For Your Interest | Arctic Monkeys – Crying Lighting

Wieder ein Vorgeschmack auf ein kommendes Album. Die bereits im letzten Post erwähnten Arctic Monkeys, Release des neuen Albums Humbug am 21. August, haben ihren Song Crying Lightning bebildert.

Zugegeben, dass Video ist echt scheiße, aber der Song gefällt mir schon sehr gut.

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For Your Interest | Pearl Jam – The Fixer

Wenn das mal keine gute Zeit zu werden verspricht: Nicht nur Portugal. The Man, die Arctic Monkeys und Muse veröffentlichen (bald) neue Alben, auch meine langjährigen Begleiter Pearl Jam hauen im September einen neuen Longplayer namens Backspacer auf den Markt.

Erste Hörprobe gibts zum Glück auch schon. Die Single The Fixer ist unter anderem bei YouTube zu belauschen. Die Reaktionen sind erstmal sehr gespalten und man darf ruhig anmerken, dass die Nummer erst einmal nicht unbedingt nach knallhartem Rock klingt. Da sich Pearl Jam Alben aber meist wie ein Rotwein verhalten und erst nach dem Öffnen den vollen Geschmack entfalten, möchte ich hier gar nicht bewerten sondern nur den Korken schon einmal anpiksen.

Also, schnuppert schonmal.

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Four your Interest | Muse – United States of Eurasia

Muse gehören für mich derzeit zu den spannendsten Bands. Wenig verwunderlich also, dass ich mich schon sehr auf das im September erscheinende Album The Resistance freue. Um die Wartezeit etwas zu verkürzen kann man schon jetzt den Track United States of Eurasia anhören.
Ob und wenn ja inwieweit Mitglieder der Band Queen an der Entstehung beteilgt waren bleibt zunächst unklar.

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Recently Released | Portugal. The Man – The Satanic Satanist (Special Edition)

Seit nunmehr etwas über zwei Jahren gibt es meinen kleinen bescheidenen Blog nun schon, und es gibt wohl keinen Band die für mich so sehr mit meinem Blog verbunden ist, wie Portugal. The Man. Aufmerksam geworden bin ich auf die damals noch Dreierkombo seinerzeit (schönes Wort) über den Alternativ Music Blog (siehe Linkleiste) und ich war hellauf begeistert. Seitdem haben Portugal. The Man in jedem meiner Blogjahre einen neuen Longplayer herausgebracht. 2007 war es das sehr geniale Church Mouth, im letzten Jahr gab es Censored Colors und in diesem Jahr wurde letzten Freitag der Nachfolger The Satanic Satanist veröffentlicht.

Ich kenne auf Anhieb keine andere Band die einen solchen Veröffentlichungsmarathon so konsequent durchgehalten hat, vor allem wenn man bedenkt, dass auch das Erstlingswerk Waiter: “You Vultures!” 2006 in diesem Jahresrythmus veröffentlicht wurde. Als Green Day nach ihrem Erfolg mit Dookie gleich im nächsten Jahr den Nachfolger Insomniac auf den Markt brachten ging das zumindest komerziell ziemlich schief. Zugegeben, auch Censored Colors vermittelt ein klein wenig den Eindruck, dass etwas mehr Zeit gut getan hätte. das Werk etwas reifen zu lassen und auch den ein oder anderen Track vielleicht nicht zu veröffentlichen. Meine Meinung jedenfalls.

Auch The Satanic Satanist erwischt einen eher ebscheidenen Start. People Say klingt mir persönlich zu glattgebügelt, zu sehr auf Pop getrimmt und ein klein wenig scheint es fast, als wollten Portugal. The Man auf biegen und brechen endlich im Mainstream ankommen. Work all Day versöhnt da schon wieder ein bißchen, während Lovers in Love wieder falsch abbiegen möchte. Auch hier wieder ein klanglich wenig mutiges Arrangement das auf den ersten Eindruck etwas zu brav klingt. In Form kommen Portugal. The Man dann mit The Sun. Hier erkenne ich jene Qualitäten wieder, die die Band momentan so einzigartig machen. The Home kommt dem sogar noch näher. Hier kann man sich direkt hineinversetzt fühlen, in die wirklich guten Live-Auftritte der Band. Interessante Mehrstimmigkeiten, ein guter Groove und Melodien, die es bislang wirklich nur bei P.TM gibt. Ein wenig fehlt mir die Entfesselung des Rocks, wie sie so fantastisch auf Church Mouth gelungen war, aber das will ich gar nicht mal überbewerten.

Ab hier haben es Portugal. The Man dann geschafft. Jetzt macht das Album wirklich Spaß, es wird dezent experimentiert, es werden eingängige Songs erschaffen, die vielschichtig genug sind, um nicht schnell eintönig zu werden. Besonders gut gelungen finde ich den Song Everyone is Golden, aber um wirklich verlässlich Favoriten zu benennen ist es momentan noch zu früh.

Die Special Edition des Albums bietet zusätzlich zum Studioalbum noch eine Akustik-Fassung des Albums unter dem Titel The Majestic Majesty, auf dem lediglich der Song Let You Down fehlt. Der Mehrwert ist jetzt nicht gerade phänomenal, aber rechtfertigt für Fans durchaus den kleinen Aufpreis. Besonders schön ist auch das Digipack der Special Edition, das sich sehr aufwendig gestaltet zeigt und sich in alle Richtungen aufklappen lässt, bis es die CDs freigibt. Sehr schön. In der Originalität vergleichbar mit Mugisons Mugiboogie.

Was mir noch aufgefallen ist, ist dass der bisherige Drummer Jason Sechrist nicht mehr in den Credits finden lässt. Als Drummer wird hier nur unter Guests Garrett Lunceford geführt. Jason Sechrist (und seine Familie) tauchen lediglich unter den Danksagungen auf. Auch nennt sich die Band in den Credits nicht Portugal. The Man sondern Approaching AIRballoons. Was da wohl der Hintergrund ist?

Das Album ist auf jeden Fall ein guter Release. Besser und besser zugänglich als Censored Colors, aber leider in Sachen Kreativität hinter den beiden Vorgängern Waiter: “You Vultures!” und Church Mouth. Dennoch bin ich mir sicher, dass auch dieses Album insgesamt ein würdiger Zuwachs zur Diskographie von Portugal. The Man/Approaching AIRBalloons ist. Auf die Tour freue ich mich auch schon jetzt.

Audiohäppchen von The Satanic Satanist:

People Say

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Work all Day

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Lovers in Love

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Recently Released | Samsung – Galaxy i7500

Von Zeit zu Zeit muss man sich auch mal ein neues Handy leisten. Als Blogger, Gelegenheitstwitterer und internetaffiner Zeitgenosse hat man da natürlich das Bedürfnis seine Emails, Tweets, IMs etc. auch unterwegs im Auge zu haben. Glücklicherweise kann man das mittlerweile auch ganz einfach organisieren.

Es ist kein Geheimnis, dass das Top-of-the-Line Produkt in dieser Kategrie unangefochten das iPhone von Apple sein dürfte. Mit all seinen Nachteilen wie nicht (selbst) austauschbarem Akku, relativ bescheidener Hardwareausstattung, verglichen mit Konkurrenzprodukten und hohen Zugangshürden ist das iPhone wohl dennoch das schickste, am besten durchdachte Gerät, dass derzeit auf dem Markt ist. ABer wer sich unabhängig von einem Provider so ein Telefon anschaffen will, muss entweder viel Geld in die Hand nehmen und dann noch illegal Sim- und/oder Netlock aushebeln, um in den Genuss des Geräts zu kommen oder aber noch mehr Geld in die Hand nehmen um gleich ein Sim- und Netlock feies Gerät zu erwerben. Wir reden hier von Preiesn die für die 32 GB-Version in einigen Webshops um die 1000 € rangieren. Für ein Telefon wohlgemerkt.

Das schöne an der freien Marktwirtschaft ist aber ja die Tatsache, dass es immer Konkurrenten gibt, die versuchen die marktbeherrschende Stellung einzelner Anbieter zu brechen. Dabei stehen einem derzeit im wesentlichen drei Alternativen zur Verfügung: Smartphones mit herstellereigenen Betriebssystemen wie etwa Symbian, Telefone mit Windows Mobile und zuguterletzt das neuste unter den Betriebssystemen: Google Android. Für mich, der schon seit längerer Zeit intensiv in Googles Services eingetaucht ist und diese intensiv nutzt war die wahl also einfach. Ein Android-Telefon sollte es sein.

Mit Samsungs Galaxy kam dann auch gerade vor etwas mehr als einer Woche ein Telefon heraus, dass in seinen Versprechungen genau meinen Anfordeurngen entspricht. Schickes Design, gute Hardware und Android-System. Nach mittlerweile einer ganzen Woche mit dem kleinen Androiden möchte ich hier kurz wiedergeben, inwieweit sich die Erwartungen erfüllt haben.

Das Gerät selbst…

… ist sehr schick. Kommt zwar Designtechnisch schon deshalb nicht an das iPhone heran, weil es eben mehr nach Telefon aussieht, aber was die Produktdesigner von Samsung da gestaltet haben, gefällt mir persönlich sehr gut. Die VErarbeitung ist sehr hochwertig, die Tasten sind fest und wackeln nicht unnötig, sind gut platziert und lassen sich nach kurzer Eingewöhnung intuitiv bedienen. Das Material fühlt sich hochwertig an, wird aber dank des Hochglanzlacks natürlich schnell fettig. Tragisch ist das allerdings nicht weiter, wie ich finde. Ausgestattet ist das Gerät mit einem digitialen Kompass, Lagesensoren, GPS, einer 5 Megapixelkamera, einem 3,2 Zoll AMOLED-Display (sowas organisches), Bluetooth, einem 3,5 mm Standardkopfhöreranschluss und 8GB internem Speicher, theoretisch erweiterungsfähig über MicroSD Karten, die bis 32GB fassen dürfen (Ich konnte aber maximal 16GB Karten finden). Der Akku ist gegenüber den beiden bisher erhältlichen HTC-Androiden mit 1500 mAH relativ üppig ausgestattet.

Das Display stellt sehr scharfe und auch sehr helle Bilder dar und ist daher auch bestens in gleißender Sonne ablesbar (auch wenn ich in der letzten Woche kaum Gelegenheit hatte, das im Detail zu testen). Gelegentlich ist ein schwaches Flimmern zu entdecken, dass mir erst aufgefallen ist, nachdem ich die Helligkeitsregulierung des Displays von automatisch auf manuell geschaltet habe, und die Helligkeit ganz runtergeregelt habe. Ansonsten das beste Handydisplay, das ich bisher hatte.

“Arbeiten” mit dem Galaxy …

Die Bedienung über Android geht sehr flüssig von der Hand. Gelegentlich (ziemlich selten) scheint das System ganz kurz zu hängen, aber nach Jahren von Windows, kann man damit sehr gut leben. Ansonsten findet man sich schnell zurecht und für Leute die keine Angst vor Google haben, ist die Synchronisation der Kontakte zwischen Handy und Telefon ein wahrer Segen. Das sonst übliche Stundenlange übertragen des Telefonbuchs entfällt völlig. Ich hatte einfach vorher von meinem anderen Handy die Kontakte in einer csv-Datei ausgelesen und zu Google hochgeladen. Easy as that!

Wann immer eine neue Mail kommt, wann immer ein IM-Kontakt schreibt, gibt das Handy kurz Bescheid wenn man will und so verpasst man nie wieder eine wichtige Email. Das ganze macht natürlich nur Sinn, wenn man dazu eine Datenflatrate hat. Wer das nicht will, kann auch dafür sorgen, dass sich das Handy nur nach ausdrücklicher Aufforderung durch den Benutzer mit dem Googleaccount kurzschließt.

Auf dem Gerät ist zunächst mehr oder weniger nur die übliche Standardsoftware installiert, aber dank dem Android Market hat man sich hier schnell mit neuen Spielen, Anwendungen und Widgets versorgt, die meisten davon kostenlos erhältlich. So lässt sich das Handy ähnlich wie beim iPhone bis zur Unkenntlichkeit individualisieren.  Dank integriertem WLAN kann man hier auch gerade zu Hause sehr flink die passende Sodtware suchen und laden. Die Installation läuft voll automatisch und erfordert keinerlei Computerkenntnis.

Der WLAN-Chip lässt sich auch (wieder wie beim iPhone) zur Lokalisierung nutzen und ist dabei in Städten meist ziemlich genau. Wers genauer will muss den GPS-Chip aktivieren, der natürlich etwas mehr Strom aus dem Akku zieht, dann aber auch auf weniger Meter genau herausfindet, wo man steht. Meist findet der Empfänger auch schnell entsprechende Satelitten. Ich bin zumindest bislang sehr zufrieden damit.

Kritik gibts auch …

Es war mir schon vor Kauf bewusst, dass Android-Telefone ein wenig Probleme damit haben, lange durchzuhalten. Das Daueronline-Prinzip ist hier offenbar verantwortlich, dass die bisherigen Androiden von HTC kaum einen ganzen Tag durchhalten sollten. Da das Galaxy hier ein paar mAH mehr im AKku stecken hat, könnte man vermuten, dass das hier besser ist. Tatsächlich ist es aber doch klar zu empfehlen, das Handy allabendlich an die Steckdose zu hängen. Zugegeben, bislang spiele ich auch noch relativ viel am Handy herum, aber auch im Standby kann ziemlich kontinuierlich feststellen, wie die Batterieanzeige mehr und mehr abnimmt. Hier empfiehlt sich die Verwendung eines Batteriewidgets, da die Standardanzeige erst bei etwas 60% Akkuleistung anfängt erkennbar abzunehmen.

Positiv widerum ist, dass das Laden über einen Standard-MicroUSB-Port läuft. Daher ist es auch kein größeres Problem zum Besipiel auf der Arbeit bei Bedarf über dne Rechner zu laden. Ein entsprechendes USB-Kabel wird natürlich mitgeliefert, ebenso wie ein Netzladegerät.

Speichererweiterung …

Ist ziemlich einfach möglich. Ich habe mir eine 8GB Micro-SD Karte zugelegt und diese dann einfach im laufenden Betrieb in den entsprechenden Einschub geteckt. Dieser versteckt sich hinter der Batterieabdeckung, was einer Verdreckung vorbeugt, natürlich aber ein kleiner ABstrich im Bedienkomfort ist. Etwas Probleme habe ich damit, die Karte dann über USB mit Daten zu versorgen. Hier habe ich wohl grundsätzlich noch nicht verstanden, wie die Kommunikation zwischen Windows und Android vonstatten geht. Das dürfte aber eher an mir als am System liegen. Dennoch doof, dass es nicht so einfach geht, wie etwa bei USB Sticks. Eine genauere Android-Systemeinführung sucht man hier auch leider vergebens. Ich habe mir per USB-Adapter helfen können. Danach erkannt mein Android die Karte ohne Probleme und auch die dort abgelegten Medien waren ohne Verzögerung im Musicplayer bzw. in der Bildergalerie abgelegt. So soll es sein.

Multimedia …

… läuft Problemlos. Mitgeliefert werden In-Ear-Stereo-Headphones, die einen sehr ordentlichen Klang liefern. Der Mediaplayer ist intuitiv zu bedienen und spielt meine bisher getetesteten MP3 und M4A-Dateien ohne Murren ab. Der externe Lautsprecher ist (glücklicherweise) schnell überfordert und ist so eher zum Gelegenheitshören geeignet. Beschallungsterror dürfte damit aber eher verhindert werden, was ich sehr begrüße. Fürs gelegentliche YouTube-Video schauen langt die Leistung allemal.

Flash kann Android bislang nicht, soll aber wohl demnächst kommen. Im Market werden auch hier Lösungen Angeboten, Flash-inhalte wiederzugeben, die Kosten allerdings ein oder zwei Euro. So dringend nötig habe ich es dann doch nicht.

Fazit …

Im großen und ganzen bin ich sehr zufrieden. Die Akkuleistung trübt das Gesamtbild zwar schon, ist aber insgesamt ein Umstand, mit dem ich leben kann. Die Bedienung ist nah am iPhone und macht Spaß, die Hardwareausstattung überbietet das iPhone sogar in vielen Details, auch wenn das Display etwas kleiner ausfällt als beim Apfel-Kommunikator. Ich selbst empfinde Android als sehr gute und kostengünstige Alternative zu Apples eigenem System mit seh vielen Anleihen aus Apples Ideenkiste und einigen eigenen EInfällen, die mir sogar besser gefallen (z.B. die Wortvorschläge beim Tippen). Auch hier steht die Entwicklung nicht still. Glaubt man den Androidblogs, steht Version 2.0 von Android, das so genannte Donut-Release relativ kurz bevor. Wie ein solches Update vonstatten geht, und ob Samsung hier direkt liefert ist für mich zwar noch offen, grundsätzlich sollte aber jedes Android-Phone updatefähig sein. Vielleicht verbessert sich dann ja auch das Energiemanagement ein wenig.

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Retrozension | Soundgarden – Badmotorfinger

Man spricht ja immer gerne mal von der so genannten “guten alten Zeit”. Beim Hören von Soundgardens Badmotorfinger in den letzten Tagen muss ich sagen, dass es Momente gibt, in denen die Aussage “früher war alles besser” durchaus ihren Reiz hat. Nehmen wir zum Beispiel, vor allem weil es zum Thema passt, doch mal Chris Cornell. Ohne Zweifel der Mann mit der besten Stimme aller Bands, die jemals aus dem Untergrund in Seattle emporgekommen sind, hat Chris Cornell in den letzten Jahren mit viel Nachdruck daran gearbeitet, sich selbst zu demontieren.

Erinnern wir uns an das mittlerweile vorletzte Soloalbum Carry On, auf dem Chris katastrophal-nicht-nachvollziehbare Songs präsentierte und sich gleichzeitig in der Presse als in einer Hochphase befindlich beschrieb. Vom letzten Machwerk will ich gar nicht sprechen, das hat schon gar nicht mehr den Weg in mein CD-Regal gefunden. Wer Songschnipsel aus dem Internet kennt dürfte wissen warum.

In der guten alten Zeit war das alles noch besser. Da war Chris Cornell Frontmann einer Band namens Soundgarden und schuf wirklich verdammt gute Musik, die sich zwar im Grunge-Gewimmel nach oben ziehen lies, aber dennoch immer deutlich anders war als das, was die Kollegen von Nirvana, Pearl Jam, Alice in Chains und Co. so von sich gaben. Badmotorfinger sollte hier den ersten Erfolg der Band über die lokale Szene hinaus begründen. Das Album ist recht hart geraten und biete mehrere wirklich gelungene Stücke, die mit Fug und Recht zu den Highlights des Grunge gehören.

Ich denke da im Speziellen an den Opener Rusty Cage, an Jesus Christ Pose und natürlich auch an Searching with my good Eye closed. Aber auch Holy Water, Drawing Flies oder auch Outshined und New Damage spiegeln heute auf so wunderbar eindrucksvolle Weise genau den musikalischen Zeitgeist der Hochphase des Seattle Rocks wieder, dass man schon gar nicht anders kann, als die Platte einfach zu mögen. Dabei muss ich gestehen, dass ich die Scheibe erst nach Auflösung der Band in die Finger kam. Ein Leidensgenosse bei der Bundeswehr schenkte sie mir nachdem er mitbekam, dass ich Soundgarden mochte und er die Platte nach eigener Aussage eh nie hörte. So was Nettes. Danke nochmal. Aus heutiger Sicht ist besonders schön zu beobachten, wie sich die Band nach Louder Than Love mit Badmotorfinger doch klanglich schon eindeutig in Richtung des Nachfolgewerks Superunkown bewegte. So eine schöne lineare Entwicklung sieht man selten bei den meisten Bands.

Man merkt schon, einen Song-to-Song Durchlauf spare ich mir auch bei dieser Rezension. Dennoch darf ich die Platte wärmstens empfehlen. Wer sie hat sollte mal wieder reinhören, wer sie noch nicht kennt, sollte sie kennenlernen, denn “solche Qualität gibts heute gar nicht mehr”. Stimmt zwar glücklicherweise nicht, passt aber so schön in die literarische Rahmengestaltung meines Posts.

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