Retrozension | Fat Freddy’s Drop – Based on a True Story

Fat Freddys Drop - Based On A True Story

Und wieder habe ich die Ehre über eine echte Kiwi-Band zu schreiben. Wie schon Rhombus kommen auch Fat Freddy’s Drop aus Wellington, der schönsten Stadt der Welt. Musikalisch zeigen sich aber ein paar deutliche Unterschiede.

In völligem Unwissen über die Stilrichtung Ska, würde ich aus dem Bauch heraus sagen, dass der dicke Freddy dem Ska nicht fern ist. Schon die Instrumentierung mit Bass, Schlagzeug, Gitarre und Bläsern stützt diese Behauptung. Hinzu kommt, dass die Musik von Fat Freddy’s Drop sehr Reggae-lastig ist, zumindest was die rythmische Ausprägung betrifft. Gesanglich müsste man die Band dann aber doch eher in die Soul-Ecke stellen. Insgesamt kann man also von einer durchaus bunten Mischung sprechen, die aber sehr wohl gut klingt.

Zugegeben, ich wäre der Musik nicht angetan, wenn ich damit nicht ein paar Erinnerungen ans andere Ende der Welt verbunden hätte. Das liegt allerdings daran, dass ich grundsätzlich kein Freund des Ska, des Reggae oder der Soulmusik bin. Einer meiner Kollegen in Neuseeland verschaffte mir allerdings einen sehr breiten Einblick in die Musikszene von Neuseeland. Und dabei kann man über das Album Based on a True Story nicht hinwegsehen. Als ich Anfang 2006 in Wellington war, waren Fat Freddy’s Drop auf so ziemlich allen Radiostationen präsent. Der Erfolg der Band machte sogar keinen Halt vor den unendlichen Weiten des Erdenrund, und so kam es, dass FFD selbst in Deutschland veröffentlichten und am ersten Verkaufstag schon Gold erreichten. Für eine Chart-Platzierung hat es zwar nicht gerreicht, aber wen störts?

Das Album wird eröffnet von der ersten Single des Albums Ernie. Ein sehr rythmisches Klavierintro leitet den Zuhörer zunächst musikalisch ein bißchen in die falsche Richtung. Mit einsetzen der Band zeigt sich jedoch schnell, dass hier der Reggae “reggiert”. Besonders spannend wird die Musik aber durch die soul-lastigen Gesangslinien. Wie gesagt im Einzelnen können mich weder Soul noch Reggae begeistern. In der Mischung wird die Musik aber spannend und interessant. Sehr schön und entspannt geht das Album dann mit Cay’s Crays weiter. Da fängt man durchaus an, von Sonnenuntergängen am Tasmanischen Ozean zu träumen.

Ich will jetzt an dieser Stelle nicht Song für Song das Album durchsprechen, nur so viel sei gesagt: Das Album hat einen Charme, der sich mir nicht beim ersten Reinhören erschlossen hatte, aber mittlerweile immer deutlicher durchdringt. Ich kann daher nur empfehlen, beim nächsten Besuch im Plattenladen mal Ausschau nach Based on a True Story zu halten und einfach mal reinzuschnuppern.  Es ist immer noch nicht wirklich meine Musik, aber im richtigen Moment kann ich der Platte sehr viel abgewinnen.

3 gaaanz große Sterne

Zum Reinhören gibts vom Album Based on a True Story zwei Songs auf der absolut nicht gepflegten MySpace-Seite der Band. Und nicht irritiern lassen von der Angabe Grossbritannien, die ist falsch.

Nach dem grausigen MySpace Auftritt nun noch den Link zur Bandhomepage. Leider ohne Audio.

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