Recently Released | Woog Riots – PASP

Es ist das erste Mal, dass ich eine CD, die ich über meine Nebentätigkeit bei Popkiller.de kennengelernt habe, auch auf meinem persönlichen Blog vorstelle, doch das hat seine wirklich guten Gründe.

Die Band, um die es hier geht sind, wie dank des Covers unschwer zu erraten die Woog Riots. Die Band war mir bis Samstag völlig unbekannt, PASP ist aber schon deren zweites Album. Netterweise wurde der eigentlich schon etwas längere Titel des Albums – People, Animals, Places & Society – bereits durch die Künstler auf die Anfangsbuchstaben reduziert. Das erspart dem geneigten Blogger das lange Ausschreiben des Titels oder das eigenmächtige Abkürzen.

Erstmal zur Combo: Woog Riots, das sind Silvana Battisti und Marc Herbert und die stammen mehr oder weniger aus Hamburg. Dank eines Tribute-Albums und eines Debuts, mir persönlich beides unbekannt, konnten die beiden schon einige kleinere Erfolge feiern und unter anderem Deutschland, Finnland und England betouren.

Nun zum Album: PASP unterteilt sich in vier Themenbereiche, man errät es schon fast: People, Animals, Places & Society. Das tolle ist, dass die Texte auch tatsächlich auf diese Themenbereichen passen. Wenn auch zugegebenermaßen mit Interpretationsspielraum. Aber was bietet PASP denn nun musikalisch? Nun, vor allem mal eine erste Überraschung, denn bei den ersten Takten glaubt man erst nicht so recht, dass das wirklich gute Musik sein soll. Ist es aber. Simpel, vielleicht gar banal, aber irgendwie mit Tiefgang und vor allem mit einer gehörigen Portion Humor und Spaß.

Eine Einordnung in Genres kann im Grunde nur Missglücken, denn die Woog Riots erlauben sich, munter aus allen möglichen Einflüssen zusammenszuschmeißen, was ihnen gerade in den Sinn kommt. Dazu noch ein wunderbar sinnfreier (scheinbar) aber tiefsinniger (mit etwas Fantasie) Text. So zum Beispiel beim Opener People Working with Computerssome have money, some have none, some are women, some are men“. Sozusagen Nihilismus in Reinform. Auch schön (und einer meiner ersten Favoriten) ist Octopussy, der von Zwangsverschuwlten Tintenfischen handelt – zumindest scheinbar, oder doch wirklich?. Oder Backstage Lemonade mit Zeilen wie “I’m sitting Backstage with my mom, drinking lemonade (bzw: eating chocolate cake)“. Macht eigentlich keinen Sinn und hat erstaunlich wenig Message, aber was solls.

Das Album macht von vorne bis hinten einen Heidenspaß. Ich komme kaum davon los, seit es die erste Runde im CD-Spieler absolviert hat. Immer wieder versuche ich mich durch andere Musik abzulenken, aber ein kleines Teufelchen in meinem Kopf singt mir kontinuierlich “Livingroom, Monday, Livingroom Tuesday, Livingroom, Wednesday, Thursday, too” ins Ohr. Also doch wieder Woog Riots angemacht und innerlich gelacht. Diese Wirkung kannte ich bisher nur inetwas anderer Form von Green Day.

Gelobt habe ich das Album schon auf Popkiller.de. Hier möchte ich mich dennoch wiederholen: Das Album ist ein Geniestreich und das ist umso erfreulicher, da es sich um einen deutschen (ok, italienisch-deutschen) Act handelt, der mir hier den Kopf verdreht. Unbedingt reinhören! Wirklich! Echt jetzt!

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