For Your Interest | Kulturkampf Musik – VISIONS.de

Das die Musikwelt derzeit in dem wohl umfassendsten Umbruch seit der Erfindung des Tonträgers steht, dürfte bekannt sein. Die Diskussionen um Urheberrecht, Verbraucherschutz, illegale Downloadangebote im Internet und den “Niedergang” der Plattenindustrie beherrschen längst nicht mehr nur die Fachzeitschriften sondern fast alle Medien. Die Diskussion ist wichtig und richtig und bekoomt jetzt durch die Redaktion des VISIONS-Magazin eine angemessene Plattform geliefert.

Die aktuelle Ausgabe der VISIONS enthält sozusagen als Diskussionsgrundlage einen entsprechenden Leitartikel, der – und das finde ich wirklich sehr nett – auch in PDF-Form zur Verfügung gestellt wird. Es geht um Fragen, die jeden Musikliebhaber beschäftigen sollten, und zwar unabhängig davon mit welcher Meinung man den Veränderungen des Musikbusiness gegenübersteht.

Beispielsweise die Frage, ob Plattenläden, wie sie früher nahezu in jeder kleineren Stadt existierten, ein Auslaufmodell sind. Oder aber auch die Problematik des angemessenen Vertriebsweges in Zeiten von Downloadshops und MySpace. Brauchen Bands am Ende vielleicht gar keine Label mehrum groß zu werden? Die Arctic Monkeys machten ja vor, dass man ganze Hallen auch ohne Plattenvertrag füllen kann wenn man ein ordentliches Produkt abliefert.

Ich möchte an dieser Stelle gar nicht auf mein Meinungsbild eingehen sondern empfehlen, den Artikel der VISIONS zu lesen und sich eigene Gedanken zum Thema zu machen. Und um die Diskussion offen auszutragen wäre es gut wenn jeder der eine Meinung hat, diese auch im dazugehörigen Forum auf Kulturkamp-Musik.de kundtun würde.

An dieser Stelle möchte ich auch nochmal ausdrücklich der VISIONS-Redaktion für diese Aktion danken. Ich denke, dass es längst überfällig ist, diese Themen mal zentral zu diskutieren und hoffe inständig, dass die Diskussion sachlich und lebhaft ablaufen wird.

Der Artikel “Kulturkampf Musik” (PDF)

Similar Posts:

Retrozension | Nirvana – Smells Like Teen Spirit

Nirvana - Smells Like Teen Spirit

Im Grunde habe ich diesen Moment gefürchtet, seit ich diesen Blog gestartet habe. Es ist an der Zeit die Retrozension für Nirvanas Hyperalbum Nevermind zu verfassen. Im Grunde sollte man meinen, dass das eine einfache Aufgabe sein müsste. Das ich das Album mag ist wohl wenig überraschend. Dass das Album für die Entwicklung von Grunge und Alternative Rock ein absoluter Meilenstein ist, dürfte auch wenig überraschen. Aber wie verfasst man eine Retrozension über ein solches Album, ohne allzu sentimental zu werden und die üblichen Clichées zu dreschen? Nun, Ich will es versuchen.

Zuerst einmal muss ich gestehen, dass Nevermind in seinem Erscheinungsjahr 1991 gehasst habe. Ich war damals zarte 10 Jahre alt und dachte Elvis sei cool. Insbesondere das, in Smells Like Teen Spirit ständig wiederkehrende, “… hello, hello, hello, hello how low …” verspottete ich damals gerne als “Helau”. Nun ja, ein paar Monate später, als meine Schwestern die Nirvana-Kassettenicht mehr hören wollten und Elvis für mich – Gott sei dank – entzaubert war, gefiel mir die Musik aus Seattle plötzlich überirdisch gut. Ich schätze ich habe damals wochenlang Nichts anderes mehr gehört als eben diese eine Kassette. Dies führte führ mich dann auch zum kauf von In Utero und später dann eben auch zum Kauf von Nevermind auf CD.

Nevermind war wegweisend in vielerlei Hinsicht. Das Album markierte das Ende der Überrock-/Kuschelmetal-Bands wie Guns ‘n Roses, die als letzte Bastion versuchten die 80er-Jahre ins neue Jahrzehnt zu retten. Nirvana waren nicht überproduziert und nicht bis ins letzte durchkomponiert. Der Sound war ungewohnt roh und agressiv. Dennoch kamen Nirvana ohne das Metal-typische Grunzen oder dem Pseudo-Metal typischen Pathos aus. Stattdessen transportierte die Band zwischen all der Wut im Song auch noch Melodien die zeigten, dass ihre Musik mit Seele erfüllt ist.

Im Grunde waren Nirvana mit dieser Art Musik nicht allein auf der Welt. Das zeigt sich insbesondere daran, wie viele Bands aus Seattle direkt nach Nirvana unglaublich erfolgreich wurden mit sehr ähnlichen musikalischen Konzepten. Nirvana hatten aber das “Glück” mit Kurt Cobain wohl eine der interessantesten Charaktere der Rockmusik seit Jim Morrisson als Frontmann gehabt zu haben. Die Tragik, die Kurt als einsame Kühlerfigur der Grungebewegung transportierte, half sicherlich die Band zu den Vorreitern der Bewegung zu machen.

Musikalisch ist Nevermind im Grunde sehr einfach gestrickt. Mit Punkbesetzung (Gitarre, Bass und Schlagzeug) und im Grunde ohne technische Raffinesse gelang es der Band dennoch einen neuen Sound zu kreieren. Die Mischung aus Wut und Melancholie, wenn nicht gar Depressivität, zauberte einige der interessantesten Songs der früheren 90er-Jahre zu Tage. Meine persönlichen Favoriten sind da In Bloom, Lithium, in Kombination die beiden Songs Territorial Pissings und das darauffolgende Drain You und natürlich auch den Evergreen (welch lustiges Wort) Smells Like Teen Spirit. Auch heute noch entfalten diese und auch die anderen Songs auf Nevermind eine unglaublich starke Energie. Das Album strotzt nur so vor Kraft und bleibt dennoch fast immer mainstreamtauglich. Diese Leistung dürfte unter anderem dem Produzenten Butch Vig geschuldet sein, der es schaffte aus dem noch ungeschliffenen Rohmaterial der Band echte Hits zu machen.

Zugegeben, in den letzten Jahren habe ich Nirvana und auch Nevermind immer seltener gehört. Nicht, dass ich die Songs nicht mehr mögen würde aber irgendwie passen sie nicht mehr so oft zu meiner Stimmungslage wie noch in meiner Jugend. Dennoch gehört das Album unbestreitbar zu den besten Alben die je aus Seattle kamen. Gerade weil es so roh und unverfälscht ist.

Meilenstein!

Similar Posts:

For Your Interest | Coldplay führt zu Gewalt

Das Coldplays Musik meine Geschmacksnerven aufs Äußerste fordert, war mir ja schon lange bekannt. Das es auch anderen Menschen so geht hatte ich zwar zu hoffen gewagt, aber nie so richtig geglaubt.

Die Erleuchtung kam nun Dank einer Meldung auf Spinner.com:

Eine Frau attackierte in einer Karaoke-Bar einen Möchtegern-Chris Martin, als dieser gerade den Song Yellow intonieren wollte. Ernsthaft verletzt wurde glücklicherweise Niemand.

Ich bin zwar grundsätlich gegen Gewalt, aber Verständnis kann ich in diesem Fall dennoch für die Unbekannte aufbringen.

Similar Posts:

Podcasts | IndieFeed

Podcasts - Indiefeed

Das Suchen und Finden neuer Bands war früher immer ein sehr schwieriges Geschäft. Ein paar Bands lernte man durch Freunde kenne, andere widerum fand man auf gut Glück im Platten-/CD-Laden. Heute hat sich dieser Prozeß sehr stark verändert. Dank MySpace und dem www sind die Möglichkeiten quasi unbegrenzt und die Auswahl unüberschaubar. Gut, wenn es da jemanden gibt, der einem beim Vorsortieren helfen kann.

Und genau das ist es, was die Jungs und Mädels von Indiefeed.com machen. Der Indiefeed Podcast lässt sich wie gewohnt in iTunes abonnieren und kostet natürlich nichts. Wodurch sich dieser Podcast jedoch zu den meisten unterscheidet ist, dass hier immer einzelne Songs angeboten werden. So erscheint mehrmals die Woche das vertraute blaue Pünktchen vor dem Feed und zeigt an, dass mal wieder ein neuer Künstler den Weg in mein iTunes gefunden hat.

Das gute daran ist, dass Indiefeed dabei nach Geschmacksrichtungen sortiert. Ich selbst habe beispielsweise den Alternative-/Modern Rock Feed, den Indie-Pop Feed und den Blues-Feed abonniert. Außerdem zu haben wären da noch: Electronica, Hip-Hop und Performance Poetry – wems gefällt.

Was mir an Indiefeed besonders zusagt ist die Tatsache, dass jeweils ein Song von einer Band vorgestellt wird. Gefällt dieser einem einmal nicht so recht, kann man ihn eben auslassen. Außerdem lassen sich dank immer gleicher Benennungsschemata auch auf sehr einfache und effektive Weise Smart-Playlists erstellen, wodurch man die Podcasts auch sehr gut mehrfach hören kann. Im Vergleich zum Bands Under The Radar Podcast ein echter Vorteil.

Um euch mal einen Überblick zu geben, ein paar aktuelle Titel aus den Indiefeeds:

Alternative-/Modern Rock

You Say Party! We Say Die! – Like I Give A Care

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

Flamingo Crash – (Vamp at the) Wax Party

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

Indie Pop

The Cape May – Spring Fight To The Land Of Fire

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

Southeast Engine – Photos of Nothing

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

Ich kann nur empfehlen, dass ihr euch den Feed selbst mal abonniert und ein paar Wochen ausprobiert. Ich bin begeistert, denn die Auswahl ist sehr häufig wirklich interessant und teilweise auch sehr gut.

Similar Posts:

News & Rumors | Alice in Chains – MTV Unplugged DVD

Laut einer Verkündung im Visions.de Newsflash erscheint noch im Spetember eine aufpolierte DVD von Alice in Chains’ Auftritt in MTVs Unplugged-Format. Neben dem fürs Fernsehprogramm geschnittenen Konzert gibt es außerdem drei zusätzliche Songs und wohl auch sonst einiges an Bonusmaterial.

Similar Posts:

For Your Interest | Foo Fighters Album vorbestellen – Single geschenkt bekommen

Foo Fighters - Echoes, Silence, Patience & GraceIm offiziellen Newsletter der Foo Fighters wurde verkündet, dass jeder, der sich das neue Album Echoes, Silence, Patience and Grace vorbestellt, die Single The Pretender automatisch und sofort erhält. Das Angebot bezieht sich ausschließlich auf den iTunes Store und schließt Frankreich aus.

Angesichts der Tatsache, dass die Single bereits überall im Internet rumschwirrt, klingt das Angebot nach mehr, als es wirklich ist. Die Single bezahlt man durch den Kauf des Albums ja eh mit. Dennoch eine gute Aktion, die die Vorbestellungen sicherlich anheizen dürfte. Ich selbst werde mir aber lieber die Hardware-Version des Albums zulegen.

Similar Posts: