For Your Interest | Gorillaz – Plastic Beach vorab im Stream

Was soll ich da noch groß sagen? Das Jahr der mit Spannung erwarteten Veröffentlichungen wird von den Gorillaz eröffnet. Plastic Beach heißt die neue Scheibe/Anhäufung von Bits und kann gütigerweise zum Beispiel hier vorab gestreamt werden. Wems gefällt: Bitte Kaufen!

Mein Erster Eindruck: WTF!?!?!?!?!?!?!?!?!

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Retrozension | Fun lovin’ Criminals – Come find Yourself

Fun Lovin' Criminals - Come find YourselfManchmal, aber nur manchmal soll Musik einfach nur Spaß machen. Ich denke da mir Garantie nicht an so Dinge die man auf Malle als Musik bezeichnet und auch die akustischen Extremausfälle, die manche Menschen sich beim Après-Ski so antun sind nicht, an was ich gerade denke.

Vielmehr habe ich gerade, und das ganz wortwörtlich, die Musik der Fun Lovin’ Criminals im Kopf. Ganz speziell das Album Come Find Yourself aus dem Jahr 1996. Das Erstlingswerk der Band aus NYC macht nämlich einfach tierisch Spaß und lässt sich nicht nur als Musik bezeichnen, man kann sogar mit Fug und Recht behaupten, dass es sich dabei um ausgezeichnet gute Musik handelt.

Der Musikstil lässt sich als Alternative Rock, bzw. Alternative Hip-Hop klassifizieren. Dabei entfalten die Jungs einen Charme, der einen mitnimmt und extrem aufheitern kann. Der Opener Fun Lovin’ Criminals folgt der Tradition vieler Hip-Hop Alben (so zumindest mein Klischee davon) zunächst einmal die Band zu “introducen”. Macht aber nix, außer Spaß. Reiner Hip-Hop ist ziemlich was ganz anderes. Ich würde hier eher eine Melange aus Rock mit leichten jazzig-loungigen Einflüssen unterstellen. Passive-aggressive folgt diesem Stil, wie überhaupt so ziemlich das ganze Album und eignet sich so fast zur Tiefenentspannung. Hier bricht lediglich der Refrain mit krass-verzerrten Gitarrensounds ein wenig aus dem Schema.

Scooby Snacks gehört dann wohl zu DEN Kultsongs der Band. Angereichert mit zahlreichen Originalton-Zitaten aus Quentin Tarantinos Meisterwerken Pulp Fiction und Reservoir Dogs. Dazu ein ziemlich cooler Bassriff und ganz Tarantino typischen Gitarrensounds ist der Song zu Recht gut bekannt und kann durchaus auch ein Albumhighlight genannt werden. Smoke ‘em zeigt sich dann wieder ganz entspannt. So lässige Bassriffs kennt man ziemlich wenige. Wirklich toll. Dazu die sehr relaxte und voluminöse Stimme von Hugh “Huey” Morgan. Das passt einfach vorne und hinten.

Bombin’ the L erinnert mich dann ein bißchen an die Beastie Boys, aber eigentlich nur vom Gitarrenriff. Wirklich begründen kann ich es nicht. Die Nummer ist auf jeden Fall eine der hektischeren auf dem Album. Soll aber keine Kritik sein. Nach der Hektik muss dann natürlich wieder eine Nummer wie I can’t get with That kommen. So sanft …….. .

So gehts dann im Grunde auch weiter. Mal ein bißchen schneller, mal wieder hundertprozentig relaxt, aber immer mit Klasse und dem nötigen Funk. Besonders hervorheben möchte ich da noch das Louis Armstrong Cover des James Bond Soundtrack-Songs We have all the time in the World. Wenn man schon versucht Louis Armstrong zu covern, dann kann das fast nur so funktionieren. Wirklich gut. Auch Methadonia sollte als Highlight nicht unerwähnt bleiben. Könnte übrigens fast von Barry White sein, aber nur fast. Außerdem I can’t get with That in der Schmoove Version. Mein perönlicher Favorit auf dem Album.

Die Fun Lovin’ Criminals gehören zu den erstaunlichen Musikern, denen es gelingt den Spaß den SIe beim musizieren haben zu 95% direkt an die Hörer weiterzugeben. Zwischen all dem eher schwermütigen Zeug, dass ich sonst so höre muss ich den FLC wohl das Etikett “Ausnahme” deutlich anheften. Ich freu mich aber, dass mir die Musik empfohlen wurde. Come Find Yourself ist eine wirkliche Erweiterung meiner Musiksammlung und wird immer wieder mal ausgiebigst gehört.


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For Your Interest | Amplive – Radioheadz Rainydayz Remixes

Amplive - Rainydayz RemixesNachdem die Gerüchteküche bereits früh hochgekocht war, dass sich ein mir völlig unbekannter DJ/Mixer/Produzent/
Wasauchimmerersichnennt namens AmpLive plant, Radioheads neuestes Album In Rainbows zu remixen. Nachdem dazu eine Unterlassungsverfügung erlassen wurde und diese letztendlich doch wieder aufgehoben wurde ist es nun so weit. AmpLives Rainydayz Remixes stehen zum Download bereit. Das alles mit dem wunderschönen Kommentar: It’s not up to You. It’s free. Soll heißen: Der Download ist völlig kostenlos zu tätigen, und dabei dennoch völlig legal.

Als Grundmaterial hatte AmpLive Zugriff auf Mastertapes der Radioköpfe. Das ganze wurde dann noch gewürzt mit Vocals von so namhaften MCs wie Too $hort, MC Zumbi of Zion I, Chali2na of Jurassic 5, Codany Holiday, und Del The Funky Homosapien. Kennt ihr nicht? Ich auch nicht. Macht aber nix. Entstanden sind so zumindest satte 8 Tracks, sorry ich meine Trackz.

Das Ergebnis lässt sich dann aber durchaus hören. So ein bißchen wie Radiohead (ach nee) gekreuzt mit Gorillaz und allem was man sonst so aus der Remix-Ecke kennt. Sicher nichts für eingefleischte Indie- und Alternativefreunde, wer aber bereits den Mut entwickelt hat ein Stück weit über den Tellerand hinauszuschauen, respektive: zu hören, der wird es sicher nicht bereuen. Spaß macht der Remix allemal. Das Original bleibt aber unerreicht.

P.S.: Den Bass-Booster sollte man vorher aber besser ausschalte. Das dröhnt!

Hier gehts zum Download!

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Retrozension | Rhombus – Future Reference

Rhombus - Future ReferenceUnd wieder einmal schreibe ich über eine Platte, die eigentlich gar nicht in meiner Musikbibliothek stehen dürfte. Rhombus machen Musik mit der ich eigentlich gar nichts anfangen kann: Die Label Dub und Hip-Hop stehen ganz groß im Raum. Das ganze wird gewürzt mit Einflüssen aus Reggae und Jazz und Soul und erinnert dabei ein bißchen an Gorillaz, Jamiroquai und die Fun Lovin’ Criminals.

Über Rhombus zu schreiben macht mir aus noch einem anderen Grund große Freude. Rhombus kommen aus Neuseeland, genauer gesagt aus der grandios schönen Hauptstadt Wellington. Über Musik aus Neuseeland zu stolpern ist für den durchschnittlichen Mitteleuropäer gar nicht so einfach, die meisten Bands werden hierzulande völlig zu Unrecht gar nicht wahrgenommen und so freut es mich, zumindest einige davon mal ein wenig ins Licht rücken zu können.

Das ich mit Rhombus starte war dabei eigentlich nicht geplant, aber irgendwie kam ich am Sonntag auf die verrückte Idee mal wieder die Scheibe Future Reference zu hören und hab den totalen Zugang dazu gefunden. Seit dem “dreht” sich nicht viel anderes auf meinem iPod. Die Rhombus-Crew ist im Grunde durchaus mit den Gorillaz vergleichbar. Es handelt sich hier weniger um eine feste Band, als um eine Kooperation mehrerer in Neuseeland bekannter Musiker, die Rhombus eben als Nebenprojekt betreiben. Wechselnde Besetzung und das Zusammentreffen mehrerer Genres zeichnen die Band dabei im Wesentlichen aus.

Future Reference ist die zweite Platte von Rhombus. Die andere kenne ich bislang nicht, werde das aber mit Sicherheit demnächst ändern. Die Stimmung der Platte zu beschreiben fällt mir unglaublich schwer. Obwohl ich, als ich in Neuseeland war, maximal zweimal in die Platte reingehört hatte, erinnert sie mich momentan sehr an meine Zeit dort. Das Lebensgefühl der Kiwis ist perfekt eingefangen – unbeschwert und doch ernsthaft, entspannt und doch voll konzentriert. Die Platte beginnt mit einem Text in Maori, den ich absolut nicht verstehe. Danach zeigt der eigentliche Opener Mile High wohin die Reise geht. Und diese Formulierung war noch nie so war wie in diesem Fall. Der MC schlüpft in die Rolle eines Flugcapitains und begrüßt uns erstmal auf der Reise. Das ganz mit einem zwinkernden Auge und hinterlegt mit einem unglaublich mitreißenden Reggae-Groove, dass die Schwarte kracht. Da will sogar ich anfangen zu tanzen, und das soll was heißen.

In ähnlicher Manier finden sich einige Songs auf Future Reference, etwa Haver (wirklich gut) oder auch Pocket Full Of Seconds (in welchem der MC dem Hörer gesteht, dass er gerade nur seine Zeit stiehlt). Zwischen den eher Hip-Hop gepräten Stücken finden sich dann auch immer wieder ein paar sehr soulige R’n’B-hafte Stücke, und obwohl ich bei dieser Musik häufig das Gefühl habe einen Ausschlag zu entwickeln schaffen Rhombus es, mich zum Zuhören zu Bewegen. Sei es mit Swans oder Scorching Bay. Besonders schön ist bei letzterem auch das Trompetensolo, dass auch auf einer Joe Kraus-Platte nicht fehl am Platz wäre. Wirklich gutes Zeug.

Was man der Rhombus-Crew bei wirklich jedem Stück anmerkt, ist der Spaß den die Jungs und Mädels beim Musizieren haben. Da merkt man, dass die Musiker beim Produzieren nicht (nur) an Verkaufszahlen denken, sondern einfach nur eine Platte machen wollen, die zunächst einmal ihnen selbst gefällt. Solche Platten haben meiner Meinug nach den größten Charme, und Neuseeland hat davon eine ganze Menge zu bieten. Future Reference gehört definitiv zu den Ausreißern in meiner Musiksammlung, aber die Platte hat sich inzwischen einen festen Platz in meiner Neuseeland-Favoritenliste erobert. Nicht ganz oben, aber auf jeden Fall ziemlich weit vorn.

Ich will zurück nach Wellington!!! Tolle Musik.

Weiter Informationen zu Rhombus gibts auf deren Homepage. Leider aber nix zum Probehören. Dafür kann man Future Reference aber hier downloaden (nachdem man dafür bezahlt hat natürlich).

Und da hab ich Rhombus noch auf MySpace entdeckt. Natürlich mit Hörbeispielen. CloudKicks stammt von Future Reference. Und den Titel Swans gibts hier im Remix:

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Und dann noch TOOS Matsuri Mix (kannte ich bislang auch nicht)

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Retrozension | Gorillaz – Gorillaz

Gorillaz - Gorillaz

Es gibt diese Momente, da passieren Dinge, die man im Leben nicht für möglich gehalten hätte. Einer dieser Momente ereilte mich, als ich bei der Bundeswehr war. Irgendwann in dieser Zeit schauten wir abends gemeinsam fern und stolperten dabei auch über MTV, wo plötzlich eine musikalische Urgewalt los brach: Das Video zu Clint Eastwood der für mich bis dahin nie gehörten Gorillaz. Für mich am überraschendsten war damals, dass ich glaubte die Stimme des Blur-Sängers Damon Albarn ausmachen zu können zwischen den Hip-Hop Beats und Rapeinlagen.

Was ich zunächst für unmöglich gehalten hatte, erwies sich aber dann doch als war und obwohl ich damals nicht sicher war, ob ich mich mit der Musik der Gorillaz anfreunden könnte, stellte sich für mich dann doch heraus, dass es ging. Ziemlich gut sogar.

Die Gorillaz stiessen mit ihrem Debut-Album für mich eine Tür in eine bis dahin ungekannte Musikrichtung auf. Obwohl ich “echten” Hip-Hop bis heute meide haben die virtuellen Musiker der Gorillaz mir die Musikrichtung grundsätzlich näher gebracht. Das ich überhaupt ein offenes Ohr für diesen Crossover hatte lag wohl daran, dass man zum einen ganz deutlich merkt mit wie viel Energie und Spaß die reellen Musiker an dieser Platte gearbeitet hatten. Zum anderen ist meine Begeisterung für musikalische Experimente schon lange sehr groß, besonders wenn diese so wunderbar hörbare Songs hervorbringen.

Der ersten Single Clint Eastwood konnte damals wohl kaum jemand entgehen, aber das schöne ist, dass die Platte noch wesentlich mehr zu bieten hat:  19-2000 besipielsweise, oder aber auch Tomorrow Comes Today, Starshine oder auch der Opener Re-Hash. Mein absoluter Favorit bleibt aber das sehr kompromisslose und wenig radiotaugliche M1A1. Mit diesem Album schufen die Gorillaz ein Werk, an dem sich fast alle Bands eine dicke Scheibe abschneiden könnten, was das Neuerfinden von Musik betrifft. Statt dem ewig gleichen Rezept zu folgen und austauschbare Songs zu produzieren wagten die Musiker hinter den Zeichentrickfassaden es über den Tellerrand ihrer Genres hinauszublicken und zusammenzuführen, was vordergründig nicht zusammengehört.

Das Ergebnis spricht für sich und gehört vermutlich zu den wichtigsten Platten des aktuellen Jahrzehnts. Wer sich noch nicht mit dem Phänomen Gorillaz beschäftigt hat, sollte dies dringend nachholen. Und selbst wenn man das Ergebnis musikalisch nicht nachvollziehen kann, den gebührenden Respekt kann man den Schaffern der ersten Vollcomicband der Musikgeschichte wohl nicht vorenthalten.

Ein ALbum, das die Musik vorangebracht hat

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