Recently Released | Jack Johnson – Sleep through the Static
Der Gitarrenpop-Barde schlechthin hat es mal wieder getan und sein mittlerweile fünftes Studioalbum unters Volk gebracht. Jack Johnson hat ja mittlerweile das Potential entwickelt, sehr stark zu polarisieren. Da gibt es diejenigen, die quasi gar nicht genug von seiner Musik bekommen können und dann gibt es die anderen, denen der sehr seichte Lagerfeuerpop des Herrn Jackson tierisch auf den Zeiger geht. Das ich mich eher dem ersten Lager zuzuordnen habe ist wohl keine Überraschung – warum sollte ich sonst auch hier eine Rezension verfassen.
Nun, dann versuche ich mal, dem neuesten Werk von Jack Johnson gerecht zu werden. Sleep through the Static ist im Grunde ein typisches Jack Johnson Album, was den Songcharakter betrifft. Ruhige, teils nachdenkliche Gitarrensongs, die von der ungemein sanften Stimme des verantwortlich zeichnenden Künstlers begleitet wird.
Einiges ist aber auch ganz anders als bisher; Jack Johnson verlässt sich mittlerweile mehr auf seine Backing-Band, als er dies noch zu Zeiten von In Between Dreams und On and On getan hatte. Das ist zunächst einmal schade, weil eine der großen Stärken von ihm immer war, dass er es verstand sehr eindrucksvoll und dabei minimalistisch seine kompositionen zu untermalen. Das erzeugte bisher eine intime Lagerfeueratmosphäre, die durch die stärker bandlastige Komposition leider etwas verloren geht.
Was auch anders ist, ist der Einsatz von sehr viel elektrischer Gitarrenkraft. Bislang klang Jack Johnson zumindest mehr oder weniger nach Akustikgitarre. Jetzt hat Jack sich dazu entschlossen etwas mehr mit der nicht ganz so umweltfreundlichen Gitarrenvariante zu arbeiten – immerhin verbraucht eine E-Gitarre ja Strom. Ein Problem, dessen sich Jack und seine Band übrigens bewusst sind, weshalb auf dem Plattencover ausdrücklich vermerkt ist, dass das Album ausschließlich mit umweltfreundlichem Solarstrom aufgenommen wurde.
Gerüchte besagen ja, dass das entscheidende an einer CD sie Musik sein soll. Dieser gewagten Theorie folgend kann ich nur sagen, dass Sleep through the Static ein wirklich gelungenes Album ist. Die Songs erzeugen viel Atmosphäre, nehmen einen mit und sorgen hin und wieder dafür, dass die Beine unbedingt zur Musik mitwippen wollen. Das ist beispielsweise bei dem sehr schönen Song Monsoon der Fall, aber auch bei der schon seit einiger Zeit im Radio laufenden Single If I Had Eyes. Auch sehr schön ist der Titelsong Sleep through the Static.
Um zu vermeiden, jetzt jeden einzelnen Song ausdrücklich zu loben, hier die kurze Zusammenfassung: Sleep through the Static enthält die typische Spannbreite an Jack Johnson Songs, vielleicht mit einem verstärkten Hang zu den eher ruhigeren Stücken, dafür soundmäßig etwas stärker an einer Band orientiert, die es aber versteht, den Songs das Leben einzuhauchen, dass ein gutes Album eben braucht. So zeigt sich auch, dass das bandlastige Ausrichten des Albums absolut kein Fehler ist. Sleep through the Static ist kein Monumentalwerk, aber ein durch und durch höhrens- und liebenswertes Album.

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For Your Interest | Jack Johnson mit neuem Album am Start
Passt ja ganz gut zum letzten Post. Jack Johnson hat es wieder getan und wird daher am 01. Februar sein neues Album Sleeping Through The Static veröffentlichen. Die Single If I Had Eyes kann man derzeit schon auf der Homepage von Brushfirerecords anhören und wird außerdem ab dem 10. Dezember via iTunes Music Store erhältlich sein.
Ebenso interessant dürfte schon im Januar das Release von Matt Costas Zweitwerk werden. Das nächste Jahr kann also getrost kommen. Gute Musik steht schon in den Startlöchern.
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Retrozension | Jack Johnson – On and On
Manchmal, aber nur manchmal, lernt man neue Interpreten in einem so perfekten Moment kennen, dass man anfangen mag an Vorsehung zu glauben. Meine erste Begegnung mit Jack Johnsons Musik war so ein Moment; ein ruhiger Grillabend mit netten Gesprächen über Gott und die Welt, die Grillen zirpen, das Feuer knistert und ein guter Freund hat glücklicherweise seinen iPod in Stellung gebracht um für die richtige Beschallung zu sorgen.
In jenem Fall war die richtige Beschallung sogar perfekt: Jack Johnson. Zuerst nam ich die Musik kaum war, aber plötzlichwurde mir bewusst wieviel Anteil an der guten Stimmung an diesem Abend die Musik hatte. Und Hand aufs Herz – in einer besseren Situation kann man die ruhige, bisweilen nachdenkliche aber irgendwie auch grundfröhliche Musik des hawaiianischen Surffreaks nicht kennenlernen. Abgesehen von einem Abend am Strand natürlich.
Nun was macht man als Musikverrückter wenn man grandioser Musik begegnet? Man will sie haben. Also Freund gebeten schnell mal eine CD zu brennen (mittlerweile habe ich sie dann auch gekauft) und dann rein ins Vergnügen. Und das Zweitalbum der Herren Johnson ist ein wirklicher Genuss. Das fängt damit an, dass man sich einfach der wirklich tollen Gesangsstimme ergeben muss. Wer da angespannt bleiben kann, dem ist vermutlich nicht mehr zu helfen.
Als nächstes fallen einem die wirklich tollen Melodien auf. Irgendwie scheint es, als kenne man alle Lieder schon, nur hat sie bislang niemand gesungen. Und das meine ich jetzt nicht in einer Bon Jovi-mäßigen, kennst du Eines, kennst du Alle-Weise, nein! Die Lieder von Jack Johnson haben etwas einzigartiges, etwas, das ich zumindest bis zu jener Spätsommernacht noch nicht kannte.
Dann ist da noch das fantastische Gitarrenspiel. Irgendwie scheinen selbst die schwierigsten Riffs so leicht zu sein, dass selbst ich dachte, ich könne die bestimmt auf der Gitarre nachspielen. Aber schon das Intro zu Taylor hat mir ziemlich deutlich meine Grenzen gezeigt. Wiedererkennbar wird es zwar, aber von der spielerischen Leichtigkeit eines Jack Johnsons kann ich nur träumen.
Erfreulicherweise sind trotzdem nahezu alle Songs auf dem Album bandtechnisch durch Schlagzeug und Bass abgerundet. Das erhöht zum einen den Rythmusanteil und ergänzt die Gitarrenarbeit quasi perfekt.
So finden sich dann auch einige Glanzstücke unter den immerhin 16 Tracks auf On and On. Meine Favoriten sind dabei das bereits erwähnte Taylor, Cupid, Holes to Heaven, Fall Line, Rodeo Clowns, Mediocre Bad Guys und der Schlussblues Symbol in my Driveway. Das sind jetzt schon sieben aus 16 Stücken. Wenn ich mir die anderne Songs genauer anhöre tendiere ich sogar dazu mehr oder weniger alle davon in meine Favoriteliste aufzunehemen. Kurzum, ich bin begeistert. Nachhaltig.

P.S. Es bleiben noch so viele Dinge, die über JJ zu sagen wären, aber die Spare ich mir vorerst einmal für die anderen Alben auf.
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