Recently Released | Travis – Ode to J. Smith

Ein guter September ist das in diesem Jahr. Zuerst eröffnen Portugal. The Man die Release-Saison nach einer Durststrecke für mich im diesjährigem Sommer. Nun legen Travis nach, und das nach nur knapp anderthalb Jahren seit dem Release von The Boy with no Name.

Das nächste Werk heißt nun entsprechend der Vorankündigung Ode to J. Smith, beherbergt 11 Titel mit einer Gesamtspielzeit von (nur) etwas mehr als 36 Minuten. Die gute Nachricht lautet demnach: Endlich mal kein Hidden Track.

Üblicherweise muss man ja skeptisch sein wenn Bands in so kurzen Abständen Alben raushauen. Der erste Eindruck bei Ode to J. Smith folgt glücklicherweise nicht dieser Logik. Endlich spielen Travis wieder unbeschwert genau den Rock, für den sie anfänglich so zu loben waren. Dabei haben sie dennoch eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht und klingen im großen und ganzen deutlich anders, reifer und vielleicht auch entspannter als früher. Was sie aber wiederentdeckt haben ist der unglaubliche Charme, der so wirklich nur bei Travis zu erleben ist. DIe Band hat offenbar einen Riesenspaß beim Musizieren, beim Songschreiben und überhaupt und sowieso. Und genau diesen Spaß, diese Liebe zum Job packen sie nun wieder in wunderbare Melodien, gelassene Rythmen und rockige Klänge.

Im ersten Durchlauf besonders anschmiegsam zeigen sich hierbei die Songs Chinese Blues, J. SmithSomething Anything sowie Song to Self. Aber dazwischen fällt wirklich Nichts negativ auf. Ich schätze nach ein paar Durchläufen mehr haben wir hier mal wieder eine potentielle Dauerrotation im CD-Spieler.

Fazit: Travis are back! Spielfreude, gute Songs, gute Produktion, Spielfreude satt, gute Laune auf CD und überhaupt einfach gut. Ich kann schon jetzt kaum abwarten die Jungs wieder live zu sehen.

P.S. Wer J. Smith ist weiß ich bislang nicht. Vielleicht kann mich ja bei Gelegenheit mal Jemand aufklären

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For Your Interest | Ich gehe fremd!

Diese Woche hat sich für mich die Gelegenheit ergeben, ab sofort auch für das Online-Fanzine Popkiller.de rezensiv tätig zu werden. Ich freu mich auf die Zusammenarbeit mit dem Team aus Hamburg und bin gespannt, was so alles an neuen CDs auf meinem Schreibtisch landet.

Die erste Rezension ist schon online: Landscape Izuma mit Kolorit. Meine Meinung dazu gibts hier zu lesen.

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Retrozension | Soundgarden – Louder than Love

Louder than Love ist das zweite Studioalbum von Soundgarden. Release war 1989, also schon bevor ich mich überhaupt ernsthaft mit Musik beschäftigte. Um es erst mal kurz zu machen: das Album machte Soundgarden sicher nicht berühmt, dürfte aber in der Szene schon deutlich zur Festigung des Rufs der Band beigetragen haben.

Umso interessanter ist es natürlich das Album nach Bekanntwerden der Band zu erleben. Denn trotz aller Unterschiede bietet Louder Than Love schon viele Ansätze und Sounds, die auch später bei Soundgarden zu finden sind.

Opener ist der über 5-minütige Song Ugly Truth. Eine Midtempo-Nummer, die insbesondere klanglich stark an das spätere Down on the Upside zu erinnern weiß. Markant auch die Stimme von Chris Cornell, die leider nur ein wenig zu viel in Sphären verweilt, in denen auch Mister Cornell nicht wirklich entspannt sind. Letzteres zieht sich auch durch das schon rockigere Hands all Over. Hier werden Songstrukturen und Riffs aufgefahren, die zweifelsohne dem Grunge zuzuordnen sind. Das hat noch nicht die Qualität späterer Alben, macht aber nach einer Kennenlernphase schon unheimlich viel Spaß. Playtime hier sind übrigens ganze sechs Minuten! Gun stampft dann mit schwerem Rythmus und ebenso schweren Riffs für meinen Geschmack etwas zu nah an Hardrockgefilden vorbei. Dazu ein Accelerando, das mir zumindest nicht gefällt. Ansonsten ist der Song sicher nicht schlecht, aber mein Fall eben nicht. Soll vorkommen.

Power Trip tut erst mal weh. Und das meine ich. Quikige Gitarren, schriller Gesang, aber nur in den ersten Takten, dann schafft es Chris Cornell endlich mal seine Stimmlage zwei Stockwerke nach unten zu verlegen und entspannt und betont zu singen. Das ganze in einer mittelschnellen Nummer, die sich dynamisch sehr schön steigert und dabei wunderbar unaufdringlich bleibt. Eines meiner persönlichen Highlights der Platte. Get on the Snake gehört dann wieder mehr zu den Hardrocknahen Nummern. Bemerkenswert ist hier wieder die klangliche Nähe zu Down on the Upside. Auch schön zu bemerken sind die Spielereien mit dem Taktmaß. Gerade diese Spielereien heben Soundgarden ja doch von den meisten Seattle-Bands ab. Full on Kevin’s Mom ist textlich, naja ich schätze sowas nennt man Jugendsünde. Ansonsten Highspeed-Rock mit highpitch Voice und coolem Bridge-Riff. Auch hier lassen sich in den Sounds wieder einige Parallelen zu DOTU ziehen. Ich denke da besonders an Rhinosaur.

Loud Love darf sich wohl sowas wie Titel-Track nennen. Zur Einleitung gibts violinenhafte Gitarrenklänge (na, wenn das mal kein Widerspruch ist?). Dann darf sich ein wunderbares Riff etablieren und da steckt wirklich Kraft dahinter. Hier passt auch die Produktion ziemlich gut. Gitarren sind gedoppelt und schaffen Druck wo Druck hingehört. Klangliche Parallelen ziehe ich diesmal besonders zu Superunknown (dem Album, nicht dem Song) und da insbesondere Limo Wreck. Wirklich toll! Das Highlight des Albums. I Awake ist dann wieder etwas zum reinhören. Der Song wächst mit der Zeit, erinnert ein wenig an Nirvana auf Bleach, klingt dabei aber unverkennbar nach Soundgarden. No wrong no Right folgt auf dem Fuße und bringt ehrlich gesagt wenig Neues, ist dabei aber eine spannende Klanglandschaft mit Ähnlichkeiten zu Alice in Chains, aber sehr dezent. Auch dieser Song macht wieder Spaß und ist unverkennbar ein Kind des Grunge.

Uncovered überrascht dann schon im Intro, weil sich der Song durch seine klangliche Vielseitigkeit deutlich von den anderen abhebt, dabei sehr stark wieder an Superunknown zu erinnern weiß (wohlgemerkt Jahre vor Veröffentlichung des Megasellers) und auch sonst sehr stimmig ist. Für mich wieder eines der Highlights des Longplayers. Big Dumb Sex schwankt stimmungstechnisch um in fröhlichere Gefilde. Ein knackiger Song zum abrocken mit unnötiger aber nicht störender Zweistimmigkeit (erleichtert das mitgrölen) und geradezu obligatorischer Verwendung des Wortes Fuck. Rock muss halt auch immer ein Stück weit rebellisch sein – und eine Jugendsünde kommt auch selten allein. Zum Abschluss des Albums gibts dann ein Reprise auf Kev’s Mom. Full On (Reprise) sollte nicht unbedingt als Song gewertet werden und versucht nur das Album nach hinten abzurunden. Das wäre an sich nicht nötig gewesen, da die Scheibe für sich eine ziemlich runde Sache ist, und das meine ich nicht nur auf den Wortwitz bezogen. Dennoch ist Reprise auch ein sehr angenehmer Abspann, der zum Entspannen taugt und als Rausschmeiser sicher gute Dienste leistet.

Louder than Love ist alles in allem ein beachtliches Album, das zwar auch nach dem Erfolg von Superunknown eher unbemerkt blieb, aber ziemlich viel Gutes erkennen lässt. Zugegeben, das Album muss durch mehrmaliges Hören wachsen. Die Sounds sind doch noch sehr stark an Klänge des Hardcore angelehnt und das sagt nicht jedem zu. Wer dem Album aber die nötige Zeit widmet, wird sich freuen ein bißchen mehr von Soundgarden zu kennen und mit Sicherheit hin und wieder mal reinhören.

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Seen Live | Portugal. The Man – Substage Karlsruhe – 12 Sep 2008

Freitag abend war es soweit: Nach einer harten Woche auf der Arbeit und nur knapp eine Woche nach Release des neuen Albums Censored Colors bot sich mir die Gelegenheit Portugal. The Man mal wieder live zu sehen.

Im überraschend geräumigen Substage in Karlsruhe eröffneten um kurz nach Neun die Steaming Sattelites aus Graz. Optisch sollten die Jungs aus Österreich noch ein bißchen an sich arbeiten. Das Stirnband des Sängers war ziemlich unterirdisch. Glücklicherweise entschädigte die Musik umfassend für den Augenterror. Sehr kraftvoller Rock mit viel Druck, raffinierten Drums und einem guten Gespühr fürs Songwriting. Eine absolut passender Supportact für die Hauptband des abends. Am besten ihr schaut mal auf dem Myspace-Profil der Band vorbei und hört euch ein paar Songs an. Wirklich empfehlenswert!

Nach kurzem Umbau erklommen dann Portugal. The Man die Bühne und der Abend war perfekt. Die vier Jungs und ihre Background-Rasselspielerin/Sängerin/Schellengranzartistin sowie der Mann am Lichtpult waren in Topform. Gespielt wurden ein bunter Mischmasch aus Songs von allen drei Studioalben sowie das wohl schon obligatorische The Devil.

Gerade die neuen Songs konnten live ihr ganzes Potential entfalten und auf wundersame Weise dabei sogar deutlich besser klingen als auf dem Album. Insbesondere die Gesangslinien waren deutlich genauer und ausgewogener gesungen. Der Gesamtsound war kraftvoll und beeindruckend umfassend, wenn man bedenkt, dass die Band auf den Alben mit deutlich mehr Instrumentierung arbeitet als auf der Bühne.

Portugal. The Man zeigten die volle Spielfreude, improvisierten viel im Rahmen ihrer eigenen Songs, spielten ein sehr spannendes Cover vom Beatles-Song Helter Skelter und auch ein ziemlicher Patzer des Keyboardes beim neuen Song And I wurde vom Publikum mit freundlichem Gelächter und schallendem Applaus entschärft. Alles in allem stimmte einfach alles und das verleitete die Band wohl auch dazu, nicht nur ungewöhnlich lange zu spielen, sondern auch gut und gerne 15 Minuten Zugabe anzuhängen. Für Portugal durchaus bemerkenswert.

Die Jungs sind in den kommenden tagen noch auf Tour und wenn ihr die Chance haben solltet euch ein Konzert anzutun, dann macht es. Für ca. 16 € werdet ihr zur Zeit mit Sicherheit nirgends besser unterhalten.

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Recently Released | Portugal. The Man – Censored Colors

Ich freue mich besonders, die schon seit längerem etwas vernachlässigte Kategorie Recently Released mal wieder nutzen zu können. Daraus lässt sich entsprechend schließen, dass meine kleine und bescheidene CD-Sammlung wieder Zuwachs bekommen hat. Portugal. The Man haben nach nur etwas mehr als einem Jahr seit Church Mouth ihr mittlerweile drittes Studioalbum veröffentlicht.

Obwohl ich die Band aus Alaska (mittlerweile eher Portland, Oregon) erst seit letztem Jahr auf meine Radar habe, bin ich bislang hellauf begeistert. Bester Beweis: Meine Charts auf last.fm, wo Portugal. The Man schon seit einiger Zeit unangefochten die Spitzenposition einnehmen. Noch vor Radiohead, die im Gegensatz zu Portugal schon weit mehr als drei Alben im Umlauf haben.

Als ich Anfang des Jahres erfahren hatte, dass Portugal. The Man planten, noch in diesem Jahr ein neues Album zu veröffentlichen, war ich etwas skeptisch. So kurz hintereinander zu veröffentlichen riecht immer ein bißchen nach Ausverkauf. Beruhigt war ich dann aber, als bekannt wurde, dass die Band die volle künstlerische Kontrolle über das Werk hat und in Eigenregie produziert. Seit letzter Woche Freitag ist das Album also nun auf dem Markt, seit Samstag in meinem Besitz. Da stellt sich nun natürlich die Frage: Wie ist es so?

Nun, diese Frage würde ich gerne ähnlich euphorisch beantworten, wie meine Rezension zu Church Mouth im letzten Jahr. Das allerdings fällt mir schwer. Censored Colors, so der Titel des neuen Werks, ist zunächst einmal ganz anders. Hätte ich am Sonntag diese Rezension verfasst, wäre nicht viel Gutes über das Album zu sagen gewesen. Arbeiten wir der Einfachheit halber mal am Vergleichsobjekt Church Mouth. Censored Colors rockt nicht. Zumindest in 95% aller Fälle. Statt E-Gitarren satt gibts hier viel Akustik-Gitarre, statt fettem Sound eher ziemlich dünn klingende Klangwelten, Bass kaum wahrnehmbar. Statt ausergewöhnlichen Einzelgesangsleistungen des Frontmännleins teilweise fast schon wie Quaken anmutendes Gewimsel (ich übertreibe) das im schlimmsten Fall an ein christliches pseudomodernes Gottesdienstgesinge erinnert (Colors).

Klingt soweit ziemlich böse, ich weiß. Dennoch gibt das nur einen unvollständigen und gar falschen Eindruck des Albums. Nach Mittlerweile schätzungsweise 20 Durchläufen muss ich gestehen, dass das meiste wirklich gut ist. Einige Songhighlights haben bei mir inzwischen ihre Wiederhaken ausgepackt und gehen mir im positiven Sinne nicht mehr aus dem Kopf. Dazu gehören der Opener Lay me Back down, das bereits vorab bekannt geordenen And I, das sehr ruhige und besinnliche Created und mein bisheriger Favorit Out and In and In and Out, um nur einige zu nennen. Songwriting mit Bestnoten. Leider aber wirklich nicht gut produziert.

Und genau das ist das Hauptproblem, dass Censored Colors bei mir anecken lässt. Der Sound ist einfach viel zu dünn. Da merkt man nichts von der brachialen Gewalt, mit der sich die Songs auf Church Mouth noch zu entfalten wussten. Der Gesang ist insgesamt zu weit in den Vordergrund gestellt worden und die mehrstimmig arrangierten Gesangslinien klingen mehr als einmal schlichtweg wie falsch gesungen. Produktionstechnisch bewegt sich das Album überspitzt formuliert irgendwo zwischen Live-Mitschnitt und Demo-Tape und das ist schade. Gerade wenn man die Songs etwas besser kennt wünscht man sich da deutlich mehr Arbeit auf Produktionsseite.

Im Fazit muss es so deutliche Abwertungen geben. Ist wirklich schade, führt aber kein Weg dran vorbei. War Church Mouth noch ein Schritt in Richtung Weltruhm, dürfte Censored Colors für die Karriere der mittlerweile vier Jungs aus den Staaten eher einen Knick darstellen. Und das täte mir besonders deshalb leid, weil die Songs überwiegend wirklich gut sind. Vielleicht wäre hier etwas weniger Produktionskontrolle durch die Band der bessere Weg gewesen. Für Leute, die die Band noch nicht kennen, dürfte der EInstieg mit Censored Colors nur schwer gelingen. Ich als bekennender Fan der Band hatte selbst genug Mühe in die Musik auf diesem Album einzusteigen. Hat man den Einstieg geschafft, kann man sich wieder über clevere Arrangements und einen sehr interessanten und eigenwilligen Stil freuen. Man muss dem Album allerdings anfangs sehr viel Geduld einräumen.

P.S. Am Freitag abends gibts das ganze Live im Substage in Karlsruhe. Ich freu mich drauf.

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Retrozension | Alanis Morissette – Supposed Former Infatuation Junkie

Es wird mal wieder Zeit, sich mit Musik zu beschäftigen die uns so langsam auf den Herbst einzustimmen vermag. Schließlich steht der September nicht nur vor der Tür, sondern ist mittlerweile ohne zu fragen reingekommen. Die Tage werden wieder merklich kürzer; Menschen, die ohne Schirm zur Arbeit gehen können plötzlich ziemlich nass werden (Ja, ist mir heute passiert) und die ersten Weihnachtsprodukte finden sich auch schon in den Supermärkten.

Herbst, also. Was passt da besser als leicht melancholischer Rock der etwas anderen Art. Zu finden zum Beispiel auf Supposed Former Infatuation Junkie von Miss Morissette aus Kanada. Alanis, wie sie unter anderem auch gerne genannt wird, hatte ja 1995 mit ihrem (fast) Debut Jagged Little Pill enorm erfolgreich in der Rockindustrie Fuß fassen können. Danach passierte erstaunlich lange erstaunlich wenig. Erst 1998 sollte mit SFIJ der Nachfolger erscheinen. Dazwischen stand meiner Erinnerung nach so etwas wie Sinnsuche in Indien und was man als hippielastiger Rockmusiker noch so alles zu tun pflegt. Ob Miss Morissette den Sinn gefunden hat, weiß ich jetzt nicht mehr, was sie jedoch gefunden hatte war die Muse (und Muße) ein neues Album zu schreiben und aufzunehmen, welches sich als deutlicher Schritt gegenüber JLP darstellt.

War Jagged Little Pill noch ein sehr klar als grunge-nahes Album konzipiertes Werk, löst sich der Stil auf Supposed … (Anm. d. Red.: Titel einfach zu lang) deutlich von diesem Stil. Hier wird ein sehr studiolastiges und teilweise sehr clever arrangiertes Album aufgefahren. Die Songs werden schwieriger, wütender, vielleicht sogar weiblicher als auf dem Vorgänger. Die Texte ecken an, und zwar eher noch am Rythmus als durch Worte. Es scheint zuweilen, als wolle Alanis zu viele Worte in einzelne Zeilen packen und man hat das Gefühl, dass der Song gleich an allen Ecken und Enden auseinanderbricht. Das tut er dann doch nicht sondern gewinnt durch die vielen Ecken und Kanten an Profil und wird interessant.

Dazu setzt Alanis Morissette zweistimmige Elemente ein, die auch eher ungewöhnlich sind. Vielleicht ein Einfluss aus ihrer Zeit in Indien. Indische Elemente in der Rockmusik sind ja dank den Beatles (korrekterweise müsste es “dank den The Beatles” heißen) gut bekannt und durchaus etabliert. Alles in allem kann man auf jeden Fall sagen, dass das Album für Alanis eine Art Befreieungsschlag darstellt. Man merkt, dass sie jetzt wirklich ihre eigene Musik macht und dass sie mit ganzem Herzen in ihrer Musik aufgeht.

Das ist dann auch die Grundlage für einige der besten Songs, die die Dame aus Kanada bisher veröffentlicht hat. Dazu gehören für mich der Opener Front Row, Are You still mad?, That I would be good, Can’t not, I was hoping und nicht zuletzt Joining You. Im Grunde ist das gesamte Album aber durchgehend wirklich gut und darüber hinaus mit 17 Songs auch überaus umfangreich.

Einen Wermutstropfen muss man dann aber doch dazu geben. Insgesamt steht Supposed Former Infatuation Junkie dem hochgelobten Vorgänger etwas hinten dran. Das Freche und Erfrischende von Jagged Little Pill fehlt dem Zweitalbum des zweiten musikalische Lebens von Alanis Morissette leider. Dennoch ein großartiges Stück Musik aus den 90ern. Prädikat absolut höhrenswert. Gerade jetzt im Herbst, wo die Tage wieder kürzer …….

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