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	<title>Soundtrack of my Life &#187; Indie Pop</title>
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		<title>Recently Released &#124; Lo Fat Orchestra &#8211; The Second Word is Love</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 06:16:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BjEurope</dc:creator>
				<category><![CDATA[Electronica]]></category>
		<category><![CDATA[Indie Pop]]></category>
		<category><![CDATA[Lo Fat Orchestra]]></category>
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		<description><![CDATA[Urlaub in Polen. Das wäre mein erster Gedanke gewesen, wüsste ich nicht, dass ich mir ja selbst das Lo Fat Orchestra ins Laufwerk gelegt habe. Eigentlich ist das eine Lüge; nicht das mit dem Laufwerk, aber das mit dem Konjunktiv. &#8230; <a href="http://retrozension.de/recently-released-lo-fat-orchestra-the-second-word-is-love/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="border-image: initial; border-width: 10px; border-color: black; border-style: solid; margin: 10px;" title="Lo Fat Orchestra - The Second Word is Love" src="http://retrozension.de/images/lofatorchestra_03.jpg" alt="" width="175" height="175" /><em>Urlaub in Polen</em>. Das wäre mein erster Gedanke gewesen, wüsste ich nicht, dass ich mir ja selbst das <strong>Lo Fat Orchestra</strong> ins Laufwerk gelegt habe. Eigentlich ist das eine Lüge; nicht das mit dem Laufwerk, aber das mit dem Konjunktiv.<em> Urlaub in Polen</em>, dachte ich, obwohl ich die CD des<strong> Lo Fat Orchestra</strong> selbst ins Laufwerk gelegt hatte. So wird ein Schuh draus.</p>
<p><strong>The Second Word is Love</strong>. Ist eine Ansammlung von zehn Songs, die eigentlich gar nicht so Indie-Electro-Pop-Rockig sein müssten wie sie es sind, denn es sind allesamt Songs, die auch in der Elektrodisco nicht weiter auffallen würden. Es klingt in der Tat wie eine Mischung aus <em>Urlaub in Polen</em> (ja, das ist eine Band) und erinnert auch immer wieder stark an die <em>Woog Riots</em>. Ich würde für den Stil gerne Avantgarde-IndiePop als Begriff prägen, das Label Sounds of Subterrania! nutzt die Einordnung Elektronik Garagesoul. Nicht, dass das selbsterklärender wäre. Das Faszinierende dabei ist: es funktioniert prächtig.</p>
<p>Irgendwie verfolgt die Musik mit Ihren wenigen aber wahrscheinlich gut durchdachten Textzeilen einen scheinbar nihilistischen Ansatz. Zumindest sorgt die ständige Wiederholung der Lyrics für diesen Eindruck. Dieser wird insbesondere dadurch verstärkt, dass die Musik selbst kaum Emotionen zu verbreiten scheint. Die Musik ist da, sie transportiert im Zweifelsfall mit hohem Beat, viel Bass, viel Drums und viel Klangexperiment vor allem Tanzlaune, schert sich aber nur sehr bedingt um das, was die Stimme <strong>Christoph Schmids</strong> so an Message transportieren möchte. Und wieder: Das Faszinierende ist, es funktioniert prächtig.</p>
<p>Rein instrumental betrachtet brechen die Songs mit vielen Hörgewohnheiten. Das ist jetzt in sich nicht ganz so radikal, denn es gab schon andere, die ähnlich die Gewohnheiten brachen, aber für die Meisten dürfte der musikalische Ansatz doch noch eher neu sein. Der Bass ist das Hauptinstrument, die Beats des Drumsets setzen dem Ganzen ein ordentliches Gerüst auf. Der Rest darf froh sein, dass er mitmachen durfte. Man könnte meinen es geht hier um einen Elektro-Act, aber die Musik ist erfreulich handgemacht und atmet in jeder Sekunde die geistige Nähe zum Rock. Dennoch sind die oft effektbeladenen  Gitarren, Keyboards, auch mal die Streicher oder die Background-Sängerinnen eigentlich nur experimtierfreudig eingestezte Staffage. Man ahnt es schon: Das Faszinierende ist, es funktioniert prächtig.</p>
<p>Die Songs reißen einen mit, die Hooklines greifen schnell und ohne Sicherheitsabfrage zu und lassen einen im Zuhören nicht mehr los. Über allem steht dieses nicht zu vermeidende Gefühl, dass man Tanzen sollte, um der Musik den gebührenden Respekt zu erweisen. Sicher wird <strong>The Second Word is Love</strong> nicht für Jeden das Richtige sein; die Frage ist mal wieder wie weit man gewillt ist, den Tellerrand hinter sich zu lassen. Mit ein wenig Mut kann man aber dank dem <strong>Lo Fat Orchestra</strong> eine große weite Welt nur knapp hinter dem eigenen Gitarrengeschrammelsuppenteller finden. Meine Empfehlung: Ausprobieren! Besonders bei <strong>The Band is Broke</strong>.</p>
<p><img class="alignnone" title="Funktioniert Prächtig!" src="http://retrozension.de/images/rating_4star.jpg" alt="" width="580" height="35" /></p>
<p><object width="580" height="460"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/5aNGHQfokLc&amp;ap=%2526fmt%3D18" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed wmode="opaque" src="http://www.youtube.com/v/5aNGHQfokLc&amp;ap=%2526fmt%3D18" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="580" height="460"></embed></object><strong>Similar Posts:</strong>
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		<title>Recently Released &#124; Portugal. The Man &#8211; In the Mountain in the Cloud</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 15:05:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BjEurope</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alternative Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Indie Pop]]></category>
		<category><![CDATA[Indie Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Portugal. The Man]]></category>

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		<description><![CDATA[Mangelnden Fleiß kann man der Alaska/Oregon-Connection Portugal. The Man nicht nachsagen. Die Band aus Ex-Roadies hat sich mit extremem Tourprogramm und jährlichen Albumreleases in die Herzen einer immer größeren Fanschar gerockt und gespielt. Ich selbst bin seit dem zweiten Album Church &#8230; <a href="http://retrozension.de/recently-released-portugal-the-man-in-the-mountain-in-the-cloud/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="border-width: 10px; border-color: black; border-style: solid; margin: 10px;" title="Portugal. The Man - In the Mountain in the Cloud" src="http://retrozension.de/images/portugaltheman_06.jpg" alt="" width="175" height="159" />Mangelnden Fleiß kann man der Alaska/Oregon-Connection <strong>Portugal. The Man</strong> nicht nachsagen. Die Band aus Ex-Roadies hat sich mit extremem Tourprogramm und jährlichen Albumreleases in die Herzen einer immer größeren Fanschar gerockt und gespielt. Ich selbst bin seit dem zweiten Album <strong>Church Mouth</strong> treuer Albumkäufer und Konzertgänger der Band.</p>
<p>Das Fleißprogramm macht auch in diesem Jahr keine Pause. Am 17. Juli erschien mit <strong>In the Mountain in the Cloud</strong> das nunmehr sechste Studioalbum. Um soviel schon einmal anzudeuten: Ich habe so meine Probleme mit dem Album.</p>
<p>Der Stil der Band hat sich mittlerweile sehr stark weiterentwickelt. Insbesondere die Aufnahme des Tourkeyboarders <strong>Ryan Neighbors</strong> lies die Band ihre teils brachialen Gitarrenorgien zurückfahren und sich mehr den sanfteren, ausgeklügelteren Harmonien zuwenden.</p>
<p>Der Opener <strong>So American</strong> verrät zunächst noch Nichts über das Album. Die Melodieführung ist unverkennbar <strong>P.TM</strong>, ein wenig wird beatlesk mit Celli experimetiert, clapping und die rhytmische Gitarrenuntermalung im Refrain erinnern ein wenig an <em>Cat Stevens</em> <em>Peace Train</em>. Ansonsten reißt der Song zumindest während der ersten Durchgänge nicht unbedingt vom Hocker. Da kennt man deutlich kraftvollere Albumeröffner von der Band.</p>
<p><strong>Floating (Time isn&#8217;t)</strong> legt da auch nicht wirklich nach. Die Oh-oh-ooooh-bridge kommt einem sehr vertraut vor. Die Instrumentierung haut einen auch kaum vom Hocker. Wäre da nicht ein hervorstechendes Gitarrensolo, man könnte fast vergessen, wie viel Gitarre üblicherweise die Musik von <strong>Portugal. The Man</strong> <del>trägt</del> getragen hat.</p>
<p><strong>Got it all (This can&#8217;t be living now)</strong> ist da besser; mehr auf Druck geschrieben und eher dem bekannten Standard der Band entsprechend. Auch hier fällt auf, dass die Instrumentierung teils sehr stark dem Chanson entliehen wurde. Und überhaupt: Wie kann es sein, dass von elf Songs ganze sechs im Titel nicht ohne Klammer auskommen. Nennt doch eure Songs bitte gleich nach dem Refrain, wenn&#8217;s denn unbedingt sein muss. Aber das unentschlossene Doppeltitelausweisen kennt man sonst nur von schlechten Vier-mal-der-gleiche-Track-EPs und von Brian Adams.</p>
<p><strong>Senseless</strong> hält das Niveau zunächst, macht meines Erachtens dann aber zu wenig aus dem Refrain. Da wäre brachiale Klanggewalt gefragt, stattdessen gibt es viel zu aufdringliches Keyboardgeklimper mit sehr grenzwertigen Standardsounds. Not cool.<br />
So hangelt sich das Album weiter, teils mit guten Ansätzen, häufig mit einer Umsetzung, die zu wünschen übrig lässt. Richtig schlimm wirds bei<strong> Everything you See</strong> &#8211; Achtung, da kommt noch was &#8211; <strong>(Kids count Hallelujahs)</strong>. Bei dem pseudo-oboigen Keyboardsound und dem nachfolgenden Orgelklimperriff wünscht man sich den unmittelbaren Bandausschluss von Ryan Neighbors.</p>
<p>Das Album schlägt sich dann weiter so durch. Echte Highlights wollen auch nach dem vierten und fünften Durchlauf nicht auftauchen. Echte Schnitzer gibt es außer dem Tonunfall aus <strong>Everything you see (&#8230;)</strong> auch nicht mehr. Alles in allem wird das Album ab Track 8 (ich weigere mich, einen weiteren Klammertitel zu schreiben) erfreulicher, spannender und ehrlich gesagt sogar richtig gut.</p>
<p>Das eigentlich Verwunderliche ist aber nicht die erste Enttäuschung beim Reinhören in das Album. Das wahre Wunder ist, dass man nach vielleicht zehn oder auch erst nach zwanzig Durchläufen plötzlich anfängt das Album zu akzeptieren und ein Stück weit zu lieben. Ich hatte ursprünglich vor, eine schnelle, sehr unerfreute Kritik zum Album zu verfassen. Es fing dann aber doch an zu wachsen. Letzlich muss man festhalten, dass <strong>In the Mountain in the Cloud</strong> bei aller berechtigten Kritik plötzlich doch gut wird. Vielleicht ist gerade das die Kunst daran. Ich weiß es nicht.</p>
<p><strong>Portugal. The Man</strong> hatten schon deutlich schlechtere Alben, die mir meist erst nach einem Konzertbesuch ans Herz wachsen wollten.<strong> In the Mountain in the Cloud</strong> ist da deutlich besser, weil es ausgefeilter ist als man zunächst annimmt. <strong>Portugal. The Man</strong> hatten schon deutlich bessere Alben, allen voran <strong>Church Mouth</strong>, das mittlerweile schon fast klingt, als wäre es von einer anderen Band geschrieben worden. Und genau da liegt die Krux: <strong>Portugal. The Man</strong> sind mittlerweile eine Alternative Pop Band geworden. Die Zeiten der kleinen unbekannten Rockband aus Alaska sind quasi vorbei. Hier wächst ein mainstreamfernes Pop-Rock Monstrum heran, dass sich aufgrund seines Fleißes und seiner Andersartigkeit sein eigenes Mainstreampublikum definiert.</p>
<p><strong>Portugal. The Man</strong> sind heute größer denn je, eigenständiger denn je, immer noch unglaublich vielschichtig und experimentierfreudig. Die Band hat sich im Laufe der letzten drei Alben schrittweise neu definiert und ist sicherer, beständiger und glatter geworden. Leider leidet die Qualität der Alben insofern, dass dynamische Vielseitigkeit, erfreuliche Sperrigkeit und berührende Intimität verloren geht. Die Blogosphäre belohnt es für mich überraschend mit überschäumendem Lob, ich kann nicht umhin ein Stück weit den alten <strong>Portugal. The Man</strong> nachzuweinen. Das Album ist gut, aber auf seine eigene Weise dann doch irgendwie enttäuschend.</p>
<p><img class="alignnone" title="Unfassbar im wahrsten Sinne des Wortes. Aber doch nicht so gut wie erhofft." src="http://retrozension.de/images/rating_4star.jpg" alt="" width="580" height="35" /></p>
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		<title>You Asked For It &#124; Bored Man Overboard &#8211; Rogue</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Jan 2011 07:05:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BjEurope</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Label Hazelwood hat wieder einmal eine absolut höhrenswerte Veröffentlichung bevorstehen. Bored Man Overboard heißt die Band, die eine Melange aus IndiePop mit leicht folkigen Einflüssen zu ihrem Stil erkoren hat. Ich musste beim ersten Hören spontan an Editors und &#8230; <a href="http://retrozension.de/you-asked-for-it-bored-man-overboard-rogue/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="margin-top: 10px; margin-bottom: 10px; border: 10px solid black;" title="Bored Man Overboard - Rogue" src="http://retrozension.de/images/boredmanoverboard_01.jpg" alt="" width="175" height="158" />Das Label <em>Hazelwood</em> hat wieder einmal eine absolut höhrenswerte Veröffentlichung bevorstehen. <strong>Bored Man Overboard</strong> heißt die Band, die eine Melange aus IndiePop mit leicht folkigen Einflüssen zu ihrem Stil erkoren hat. Ich musste beim ersten Hören spontan an <em>Editors </em>und <em>Interpol</em> denken, was insofern lustig ist, da ich weder die ein noch die andere Band jemals wirklich gehört hätte und sie daher kaum kenne. Dennoch waren das die ersten Namen, die mir beim Sound von <strong>Bored Man Overboard</strong> in den Sinn kamen.</p>
<p>Fangen wir mal mit ein wenig Band-Trivia an. <strong>BMO </strong>kommen aus Schweden, genauer genommen aus dem inzwischen nicht mehr ganz so beschaulichen Stockholm. Sieben Köpfe formieren die Gelangweilten Überbordgeher. Laut Bandinfo sind <strong>BMO </strong>ganz schüchtern und bescheiden. Das ist immer ein guter Anfang.</p>
<p>Der Sound von <strong>Bored Man Overboard</strong> hat in etwa den selben sperrigen Charme, der einigen <em>R.E.M.</em>-Alben innewohnt. Insbeondere denke ich da an <em>Up</em>, wobei der Stil insgesamt kaum vergleichbar scheint, die Stimmung nach meinem Dafürhalten aber sehr wohl. Die Instrumentierung ist zunächst einmal relativ klassisch gehalten. Ergänzt wird die übliche Gitarren-, Bass-, Schlagzeug-Kombo durch Keyboard/Piano. Die Garnierung kommt dann in Form von Streichern und Bläsern, die zumeist eher der Atmosphäre als der Melodie unterstützend beistehen. Insbesondere in Bezug auf die Streicher ist mir das hin und wieder vielleicht ein bißchen zu dick aufgetragen, das kann aber natürlich auch Geschmackssache sein.</p>
<p><strong>Rogue</strong>, so der Titel des Debutalbums von <strong>BMO</strong> ist ein eher kantiges, dennoch ruhiges und melancholisches Album. Die Melodien schmiegen sich nicht unbedingt sofort ins Ohr, der Gesang ist fast fragmentarisch angelegt. Die relativ dumpf produzierte Instrumentierung lässt eine wunderbar düstere, fast nebelige Atmosphäre entstehen. Ziemlich passend für die dunkle Jahreszeit und durch die gute Produktion macht das auch wirklich Spaß.</p>
<p>Kritisch anzumerken ist, dass die Songs auf <strong>Rogue</strong> im Wesentlichen alle die selbe Stimmung zu Grunde legen. Auch die Variationen in Punkto Tempo und Songstruktur fallen eher spartanisch aus. Wenn man sich mit einem einzelnen Song nicht anfreuden kann, mag man sehr wahrscheinlich gleich das ganze Album nicht. Das ist insofern gefährlich, da <strong>Rogue</strong> Zeit braucht, um dem Hörer ins Ohr zu gehen. Mir erschloss sich der Charme erst mit dem dritten Durchlauf so richtig. Seit dem wächst das Album immer mehr. Einen echten Earcatcher kann ich aber dennoch leider nicht entdecken.</p>
<p><strong>Bored Man Overboard</strong> liefern mit <strong>Rogue</strong> ein respektables Erstlingswerk ab, das mit seiner düsteren Atmosphäre und guten Produktion durchaus zu überzeugen weiß. Es fehlt allerdings ein echter Ohrwurm, der einem den Zugang zum etwas sperrigen und schwermütigen Sound der Band erleichtert. Reinhöhren kann aber uneingeschränkt empfohlen werden. Gerade wo es doch inzwischen so früh dunkel wird &#8230;<strong>Similar Posts:</strong>
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		<title>Recently Released &#124; Trip Fontaine &#8211; Lambada</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Oct 2010 10:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BjEurope</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indie Pop]]></category>
		<category><![CDATA[Indie Rock]]></category>
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		<description><![CDATA[Es gibt diese Momente in der Musik. Man hört Musik einer Band und fühlt sich unmittelbar heimisch, verstanden, zufrieden, ja vielleicht sogar ein Stück weit erlöst. Für mich passiert das bei Bands, die erkennbar einen eigenen Stil prägen, die sich &#8230; <a href="http://retrozension.de/recently-released-trip-fontaine-lambada/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="border: 10px solid black; margin: 10px;" title="Trip Fontaine - Lambada" src="http://retrozension.de/images/tripfontaine_03.jpg" alt="" width="175" height="175" />Es gibt diese Momente in der Musik. Man hört Musik einer Band und fühlt sich unmittelbar heimisch, verstanden, zufrieden, ja vielleicht sogar ein Stück weit erlöst. Für mich passiert das bei Bands, die erkennbar einen eigenen Stil prägen, die sich von Vermarktungsgedanken zumindest scheinbar nicht beim Songwriting beeinflussen lassen, die sich vielleicht auch trauen die ein oder andere Konvention links liegen zu lassen und einfach das musikalisch raushauen, was in ihnen schlummert.</p>
<p><strong>Trip Fontaine</strong> schaffen genau das. Macht der Albumtitel <strong>Lambada</strong> vielleicht auch erst einen anderen Eindruck; schließlich sind wir alle noch geschädigt vom Jahr 1989, als ein gleichnamiger Song 10 Wochen lang die deutschen Charts anführte. Das Plattencover zu <strong>Trip Fontaines</strong> neuestem Werk dürfte da auch nicht ganz zufällig einen Strand zeigen, wenn&#8217;s auch nicht sehr brasilianisch aussieht&#8230;<br />
Widmen wir uns aber mal dem eigentlichen Inhalt des Albums; der Musik.</p>
<p>Den Anfang macht ein Ruf nach Kunst.<strong> I&#8217;ll gain eternal Life</strong> hat Tempo, fängt aber zunächst noch eher ruhig an. Bedächtige Melodie, ein weing Gitarrengeklimper, ein paar Synths, Bass und Drums. Der Refrain lässt dann aber den Song erst richtig zur Blüte kommen. Und damit wird eine der tragenden Säulen des Albums schon freigelegt: Rock mit aufgedrehten Verstärkern, ordentlich Overdrive und Kraft. <strong>No Guts</strong> geht mit noch mehr Tempo rein, erinnert entfernt ein bißchen an diverse<em> Bush</em>-Nummern, bleibt aber der <strong>Trip Fontaine</strong> Linie des Albums absolut treu. Schön auch hier der dynamische Umfang des Stücks; ruhige Passagen finden ihren Platz neben High-Voltage Rock. Das gefällt.</p>
<p>Besonders schön: <strong>The lastest Type of Flu</strong>. Fast schon jazzig steigt der Song ein. Ein bißchen Becken, dazu Klänge wie aus einem Rhodes Piano und einen Groove, der sich durch den ganzen Song zieht. Dazu wieder die sehr relaxte Gesangsstimme und dann ein Refrain, der kein Morgen zu kennen scheint. Ein echtes Highlight. <strong>Bobo</strong> <strong>Blues</strong> macht dan Erinnerungen an <em>Portugal. The Man&#8217;s Chicago</em> wach. Distortion auf 100% und es wird losgebrezelt, was das Zeug hergibt. Dabei kommen aber Melodie und Ideenreichtum keinesfalls zu kurz. Ganz im Gegenteil eröffnet sich nach dem ersten Sturm ein ganz neuer Song; es geht wieder relaxt, groovy und behutsam zu. Besungen werden die harten Zeiten, der Rotwein, die Sterne und man trifft sich dann doch wieder bei Distortion auf Voll und Los! Genial gut.</p>
<p>Erste Entspannung gibt der Song <strong>Wit Taker</strong> her, der tatsächlich das Tempo reduziert, etwas Besinnung einkehren lässt und &#8211; moment mal, was ist das für ein Krach? Auch hier lassen <strong>Trip Fontaine</strong> den Song sich verändern und haben den Mut die eigentliche Songidee weiter zu denken. Die Songs bekommen die Chance sich frei zu spielen und größer zu werden, als das zunächst den Anschein hat. Fast wie in Trance wird so der Song zu einem Hort der Improvisation und Experimentierfreude. Ein bißchen verrückt, aber wahrhaft. New Sweater ist dagegen ein geradezu klassischer Indie-Popsong. Kurz, knackig eingängig. Zum Mithopsen und -grölen und -singen.</p>
<p>Weiter gehts mit <strong>Muskelschwede</strong>, wo mal wieder die Belastungsgrenze des Equipments ausgereizt wird. Vollstoff auf allen Fronten und die ganzen 3:40. Das könnte dann wohl schon Post-Rock sein. Jetzt darf dann aber auch <strong>Mario Basler</strong> mal mitspielen. Eine obertonverzierte &#8220;Ballade&#8221; (schlechter Wortwitz!!!) geziert durch eine wunderbar klare Bridge und einen wundersamen Zwischenteil. Fantastisch gut.</p>
<p><strong>Take it easy, Karsten</strong> geht dann wieder etwas klassischere Wege und erinnert mich ganz stark an eine andere Band, mir ist aber bislang noch nicht eingefallen, an welche. Da ist nur dieses Gefühl &#8230; Wie dem auch sei; gute Indiepop-Nummer, schön untermalt mit Trompete an genau der richtigen Stelle. Sehr gut. Sehr gut auch <strong>Doom 1</strong>, das wieder einen Ticken schräger ist, bekannte Songstrukturen eher abzulehnen scheint und sich dennoch wunderbar zusammenfügt.</p>
<p>Den Schlusspunkt darf dann <strong>Sparkles</strong> setzen. Hier wird nochmal geradzu klassisch gerockt. Dabei ist Sparkles nochmal eine ungehemmte Rocknummer die ein würdiges Ausrufezeichen hinter das gesamte Album setzt.</p>
<p><strong>Lambada</strong> ist zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd gewöhnlich. <strong>Trip Fontaine</strong> haben ein Album zusammengestellt, das seinesgleichen suchen muss. Hier wird auf höchstem Niveau gerockt, dabei kennt die Band keine Angst vor ihrer eigenen Courage und keinen Respekt vor &#8220;Betreten-Verboten&#8221;-Schildern. Hier wird abseits der Wege gerockt. Dazu kommt eine makellose Produktion, die überhaupt keine Wünsche offen lässt. <strong>Trip Fontaines</strong> drittes Album ist nicht bloß gute Musik, das Album hat das Zeug, dass beste Album des Jahres zu sein. Hier scheint eine Band über sich selbst hinaus gewachsen zu sein, die ich vorher noch gar nicht kannte, die aber nach <strong>Lambada</strong> unbedingt gekannt werden sollte.</p>
<p><img class="alignnone" title="Groß, größer, LAMBADA!!!" src="http://retrozension.de/images/rating_5star.jpg" alt="" width="420" height="14" /><strong>Similar Posts:</strong>
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