den EPs 39/Smooth und 1,000 Hours zum Album 1,039/Smoothed out Slappy Hours zusammengefasst. Bleibt noch das zweite Album Kerplunk!, dass Green Day 1992 auf die Menschheit los liessen.
Kerplunk ist deutlich weniger elegant produziert als der Nachfolger Dookie, dennoch lassen sich die Green Day eigenen Qualitäten bereits sehr deutlich ausmachen. Die Songs sind eindeutig spaßorientiert, weisen aber dennoch zum Nachdenken entworfenen Lyrics auf.

Wirkliche Hits à la Basket Case sind zwar nicht auf dem Longplayer zu finden, dennoch entwickelt Kerplunk! schnell seinen eigenen Charm.

Was Kerplunk! für Green Day Fans insbesondere interessant machen dürfte ist, dass es die erste Platte ist, auf der Tré Cool sich hinter die Drums gequetscht hatte. Zwar finden sich auch noch ein paar Songs mit dem vorigen Drummer Al Sobrante (auch bekannt als John Kiffmeyer) auf der Scheibe, der Rest ist aber vom bekannten Dreigestirn um Gitarrist, Sänger und Frontmann Billy Joe Armstrong.

Zunächst bietet die CD nichts unbedingt aufregendes: Der Opener 2000 Light Years Away eröffnet in typischer Green Day Manier mit knackigen aber einfacher Gitarrenriffs, Schlagzeug und Bass stimmen fröhlich punkig mit ein. Auch das folgende One for the Razorbacks reiht sich nahtlos in den typischen Fun Punk Sound der Band aus East Bay (CA) ein. Bislang fällt nur der mittelmäßig produzierte Klang auf. Dann aber kommt (oder zumindest kam für mich) die erste Überraschung: Welcome to Paradise. Dieser Titel ist später auch auf dem Major-Label Debüt Dookie zu finden, wofür er nochmals eingespielt wurde. Mit Christie Road folgt ein wirklich gefühlvoller Song. Private Ale stimmt wieder punkigere Töne an. Dann eines der Highlights auf der CD: Dominated Love Slave ist eine Country-Parodie feinster Güte mit Texten über Sado-Maso Liebesspiele (Ich bin mal gespannt wie viele Google-Suchtreffer das bringen wird). Ansonsten überspringen wir jetzt einmal ein paar Songs: Highlights sind für mich insbesondere noch die drei letzten regulären Albumsongs No One Knows, Who Wrote Holden Caulfield und Words I Might Have Ate.

Für Freunde der analogen Musikübertragung im Großformat ist hier Schluss, die Vinylversion (umgengssprachlich auch Schallplatte genannt) enthält die vier Bonustracks der CD (& Musikkasette) nicht. Dabei handelt es sich um vier Songs von der Sweet Children EP, die allesamt noch mit John Kiffmeyer eingespielt wurden. Hier ist insbesondere auf das The Who-Cover My Generation aufmerksam zu machen, das mir bis heute besser gefällt als das Original.

Bei Kerplunk! möchte ich es auch nicht auslassen, mal über das Booklet zu schreiben, denn in der Mitte des selbigen findet sich nömlich eine kleine nette Geschichte mit dem nichtssagenden Titel: “My Adventure with Green Day“. Darin erzählt das fiktive Mädchen Laurie L. (Namen durch die Redaktion nciht verändert) davon, dass sie gerne auf ein Green Day Konzert gehen würde, ihre Eltern das aber nicht erlauben wollen. Was bleibt einem guten Fan da noch? Konsequenterweise ermordet Lauri L. ihre Eltern und zerstückelt sie fein säuberlich. Das Ende der Geschichte möchte ich nicht preisgeben, amüsant ist sie aber allemal. Wenn auch auf eine punk-humorige Weise. Passend zum Album und zur Geschichte hatte ich denn auch irgendwann ein wunderbares Green Day T-Shirt mit der vielsagenden Aufschrift Eat Your Parents, mit dem ich in einem Korfu-Urlaub auch tatsächlich ein paar amerikanische Touristenpärchen schockieren konnte. Bis heute eine nette Erinnerung.

Zurück zur CD: Kerplunk! ist kein unbedingtes Must-Have aber für Green Day Fans uneingeschränkt zu empfehlen. Auch heute noch findet die CD gelegentlich den Weg in mein Ohr, wenn auch nicht allzu oft. Mir gefällt das Album jedoch durchweg gut. Nur die schlechte Produktion führt zu einer Abwertung um einen Stern. Ansonsten muss ich hinzufügen, dass bei mir absolut nicht von Objektivität ausgegangen werden kann wenn ich über Green Day schreibe. Bisher gefallen mir nämlich alle Green Day Alben die ich besitze. Und das sind (fast) alle.

Gut, aber nicht wegweisend.

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Retrozension | Die Toten Hosen – Kauf Mich!

Die Toten Hosen - Kauf Mich!Wer wäre ich, wenn ich nicht auch ein paar dunkle Kapitel in meinem CD-Regal finden würde? Kauf Mich! von den Toten Hosen ist so ein Vertreter. Ich war jung und hatte das Geld. Da dieser Blog aber ja den Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, kann ich ja jetzt nicht so tun, als wäre das ganze nicht geschehen.

Nun gut. Schlecht ist die Platte der Punker aus dem Ruhrpott wirklich nicht unbedingt. Zumindest kann ich nicht leugnen, dass sie mir damals, als ich sie kaufte (das muss so ungefähr 1993/94 gewesen sein) ziemlich gut gefallen hatte. Mittlerweile dürfte es aber so ungefähr 12 Jahre her sein, dass ich die CD im CD-Spieler hatte. Denn langfristig kann – zumindest mich – das Album leider nicht begeistern.

Zu meiner Verteidigung könnte ich jetzt ja noch hinzufügen, dass das Kapitel Die Toten Hosen zu meiner jungen wilden Zeit gehörte und ich damals noch auf der Suche nach meinem eigenen Musikgeschmack war. Aber das würde auch nichts daran ändern, das die CD bei mir im Regal steht (bzw. liegt). Nun ja, widmen wir uns doch einfach mal der Musik auf dem Tonträger.

Ganze 16 Songs plus Hidden Track minus zwei Pseudo-Werbungen (Erotim-Super-3-Feucht und Die Homolka Kettensäge) befinden sich auf dem Silberling. Geboten wird Punkrock auf deutsch. Wie bereits nicht mal schlecht. Textlich lassen Die Hosen immer mal wieder nachdenkliche Grundgedanken aufblitzen, verfolgen diese jedoch mit dem für sie üblichen Humor. Man kann der Platte auch nicht wirklich vorwerfen, eintönig zu sein. Für Punk-Verhältnisse ist sie teilweise geradezu experimentell. Das zeigt sich für mich am Anfang von Gute Reise, am Kinderchor bei Wünsch DIR Was und bei dem sehr entspannten Mein Größter Feind.

Kaufgrund war für mich damals übrigens die Hit-Single Alles Aus Liebe. Mit der Zeit hat sich dieses Liedchen leider ziemlich abgenutzt. Was mich heute am meisten stört ist die Stimme von Campino. Ich denke, da muss man auch gar nicht drüber diskutieren. Mir gefällt sie einfach nicht mehr so wie früher. Besonders, dass er meist kurz vorm Schreien singt geht mir dabei gegen den Strich. Mit etwas mehr Gefühl liese sich den Songs vielleicht mehr abgewinnen. Aber auch nur vielleicht.

Ich möchte die Platte gar nicht schlecht reden. Besonders da ich fast vermute, dass es sich dabei um eines der besten Hosen-Alben handelt – außer Ein Kleines Bißchen Horrorshow kenne ich allerdings auch keine anderen. Für mich hat sich einfach schnell herausgestellt, dass ich nunmal kein Punker bin, auch musikalisch nicht. Den Ausflug zu den Hosen habe ich auch nie bereut, aber Hören muss ich es mittlerweile auch nicht mehr unbedingt.

Im übrigen absolut lesenswert: Die Beschreibungen zu den Songtexten bei Wikipedia. Ob das wohl jemand ernst meint?

Gutes Mittelmaß - aber auch nicht mehr

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