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	<title>Soundtrack of my Life &#187; Indie Rock</title>
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		<title>Recently Released &#124; Bonaparte &#8211; My Horse Likes You</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jun 2010 18:36:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BjEurope</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alternative Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Bonaparte]]></category>
		<category><![CDATA[Electronica]]></category>
		<category><![CDATA[Indie Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Recently Released]]></category>

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		<description><![CDATA[Musikblogging ist nicht immer ein einfaches Hobby: Zwar höre ich mehr oder weniger den ganzen Tag Musik, wenn es die Situation zulässt, aber nicht immer bin ich der Meinung, auch etwas dazu sagen zu müssen. Für den Popkiller ist das besonders schwierig zu lösen, da ich hier trotzdem Worte finden muss, die Musik zu beschreiben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="border: 10px solid black; margin: 10px;" title="Bonaparte - My Horse Likes You" src="http://retrozension.de/images/bonaparte_02.jpg" alt="" width="175" height="175" />Musikblogging ist nicht immer ein einfaches Hobby: Zwar höre ich mehr oder weniger den ganzen Tag Musik, wenn es die Situation zulässt, aber nicht immer bin ich der Meinung, auch etwas dazu sagen zu müssen. Für den <strong>Popkiller</strong> ist das besonders schwierig zu lösen, da ich hier trotzdem Worte finden muss, die Musik zu beschreiben und zu bewerten. Auf <strong>Retrozension.de</strong> habe ich den Luxus, tatsächlich nur über das schreiben zu können, was mich wirklich bewegt und beeinflusst. Das hat zwar zur Folge, dass es hier kaum böse Rezensionen zu lesen gibt, dennoch empfinde ich es als sehr befreiend, all die schlechte Musik ignorieren zu können, die uns heutzutage so tausendfach um die Ohren fliegt.</p>
<p>Umso erfreulicher finde ich es, dass ich mal wieder &#8211; und mal wieder durch den <strong>Popkiller</strong> &#8211; an eine Entdeckung gekommen bin, die mich unmittelbar und nachhaltig begeistert. Die Band heißt <strong>Bonaparte</strong>, kommt mehr oder weniger aus Deutschland und macht so unbeschwert und kreativ Musik, dass sich nach meiner Ansicht alle Mainstream-Acts der täglichen Radio-Rotation ehrfürchtig auf die Knie werfen müssten. Bonaparte sind nur schwer einem Genre zuzuordnen (ein Umstand, der nur selten schlecht ist). Die Musik vereint Elemente aus Pop, Rock, Swing, Western, russischer Volksmusik, Elektronika und mindestens 45 anderer Musikrichtungen die mir entweder unbekannt sind oder die einfach noch keinen Namen haben. Und das ganze wirkt so ausgesprochen lässig, leicht und natürlich, dass es mir mal wieder alle musikalischen Sinne freigespült hat.</p>
<p>Das Album beginnt zunächst undefinierbar mit einer<strong> Ouverture</strong>, die halb orchestral, halb elektronisch wirkt/ist. Viel mehr als eine musikalische Randnotiz ist sie mit ihrer minnenhaften Melodieführung jedoch nicht. Hinweise auf das, was das Album noch zu bieten hat sind nur zu erahnen und leiten erst gegen Ende den eigentlichen Opener und Titeltrack <strong>My Horse likes You</strong> ein. Ein Elektropunksong erster Güte, der aufhorchen lässt dank seiner Kraft, Einfachheit überbordenen Idiotie und einem Beat, der zur Bewegung förmlich zwingt. Hier werden Erinnerungen an die Band <em>Cake</em> wach, die zwar musikalisch ganz anders unterwegs sind, deren Songs aber die selbe Motivation zu haben scheinen. Im direkten Vergleich darf Bonaparte aber als verrückter und frischer bewertet werden.</p>
<p><strong>Computer in Love</strong> setzt den Trash-Ansatz konsequent fort und erzählt zu viel Elektronischem die stalkerhafte Liebeserklärung eines Computers an seinen Besitzer: Sozialkritik und eine ganze Menge Humor inbegriffen, ohne das es irgendwie angestrengt wird. Hier wird Elektronika und Rockmusik miteinander vereint und verschnitten, ohne das es dabei den geringsten Gegensatz zu geben scheint. Fast als wären die Genres dafür gemacht, kombiniert zu werden.</p>
<p><strong>Boycott Everything</strong> könnte 1:1 auch von den <em>Woog Riots</em> stammen. Der Text mehr gesprochen als gesungen, die musikalische Untermalung verlässt sich mehr auf Keyboard und Synthie-Sounds denn auf Gitarre und dennoch hat man permanent das Gefühl eigentlich ein kleine Punkhymne zu hören. <strong>L&#8217;etat c&#8217;est moi</strong> klingt dann sogar wirklich verdächtig nahe nach <em>Cake</em>, hier wird tatsächlich schwerpunktmäßig gerockt. Der Gesang kurz vor der Schreigrenze könnte der Song aber genausogut von <em>The Strokes</em> oder <em>The Hives</em> stammen.</p>
<p>Besonders gut gefällt mir dann <strong>Fly a Plane into Me</strong>. Die vielleicht leichteste Nummer auf dem gesamten Album. Eine zuckersüße Melodie, leicht untermalt mit Gitarrenriffs, die mich an <em>Voom</em> erinnern und leichten Keyboardssounds, die wieder an <em>Woog Riots</em> denken lassen.<strong> Rave Rave Rave</strong> lässt dann Western Swing auferstehen, indem das ganze Stück konsequent nach Saloon-Piano klingt. Darüber wieder ein Gesang, der eigentlich näher an der Spoken-Word-Performance liegt. Der Text wortverliebt und wortwitzig und alles schreit geradezu danach das Tanzbein zu schwingen.</p>
<p><strong>Intermission in Mexiko</strong> greift kurz nochmal die <strong>Ouverture</strong> auf, wirft ein paar musikalische Fragmente in den Raum und erfüllt an sich weiter keinen Zweck, als den Raum zwischen dem letzen und dem nächsten Song zu füllen. Transportiert dabei aber hervorragend die Stimmung von Western Swing rüber zum Balalaikapolkapunk der uns im Song <strong>Technologiya</strong> erwartet &#8211; samt russischem Refrain. Dazu dieser wunderbar idiotische Lobgesang auf die Technologie: &#8220;Technolgy will outlive us all!&#8221;. Einfach riesig!</p>
<p>Wir sind keine Menschen bleibt ebenso rockig, packt auf die leichte Punknummer<strong> Technologiya</strong> aber noch eine Schippe Härte drauf und rockt in bester Alternative Manier bis die Fetzen fliegen. Englische Strophe, deutscher Refrain, und trotzdem &#8211; oder gerade deswegen &#8211; wird daraus ein ganz großer Song auf <strong>My Horse Likes You</strong>. Ein echter Entfruster. Und ein harter Kontrast zum Folgenden <strong>My Body is a Battlefield</strong>, das sich wesentlich stärker auf Elektronika konzentriert und die Gitarre erst im Refrain emanzipiert, dann aber voll einen auf Indierock macht.</p>
<p>Mit Unterstützung von Modeselektor folgt dann<strong> Orangutan</strong>, eine wieder stark elektronische Nummer, die textlich wieder einmal Volltrash ist, aber dennoch musikalisch zu überzeugen weiß. Die Synthies dürfen auch bei Adabmal die Hauptrolle spielen, dabei sogar kanglich kurz Erinnerungen an <em>Pink Floyds Wish You Were Here</em> Album wecken, nur um dann scharf in Richtung Orient abzubiegen. Textlich passiert nicht viel, als kurz vor Schluss-Nummer aber ein voll gelungenes Stück.</p>
<p>Ein Trommelwirbel läutet dann das Ende des Albums ein; der Titel treffenderweise<strong> The End</strong>, fahren <strong>Bonaparte</strong> nochmal kurz auf, was sie so alles in ihrem Repertoire stecken haben: Gitarren, Synthies, Keyboards, Drums vereinen sich in einer kurzen Kakophonie, die letzlich aprubt von Stille abgelöst wird, bis sich schließlich der freundliche Mitarbeiter der <strong>Bonaparte</strong> Helpline meldet.</p>
<p>Ende eines grandios kreativen, sehr trashigen Albums das von Anfang bis Ende einfach nur erfrischend gut ist. Mir bleibt nur die Verneigung vor der scheinbaren Leichtigkeit und Unverfrorenheit mit der das Album geschrieben und produziert wurde. Sicher nichts fürs Mainstream-Radio, aber musikalisch ein voller Gewinn. Für solche Bands blogge ich.</p>
<p><img class="alignnone" title="Saugut!" src="http://retrozension.de/images/rating_5star.jpg" alt="" width="420" height="14" /></p>
<p><object width="420" height="340" type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/CqLAwt8T3Ps&color1=0xfd5b5f&color2=0xf1a400&amp;ap=%2526fmt%3D18"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/CqLAwt8T3Ps&color1=0xfd5b5f&color2=0xf1a400&amp;ap=%2526fmt%3D18" />This video was embedded using the YouTuber plugin by <a href="http://www.roytanck.com">Roy Tanck</a>. Adobe Flash Player is required to view the video. </br>This video might not show up in your RSS Reader. You can however see the video when navigating to <a href="http://retrozension.de">Soundtrack of my Life | Retrozension.de</a></object></p>
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		<title>Recently Released &#124; Portugal. The Man &#8211; American Ghetto</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 10:55:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BjEurope</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alternative Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Indie Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Portugal. The Man]]></category>
		<category><![CDATA[Recently Released]]></category>

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		<description><![CDATA[Endlich komme ich mal wieder dazu ein wenig zu bloggen. Und es gibt auch tatsächlich noch etwas zu berichten. Portugal. The Man haben schließlich ihr neues Studioalbum American Ghetto herausgebracht. American Ghetto macht vieles anders als bisherige Portugal. The Man-Alben. Noch kein Album bisher hat soviel Wert auf eine ausgefeilte Produktion gelegt. Auch war kein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="border: 10px solid black; margin: 10px;" title="Portugal. The Man - American Ghetto" src="http://retrozension.de/images/portugaltheman_05.jpg" alt="" width="175" height="175" />Endlich komme ich mal wieder dazu ein wenig zu bloggen. Und es gibt auch tatsächlich noch etwas zu berichten. <strong>Portugal. The Man</strong> haben schließlich ihr neues Studioalbum<strong> American Ghetto</strong> herausgebracht.</p>
<p><strong>American Ghetto</strong> macht vieles anders als bisherige <strong>Portugal. The Man</strong>-Alben. Noch kein Album bisher hat soviel Wert auf eine ausgefeilte Produktion gelegt. Auch war kein Album bisher so angereichert mit Keyboard- und Synthiesounds.</p>
<p>Das merkt man noch nicht unbedingt beim Opener<strong> The Dead Dog</strong>. Dieser klingt zwar auch schon stark produktionslastig, ist aber immerhin noch ein klarer midtempo Rocksong. Das darauffolgende <strong>Break</strong> ist tatsächlich nichts mehr als ein Übergang zwischen  dem Opener und dem folgenden<strong> 60 Years</strong>. Das wird getragen von dem mittlerweile so unverwechselbaren Groove, der<strong> Portugal. The Man</strong> so eigen ist. Der Song ist ungewohnt percussionlastig. Die Gitarren werden fast nur zur Ausschmückung genutzt.</p>
<p>Für <strong>Portugal. The Man</strong>, deren Musik sich bislang meist durch experimentelle Elemente auszeichnete, klingt das zunächst sehr ungewöhnlich. Es macht aber Sinn, denn die Band experimentiert auch auf <strong>American Ghetto</strong>. Allerdings ist das Mittel des Experiments der Mainstream. <strong>Portugal</strong> machen Popmusik mit ihren Regeln. Im Ergebnis sind das wirklich gute Songs, die zu keinem Zeitpunkt schlecht oder unpassend klingen.</p>
<p>Das gute daran ist, dass <strong>Portugal</strong> nun soundmäßig mehr Freiheiten haben. So wechseln auch die Gitarrensounds durch verschiedene Genres, schreien mal wie in <strong>All my People</strong>, sind butterweich wie in <strong>Some Men</strong>, schneidig wie in <strong>1000 Years</strong> oder funkig wie in <strong>The Pushers Party</strong>. So kann die Band sich hier einmal ganz neu ausleben, und das tut gut. Besonders beeindruckend finde ich den letzten Song des Albums, <strong>When the War ends</strong>. Das ist eine so astreine Popnummer, dass man sich tatsächlich fragen möchte, ob das noch <strong>Portugal. The Man</strong> sind. Aber es lässt sich nicht leugnen dass sie es sind und gerade das finde ich so erstaunlich und erfreulich, dass ich immer mehr Respekt vor der Leistung der Band habe.</p>
<p>Negativ erscheint, dass zwar alles Songs wirklich gut sind, aber selbst nach mittlerweile fast 50 Durchläufen kann ich kaum sagen, welcher Song wirklich grandios ist. Insgesamt scheint ein wenig Ecke zu fehlen, an der man sich festhalten kann, und das ist für mich ein Novum bei einem <strong>Portugal. The Man</strong> Album. Allerdings sollte man dieses Manko ins rechte Licht rücken, denn gravierend ist dieser Kritikpunkt wahrlich nicht. <strong>American Ghetto</strong> ist ein wirklich gutes und vielseitiges Album, dass die schon beachtliche Diskographie der Band würdig erweitert. Die typischen Elemente sind auch auf teils fremdem Genreterrain erkennbar und besonders der Groove der Band ist in jedem Song stärker erkennbar, als es dies bisher der Fall war. Für jeden Fan der Band ein unbedingtes Muss, für alle anderen eine dringende Empfehlung.</p>
<p>Besonders freue ich mich darauf, wenn <strong>Portugal</strong> zu diesem Album in Deutschland touren. Ich bin wahnsinnig gespannt, wie dieses Album live umgesetzt wird und bin mir sicher, dass es dabei wieder einmal eine neue Dimension hinzugewinnt.</p>
<p><img class="alignnone" title="Anders. Gut!" src="http://retrozension.de/images/rating_5star.jpg" alt="" width="420" height="14" /></p>
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		<title>Recently Released &#124; White Rabbits &#8211; It&#8217;s Frightening</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 08:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BjEurope</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indie Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Popkiller]]></category>
		<category><![CDATA[Recently Released]]></category>
		<category><![CDATA[White Rabbits]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Jahr fing gut an. Der erste Stapel CDs vom Popkiller enthielt neben Adam Arcuragi und Tommy Finke auch die CD der White Rabbits. Das erste der drei Alben, das ich einlegte war eben das der White Rabbits, und ich war schon beim ersten Song hellauf begeistert. Wie es sich herausstellen sollte, war es auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="border: 10px solid black; margin: 10px;" title="White Rabbits - It's Frightening" src="http://retrozension.de/images/whiterabbits_02.jpg" alt="" width="175" height="175" />Das Jahr fing gut an. Der erste Stapel CDs vom <strong>Popkiller</strong> enthielt neben <em>Adam Arcuragi</em> und <em>Tommy Finke</em> auch die CD der <strong>White Rabbits</strong>. Das erste der drei Alben, das ich einlegte war eben das der <strong>White Rabbits</strong>, und ich war schon beim ersten Song hellauf begeistert. Wie es sich herausstellen sollte, war es auch die einzige der drei CDs, die mich nachhaltig zu begeistern wusste. <strong><a title="Zur Popkiller Rezi" href="http://www.popkiller.de/cms/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=894&amp;Itemid=1" target="_blank">Adam Arcuragi</a></strong> fiel leider wegen Produktionsfehlern durch, <strong><a title="Zur Popkiller Rezi" href="http://www.popkiller.de/cms/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=895&amp;Itemid=1" target="_blank">Tommy Finke</a></strong> bekam einen sauberen Verriss, zeigte sich aber per Twitter zumindest  als guter Nehmer und retweetete mit den Worten: &#8220;Mein erster Verriss&#8221;. Es sollte nicht der letze sein,<a title="Tommy Finke Rezension auf Laut.de" href="http://www.laut.de/lautstark/cd-reviews/f/finke_tommy/poet_der_affen_poet_of_the_apes/index.htm" target="_blank"> wie sich mittlerweile zeigte</a>.</p>
<p>Aber zurück zu den <strong>White Rabbits</strong>. Die stammen eigentlich aus Missouri, leben aber wohl mittlerweile in Brooklyn, sind zu sechst (!)  und haben bereits im Mai letzten Jahres ihr Zweitlingswerk names<strong> It&#8217;s Frightening</strong> auf den US-Markt geworfen und immerhin eine Platzierung (#184) in den Charts erreicht. Im Januar kam das Album jetzt auch auf dem heimischen Markt in die Läden und ich muss sagen, dass sich ein Kauf sicher lohnt.</p>
<p>Die <strong>White Rabbits</strong> haben einen sehr eigenen Stil entwickelt Musik zu machen, die auch von <em>Radiohead</em> und<em> Travis</em> sein könnte, aber durch die <strong>White Rabbits</strong>-Note dann doch überraschend eigenständig klingt. Das gefällt mir persönlich wirklich gut. Schon der Opener <strong>Percussion Gun </strong>kann auf ganzer Linie überzeugen. Ein scheinbar simpler Rythmus bietet die treibende Kraft, doch wer versucht mal eben schnell mitzutrommeln kommt schnell dahinter, dass hier das Taktmaß doch auf spannende Weiße verschoben wird. Das ganze wird ganiert mit gut dosierten Gitarren und Klaviereinlagen (Bass gibts selbstverständlich auch). Dazu der sehr angenehme Gesang und fertig ist ein Song, der eigentlich nur als Hit bezeichnet werden kann. Da unsere heimischen Radiostationen aber mit dem Begriff erschreckend inflationär umgehen, sollte man einfach mal festhalten, dass es ein verdammt guter Indie-Rock-Song ist.</p>
<p><strong>Rudie Fails</strong> macht gut weiter; etwas ruhiger aber wieder mit einem bestechend guten Percussioneinsatz und insgesamt großer Zurückhaltung in der Gesamtinstrumentierung. Trotzdem weiß die Nummer ordentlich zu rocken. Wirklich gut! Und gut geht es weiter mit <strong>They done Wrong/We done Wrong</strong>. Einer wunderbar melodiösen Nummer, die sich auch wieder mit einem sehr gut dosierten Instrumenteneinsatz zeigt. Treibende Kraft wie in allen Songs ist auch hier die gut ausgebaute, aber nicht aufdringliche Percussion-Sektion. Hervorragend untermalt durch simple aber effektive Gitarrenriffs und sparsame Klaviereinsätze. Überhaupt ist das der rote Faden im Werk der <strong>White Rabbits</strong>. Alle Musiker verstehen sich hervorragend darauf, sich der Bandleistung unterzuordnen. Allein der auf dem Album verübte Verzicht auf ausufernde Klavierparts ist ein sher seltenes Phänomen in Bands mit Pianisten. Aber es funktioniert aufs Beste.</p>
<p><strong>Lionesse</strong> erinnert sehr stark an die Kollegen der Band <em>Alter Me</em>, ist sehr kraftvoll und macht weiter mit den Qualitäten, die schon die vorhergehenden Songs auftischen. Das nachfolgende <strong>Company I Keep</strong> ist dann vielleicht das absolute Highlight der Platte; ein wunderschön ruhiger Song, der sehr stark aus der weiten Klangatmosphäre schöpft und dem viel Raum zum Entfalten gegeben wird. Durch die später einsetzende dezente Mehrstimmigkeit klingt der Song wunderbar melancholisch und leidenschaftsvoll. Dabei wissen auch hier die einzelnen Instrumente genau, wieviel Einsatz erforderlich ist, um die maximale Wirkung zu erzielen.</p>
<p>Der sehr gezielte instrumentale Einsatz ist die große Leistung der <strong>White Rabbits</strong> auf <strong>It&#8217;s Frightening</strong> und das setzt sich auch in den verbleibenden fünf Songs so fort. Hier wird kein Stück instrumental überfrachtet, es gibt keine Klangexperimente, die in die Hose gegangen wären. Dazu kommt eine glasklare und wirklich hochprofensionelle Produktion, die das Beste aus der Band herauszuholen weiß. Mit<strong> It&#8217;s Frightening</strong> ist bereits das erste neue Album des Jahres in meiner Sammlung ein heißer Anwärter auf die Jahres-Top10. Die wirklich sehr schmale Nische zwischen <em>Radiohead</em>, <em>Travis</em> und <em>Alter Me</em> wurde aufs Beste mit den <strong>White Rabbits</strong> gefüllt. Die klingen erfreulich stark und vorrangig nach sich selbst, haben elf zurückhaltende aber doch auch elf wunderbar rockige Nummern in einer Großbesetzung geschrieben und vertont, klingen dabei aber doch angenehm klein und haben mir damit eindrucksvoll bewiesen, dass weniger manchmal sooo viel mehr sein kann.</p>
<p><img class="alignnone" title="Wunderbar zurückhaltend und effektiv!" src="http://retrozension.de/images/rating_4star.jpg" alt="" width="420" height="14" /></p>
<p><object width="420" height="340" type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/IClBpch9vmM&color1=0xfd5b5f&color2=0xf1a400&amp;ap=%2526fmt%3D18"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/IClBpch9vmM&color1=0xfd5b5f&color2=0xf1a400&amp;ap=%2526fmt%3D18" />This video was embedded using the YouTuber plugin by <a href="http://www.roytanck.com">Roy Tanck</a>. Adobe Flash Player is required to view the video. </br>This video might not show up in your RSS Reader. You can however see the video when navigating to <a href="http://retrozension.de">Soundtrack of my Life | Retrozension.de</a></object></p>
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		<title>Recently Released &#124; Voicst &#8211; A Tale of two Devils</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 13:18:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BjEurope</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indie Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Popkiller]]></category>
		<category><![CDATA[Recently Released]]></category>
		<category><![CDATA[Voicst]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieder einmal freut es mich, über mein Engagement bei Popkiller.de eine wirklich gute Band für mich neu entdeckt zu haben. Diesmal geht es um die Niederländische Kombi mit dem interessanten Bandnamen Voicst. Die Band hat bereits letzten Monat ihr zweites Album veröffentlicht und erstmals wurde Deutschland auch mit einer Veröffentlichung beglückt. Klingt nach viel Vorschusslorbeeren, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="margin: 10px; border: 10px solid black;" title="Voicst - A Tale of two Devils" src="http://retrozension.de/images/voicst_02.jpg" alt="" width="175" height="175" />Wieder einmal freut es mich, über mein Engagement bei <strong>Popkiller.de</strong> eine wirklich gute Band für mich neu entdeckt zu haben. Diesmal geht es um die Niederländische Kombi mit dem interessanten Bandnamen <strong>Voicst</strong>. Die Band hat bereits letzten Monat ihr zweites Album veröffentlicht und erstmals wurde Deutschland auch mit einer Veröffentlichung beglückt.</p>
<p>Klingt nach viel Vorschusslorbeeren, aber die haben sich <strong>Voicst</strong> wahrlich hart verdient. In den Niederlanden sind die drei Jungs längst keine unbekannten mehr. Mehrere größere Festivals wurden bereits durch deren Auftritte geschmückt, Werbekampagnen wurden durch die Musik der Band versüßt und sogar in der Fernsehserie One Tree Hill wurde der Soundtrack mit <strong>Voicst</strong>-Musik gestaltet. Das kann sich sehen lassen. Nun also auch die Attacke auf den deutschen Musikmarkt, und man kann nur hoffen, dass das gut gehen wird. Die Chancen dafür stehen eigentlich nicht schlecht, denn musikalisch liefern <strong>Voicst</strong> saubere Kost.</p>
<p>Schon der Opener <strong>High as an Amsterdam Tourist</strong> packt mit seinem griffigen, poppigen Indie-Rock den Zuhörer. In der Strophe höre ich parallelen zu <em>Goodshirt</em>, und das kann eigentlich nie etwas schlechtes heißen. <strong>Feel like a Rocket</strong> wirkt durch seine Bläserarrangements fast schon Ska-mäßig, aber keine Angst. Die Nummer ist wirklich gut.</p>
<p>Es folgt <strong>Feelings Explode</strong>, das mit einem besonders groovigen Ansatz sehr modern wirkt und mich ein wenig an Britpop á la<em> The Audience</em> erinnert. Eines meiner liebsten Stücke ist <strong>Aha Erlebnis</strong>. Ein sehr jazziger Einstieg mit Klarinette (oder Saxophone?) geht über in eine wunderbar gesteigerte und gefühlvolle moderate Rocknummer. Großartiger Refrain, großartiger Song.</p>
<p>Bei <strong>A Year and a Bit</strong> lassen <strong>Voicst</strong> dann ihre poppige Seite durch und klingen erschreckend nah nach <em>Robbie Williams</em>. Voll radiotauglich und trotzdem nicht schlecht. Auch <strong>Everyday I work on the Road</strong> könnte wunderbar in jedem beliebigen deutschen Pop/Rockradio laufen und würde sicher einige Fans finden. Griffige Nummer, knackiger Beat, eingängiger Refrain. Gut gemacht.</p>
<p>So geht es weiter. D<strong>on&#8217;t get me Wrong</strong> könnte ohne großen Aufwand zu einer Drum &#8216;n Bass-Nummer um<span style="text-decoration: line-through;">geschrieben</span>produziert werden. Auch hier wieder viel <em>Robbie Williams</em>-Anleihe im Refrain. Aber der gute Teil davon. Wirklich spannendes Songwriting. Erschreckend poppig dann S<strong>o simple that it&#8217;s hard to understand</strong>. Hier wieder ganz große nähe zu <em>The Audience</em><strong> </strong>und ein echt mitreißender Refrain. Dazu fällt auf, dass die Produktion echt topp ist. Und zwar durchgehend.</p>
<p><strong>S</strong><strong>econd Blow</strong> nimmt dann Tempo raus und baut sich als wunderbar ruhige Ballade auf. Besonders überzeugend für mich ist die wirklich spannende Melodieführung. <strong>E-Slick</strong> ist dann wieder eine ganz klare, fast schon straighte Rocknummer. Gewaltiger Rythmus, colles Riff und auch hier ein überzeugend mitreißender Refrain. Mitsingen ist hier schnell möglich und Pflicht!</p>
<p>Mixed Words klingt wieder etwas synthetischer und erinnert wieder ein Stück näher an <em>Goodshirt</em>, wobei ich den Song definitiv nicht darauf reduzieren möchte. Besonders durch die Bläserarrangements hebt sich auch hier <strong>Voicst</strong> deutlich von fast allen anderen Bands ab. Eine gewisse melodiöse Nähe zu<em> Blur </em>möchte ich noch unterstellen.</p>
<p>Das abschließende <strong>Two Devils</strong> ist mit seinen 1:57 dann noch ein weiteres Highlight des Albums. Instrumentiert nur mit einer wunderbar minimalistisch gespielten Gitarre und einer bewegenden Melodie. Grandios.</p>
<p><strong>Voicst </strong>haben mit <strong>A Tale of Two Devils</strong> ein wahrlich gelungenes Deutschlanddebut vorgelegt. Es macht wirklich Spaß hier zuzuhören, mitzugehen und sich ein ums andere mal tiefer in das Album hereinzuhören. Durch spannende Gastmusiker, wie den Pianisten von <em>Simon &amp; Garfunkel</em>, den Saxophonisten von<em> Gogol Bordello</em> und den Trompeter von<em> Beyoncé</em> (!) wurde die bereits sehr gut geschriebene Musik auch in der Produktion hervorragend gewürzt, dass sich das Album insgesamt sicher zu den Top-Erscheinungen in diesem Jahr zählen darf. Unbedingt mal reinhören.</p>
<p><img class="alignnone" title="Große Musik aus flachen Landen" src="http://retrozension.de/images/rating_4star.jpg" alt="" width="420" height="14" /></p>
<p><object width="420" height="340" type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/XGjO9d211VQ&color1=0xfd5b5f&color2=0xf1a400&amp;ap=%2526fmt%3D18"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/XGjO9d211VQ&color1=0xfd5b5f&color2=0xf1a400&amp;ap=%2526fmt%3D18" />This video was embedded using the YouTuber plugin by <a href="http://www.roytanck.com">Roy Tanck</a>. Adobe Flash Player is required to view the video. </br>This video might not show up in your RSS Reader. You can however see the video when navigating to <a href="http://retrozension.de">Soundtrack of my Life | Retrozension.de</a></object></p>
<p><object width="420" height="340" type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/OWytgOBla1k&color1=0xfd5b5f&color2=0xf1a400&amp;ap=%2526fmt%3D18"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/OWytgOBla1k&color1=0xfd5b5f&color2=0xf1a400&amp;ap=%2526fmt%3D18" />This video was embedded using the YouTuber plugin by <a href="http://www.roytanck.com">Roy Tanck</a>. Adobe Flash Player is required to view the video. </br>This video might not show up in your RSS Reader. You can however see the video when navigating to <a href="http://retrozension.de">Soundtrack of my Life | Retrozension.de</a></object></p>
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