Recently Released | Alter Me – The Fall

Ich freue mich besonders, wieder einmal eine schöne Neuentdeckung vorstellen zu können. Alter Me stammen aus Dänemark, haben mit The Fall gerade am 30. Januar ihr Debutalbum veröffentlicht und sind schon beim Major EMI unter Vertrag. Ich kam mal wieder über mein Engagement bei Popkiller.de an die Scheibe und was die Dänen da an Songs zusammengestellt haben, macht wirklich große Freude.

Das interessante an der Scheibe ist zunächst einmal, dass alles irgendwie schon sehr vertraut klingt, da Alter Me ziemlich unverblümt an Einflüssen zusammenklauen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Die Palette der Referenzenzeugt alleine aber schon von einem sehr guten Geschmack. Da erkennt man Radiohead, da erkennt man Travis, auch Alice in Chains, Nirvana, Portugal. The Man und eine Vielzahl weiterer Einflüsse kann man hier andichten, je nachdem, was man so als musikalischen Hintergrund zur Verfügung hat. Klingt erstmal wenig ehrenhaft, das muss ich zugeben. Dennoch darf man Alter Me getrost in eine andere Ecke stellen, als die mir ungeliebten, aber zugegebener Maßen nicht allzu weit entfernten Coldplay. Denn Alter Me schaffen es, dem Potpourri an Klangzitaten auf spannende Weise einen eigenen Stil zu entnehmen, der gefällt.

Schon der Opener Problems kann so überzeugen. Ein einfacher und sehr eingängiger Refrain, simple Riffs gewürzt mit guten Einfällen und ein sehr gutes Gefühl für Rythmen und Dynamik, machen den Song fast schon zu einer Hymne. You Can’t, die erste Single der Band, klingt zumindest im Strophenteil ganz extrem nach Travis, allerdings nicht auf eine widerlich anbiedernde Weise, sondern im Sinne eines achtungsvollen Zitats. Besonders, da der Refrain dann wieder stärker nach Alter Me klingt. So wird der Song zu einem lockerleichten Poprockstück, dass zwar Melancholie im Herzen trägt, aber gleichzeitig Hoffnung zu versprühen weiß. Love heißt die erste Single, die im Rahmen der Albumveröffentlichung beworben wird. Dieser Song gefällt mir besonders aufgrund der wunderbar arrangierten Akustikgitarre. Die Akkordfolge ist irgendwie recht simpel, hat jedoch für sich genommen schon eine unglaubliche Ausstrahlung. Dazu eine wirklich perfekt gefundenen Gesangslinie machen den Song zum potentiellen Megahit. Alter Me legen dabei eine Radiotauglichkeit an den Tag, die erfrischend ist, da die Songs trotz aller Einfachheit und Eingängigkeit nicht wie auf Erfolg gebügelte Pseudorocknummern klingen. Wenn Radiotauglichkeit immer so klänge, würde auch ich öfter mal in den Äther lauschen. Besonders schön finde ich auch die Bridge am Ende des Songs, die mich unwahrscheinlich an Portugal. The Man erinnert.

You’re Crazy ist eine Nummer, die fast genauso auch von Radiohead stammen könnte. Hier fällt auch besonders auf, wie nahe die Stimmen von Frontmann Hans Mortensen und Radiohead-Chef Thom Yorke liegen können. Dennoch ist auch hier wahr, was schon bisher galt: der Song wirkt nicht wie ein berechnender Abklatsch des Originals, sondern vielmehr wie eine eigene Interpretation eines Stils. Der Song wird so zu einer der gefühlvolsten Stücke des Albums. Me and Myself legt eine Harmonie an den Tag, die mich zumindest unwahrscheinlich an Alice in Chains auf Grind erinnert. Gemessen am Restalbum ein eher sperriger Song, dennoch wirklich stimmig im Gesamtzusammenhang. Und auch trotz eher gewöhnungsbedürftiger Harmonie dank griffiger Songstruktur eine recht poppig ausgelegte Nummer. Pissed liegt wieder näher an Radiohead á la Pablo Honey. Viel Gefühl in der Stimme, eine zurückhaltende aber angemessene Instrumentierung und ein sehr rockiger Refrain machen den Song zu einer schönen Referenz auf Nirvana, lassen aber gleichzeitig wieder viel Eigenleistung erkennen.

Lay Down my Arms gehört zu meinen persönlichen Favoriten des Albums. Besonders die eigenwillig spannende Melodie und der umwerfende Refrain haben es mir hier angetan. Zudem steigert sich der Song geradezu in perfekter Weise. Auch textlich kann ich dem Song einiges abgewinnen. Hier ist jemand mit viel Gespür für Worte unterwegs. Außerdem: grandios dissonante Töne im Solo! Muss man mögen – ich liebe es. Video Tonight ist vielleicht das Stück, das am meisten nur nach Alter Me klingt. Dabei ist die Ballade mit Pianobegleitung ein einfühlsames Meisterwerk: Perfekt produziert, ergänzt um Bläsersektionen, sehr zurückhaltend durch die Band begleitet ist dieser Song mein Zweitliebster auf The Fall.

Kommen wir nun zum Sorgenkind des Albums. Ausgerechnet der Titeltrack The Fall hat es mit leider immer noch nicht angetan, obwohl ich mittlerweile (im Vergleich zu meiner Pokiller Rezension) dem Song schon etwas mehr abgewinnen kann. Dennoch ist mir der Song zu unfertig, zu unausgegoren und im Vergleich zum Rest des Albums einfach ein Stück hintendran. Viellicht hätte der Song einen würdigen Hidden Track abgegeben, als Titeltrack ist die Nummer jedoch eindeutig überbewertet. Einzig überzeugend ist die Darbietung der Stimmgewalt von Hans Mortensen. Ghost ist dann die eigentlich letzte Nummer des Albums, lässt man die Akustikversion von Love mal außen vor, die zumindest momentan noch auf den Alben als Bonustrack mitgeliefert wird. Ghost ist eine verführerische Popnummer, die hinter überschwenglicher Fröhlichkeit einen eigentlich sehr traurigen Text transportiert. Ein würdiger und irgendwie hoffnungsvoller Abschied, der da den düsteren Worten unterlegt wird und ein großer Ausstieg aus den 10 regulären Tracks des Albums.

Alter Me sind meine erste große Entdeckung des neuen Jahres und wecken schon jetzt eine Vorfreude auf mehr Songs der Band. Ich glaube, dass die Jungs aus Dänemark es noch ganz weit nach oben schaffen könnten. Ich würde mir wünschen, dass  das Nachfolgealbum etwas mehr von dem durchklingen lassen wird, was Alter Mes eigenständigen Stil ausmacht. Dennoch sind die vielfachen Referenzen auf bekannte und großartige Bands auf The Fall sicher kein Manko. Das Album passt wunderbar in meiner Musiksammlung und insbesondere der melancholische Stil, vermischt mit teils recht fröhlich klingenden Popanleihen hat das Album für mich so spannend gemacht. Bleibt zu hoffen, dass die Band eine faire Chance auf dem deutschen Musikmarkt bekommt, dass bald eine Tournee stattfindet und dass das Nachfolgealbum nicht allzu lange auf sich warten lassen wird.

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Recently Released | Franz Ferdinand – Tonight: Franz Ferdinand

Das meine Ohren zu dem Vergnügen kamen, die neue Franz Ferdinand Platte zu belauschen, verdanke ich voll und ganz dem Popkiller. Denn selbst wäre ich wohl kaum auf die Idee gekommen, das aktuelle Werk der schottischen Britpopcombo anzuschaffen. Nur um hier keine Zweifel aufkommen zu lassen, ich halte Franz Ferdinand für eine hoch kreative Truppe mit wirklich guten Hits, das Problem ist jedoch, dass die beiden ersten Alben insgesamt eher nicht so gut sind. Hat man die Hits nämlich durchgehört, macht sich fast so etwas wie Langeweile breit.

Nun, Tonight: Franz Ferdinand ist anders. Schon der Opener Ulysses, gleichzeitig die erste Singleauskopplung, erinnert auf schockierende Weise zunächst einmal an die Popband Mika. Löst sich dann zwar schnell wieder in Richtung Franz Ferdinand auf, bleibt aber eine überraschend poppige Nummer. Auffallend bereits hier ist die nicht unwesentliche Ergänzung des Sounds durch Synthies. So wird Ulysses zu einer starken Eröffnungsnummer, die auch den Charakter des Albums ziemlich gut repräsentiert.  Auch Turn it On verbleibt erst einmal in klassischen Poprythmen. Dennoch schaffen es Franz Ferdinand auch hier unverwechselbar nach sich selbst zu klingen.

Man ahnt es fast: Auch No You Girls klingt irgendwie ungewohnt poppig, ja fast funkig und doch nach Franz Ferdinand. Von der Struktur her eine sehr einfacher Song,  der vielleicht gerade deshalb sofort mitreißt und zum mitwippen zwingt. Hier, wie auch schon in Ulysses, greift die Band auch gerne mal  zum Stilmittel der Atonalität und schafft es so auch einer sonst so glatten Nummer noch etwas mehr Ecken zu verleihen. Send Him Away orientiert sich stärker an Retroeinflüssen und klingt ein bißchen nach siebziger-Jahre Rock mit viel Funk und einer Basslinie, die auch einem Tatort-Vorspann würdig wäre.

Twilight Omens ist für mich eines der Highlights des Albums. Irgendwie in einer sehr düsteren Stimmung verpackt, dennoch irgendwie leicht und absolut tanzbar. Dazu ein cooler Refrain und ein Synthiethema, das einfach im Ohr hängen bleibt. Wirklich groß! Es folgt Bite Hard, ein Stück das zunächst anfängt wie ein sehr schönes ruhiges Beatles-Stück, dann aber in eine fast punkige Nummer übergeht, die besonders im Refrain stark an Franz Ferdinand Hits wie etwa Do You Want To erinnert. What She Came For klingt dann irgendwie wie Punkrock aus den 60er Jahren. Ein Widerspruch in sich, aber ich lasse das mal so stehen.

Live alone widmet sich dann wieder etwas stärker dem Pop. Geht dabei fast ein Stückchen zu weit, denn der Song erinnert teils zu stark an die gar nicht so glorreichen Produktionen aus den 70er Jahren. Dennoch eine absolut tanzbare und melodiös einprägsame Nummer. Direkt gefolgt von Can’t Stop Feeling, einem Dance-pop Stück der Extraklasse, natürlich ein bißchen in Richtung Britpop verzerrt und wirklich gut. Auch hier wieder eine eindrucksvoll produzierte Soundkulisse mit Synthiesounds und diesem funkigen Bass. Lucid Dreams ist dann irgendwie das am meisten hervorstechende Stück auf dem Album. Zunächste eine weniger auffälige Nummer , die erst zum Refrain wirklich Druck entwickelt, dann aber abgeht wie Schmitz’ Katze. Etwa in der Hälfte der Gesamtspielzeit des Songs ist das “Lied” dann fertig und geht über in einen fast vollelktronische Rythmustrack, der hier und da noch leichte Referenzen zum Song aufweist. Solche Experimente kennt man bereits von anderen Bands, so konsequent und vor allem so lang hat das aber meines Wissens noch keine Rockband ausgehalten. Spannend daran ist, dass man an sich selbst bemerkt, dass einem auch diese Rythmussektion absolut ins Ohr gehen kann. Selbsterkenntnis kommt also frei Haus.

Dream again zeigt sich dann wieder versöhnlich mit all denjenigen, die die Selbsterkenntnis nicht hören wollten. Der Song erinnert jedoch dank Dissonanz zunächst eher an einen Albtraum. Ist aber durch und durch passend zum Restalbum. Katherine Kiss Me gibt sich dann noch als Friedensangebot an all Jene, die in Tonight: Franz Ferdinand gar keinen Anker werfen konnten. Lennonesk gesungen, McCartneyesk gezupft und irgendwie eine traurige Schönheit nach einer wilden Reise durch Klanglandschaften, die man bestimmt nicht erwartet hätte.

Tonight: Franz Ferdinand ist ein schwieriges Album für eingefleischte Fans der Band, denn vom Retrostil-Britpop versuchen Franz Ferdinand immer weiter wegzukommen, und das gelingt auch ziemlich gut. Die gute Nachricht ist, dass die neuen Franz Ferdinand klanglich dennoch sehr nah an den alten Franz Ferdinand. Liegen. Was dem Album vermutlicht fehlt, ist ein klarer Radiohit, denn kein Song steht wirklich hervor. Was für manche jedoch ein Abwertungsgrund darstellen würde, ist in diesem Fall meiner Meinung nach ein klares Indiz dafür, dass das Album eine durchgängige Qualität erreicht hat, die Franz Ferdinand Alben bislang gefehlt hatte. Tonight: Franz Ferdinand wird vermutlich nie den Status der Vorgängeralben erreichen, es ist aber mit Sicherheit das beste Album der Band bisher.

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Retrozension | JET – Shine On

Befassen wir uns doch heute mal mit einer Band, die ich im Grunde überhaupt nicht mögen dürfte. Opfer, nein, Anlass meiner Verwirrung ist eine australische Kombo, die auf den durchgehend groß geschriebenen Namen JET hört.

JET sind die erste und bislang einzige Band, die dank Last.FM in meiner CD Sammlung aufgenommen wurden. Ich weiß heute nicht einmal mehr genau welcher Song damals über den Last.FM-Player über meine Anlage erklang, aber ich war begeistert, merkte mir Interpret und Album und bestellte die CD. Wenige Tage später hielt ich Shine On in meinen Händen und lauschte begeistert dem wirklich interessanten Album.

JET kann man wahrlich nicht nachsagen, Erfinder einer eigenen Stilrichtung zu sein. Selbst einen sonderlich eigenständigen Sound nennt die Band nicht ihr Eigen. Dennoch lassen es die Rock-Aussies wahrlich fulminant krachen. Im Genre nennt sich das Ganze dann etwa Garage Rock, was nicht wirklich viel weiterhilft, aber das ebenfalls passende Label Hard Rock würde auch auf falsche Fährten locken. Die Wahrheit liegt irgendwo zwischen Beatles und Oasis, zwischen den Rolling Stones und The Who. Böse Zungen behaupten gar, dass einzelne Songs fast komplett bei anderen Künstlern abgekupfert seien, und wer Shine On durchhört, kann sich mit absoluter Sicherheit nicht dem Eindruck erwehren, all die Songs irgendwie schon mal gehört zu haben.

Grund genug also, die Band mitsamt ihrem gesamten Werk einfach in die Tonne zu treten und nie wieder drüber zu sprechen!? Weit gefehlt, denn die Songs sind einfach verdammt gut. Ein bißchen wirkt das Album wie ein Best Of Album des Rocks mit so vielen Elementen aus eigentlich allen Strömungen des General Rock, dass es überrascht, dass die Scheibe bei all ihrer Einfachheit nicht nur derart spannend ist sondern auch so sehr als eigenständiges Album wahrzunehmen ist.

Mein Versuch, jetzt hier einzelne Albumhighlights aufzuzählen, wäre von Vornherein zum Scheitern verurteilt, da einfach alle Songs extrem stark sind. Hier wird absolut aufrichtig und maskulin gerockt. Kein “Grunge-Gewimsel” oder lange Impro-Tiraden. Das hier ist eine Scheibe, die von der ersten bis zur letzten Sekunde radiotauglichkeit zelebriert und dabei glücklicherweise nicht eine Minute die häufig damit assoziierte Niveaulosigkeit durchbrechen lässt. Kurzum, hier sind Handwerker des Rock am Werk, die eine solide Ausbildung beim Meister um die Ecke absolviert haben und nun bemüht sind, auf eben diesem hohen Niveau und mit all den Tricks vom Meister das Handwerk auszuüben. Nothing more, nothing less!

In der Summe macht das aus JET eine Band, die im Grunde völlig unaufregend sind, die sich aber gerade dadurch bisher jeglicher Hype-Maschine entziehen konnten. Das lässt hoffen, dass hier ein auf Dauer solider Act aufgebaut wird, der auch in 20 Jahren noch Musik macht, die zeitlos erscheint und dabei immer auf der Höhe der Zeit ist. Ein wirklich cooles Album, dass mir zumindest Lust auf mehr gemacht hat.

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Retrozension | Queens of the Stone Age – Songs for the Deaf

So kann es manchmal kommen. Da schreibe ich doch glatt in meinen guten Vorsätzen fürs neue Jahr regelmäßigere Posts rein, und komme nun im Februar immerhin schon zu meinem zweiten Post des Jahres. Bei der Rate schaffe ich immerhin ganze zwölf Artikel in diesem Jahr. Da dürfte doch für jeden was dabei sein …

Zum Beispiel heute: Die Queens of the Stone Age. Seit langem eine der abgedrehtesten Bands auf diesem Planeten. Das Album R habe ich ja schon retrozensiert. Da liegt es ja nur nahe, sich auch dem angeblich besten Album der Band (zumindest bis Era Vulgaris) mal zu nähern. Songs for the Deaf heißt das dritte Album der Band aus Kalifornien und bringt einiges an Sounds mit, wo sich der durchschnittliche Radiokonsument wahrscheinlich wünschen würde, er wäre tatsächlich taub. Aber das gilt ja für nahezu alle Werke der QOTSA.

Songs for the Deaf unterscheidet sich zunächst einmal dadurch von sienem direkten Vorgänger, dass das Album nicht blau, sondern rot ist. Soviel zu den Banalitäten. Das Album weißt darüber hinaus so etwas wie eine Rahmenhandlung auf, die man vielleicht am besten mit dem Begriff Radio Zapping umschreiben kann. Immer wieder hört man Jingles und Moderationen von fiktiven Radiostationen, die sich in der einen oder anderen Weise mit den QOTSA beschäftigen – oder auch nicht. Das selbst bringt dem Album noch keinerlei Qulität, ist aber zumindest eine nette Idee.

Songmäßig ist Songs For The Deaf ohne jeden Zweifel ein Knaller. Ein befreiter Sturm im Ozean, der nur so vor Kraft strotzt und in vielem da anzuknüpfen weiß, wo R aufhörte. Im Klartext heißt das häufiger als nicht, dass hier etwas brachialer gerockt wird. Ein Rückfall in das Metalgenre scheint kurz bevorzustehen. Klingt schlimmer als es ist (also die Beschreibung, mein ich) denn QOTSA wären nicht mehr QOTSA, wenn sie bei alledem das schreiben genialer Melodien vergessen würden. Hier seien mal Songs wie Now one Knows, The Sky is Falling oder God is on the Radio exemplarisch aufgeführt. Dazwischen liegen dann aber auch immer mal wieder Schrei-Stücke, die nicht so wirklich zum Mitsingen geschrieben wurden.

Wieder im direkten Vergleich zu R ist die Experimentierfreude ein wenig zurück gegangen. Wurde auf dem Vorgänger noch etwas gewagterer Stücke und vor allem Versatzstücke zum Besten gegeben, orientiert sich Songs for the Deaf wieder stärker an bekannteren Songstrukturen und klingt irgendwie etwas “glatter”. Schöne Nebeninfo für Leute, die sich mit so etwas beschäftigen, es aber dennoch bisher nicht wussten: Die Drums auf Songs for the Deaf wurden von Dave Grohl (Nirvana, Foo Fighters) eingespielt und sind genau so virtuos, wie man es von Mr. Grohl erwartet.

Ein Fazit fällt bei diesem Album mir zumindest etwas schwer. Songs for the Deaf ist ohne jeden Zweifel genial und gehört in jedes gut sortierte CD-Regal. Mir persönlich hat R wegen dem Hang zum Experimentellen bisher immer noch ein Quäntchen besser gefallen. Von den Meisten wird aber Songs for the Deaf mit Sicherheit vor R aufgezählt, wenn es um die beliebtesten QOTSA Alben geht. Im Grunde sind die Differenzen aber auch egal. So oder so kann ich hier unmöglich weniger als die volle Punktzahl vergeben.

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