Am gleichen Tag wie Chris Cornell haben auch Velvet Revolver ihr neues Werk mit dem klangvollen Namen Libertad in die Regale stellen lassen. Das Velvet Revolver eine All-Star Band sind, ähnlich wie Audioslave mit Chris Cornell es waren, ist dann aber auch das Ende der Gemeinsamkeiten.
Velvet Revolver, das sind Scott Weiland (Ex-Stone Temple Pilots), Slash, Duff McKagan, Matt Sorum (alle drei Ex-Guns ‘n Roses) und Dave Kushner (Ex-Suicidal Tendencies). Scheint eine sehr seltsame Mischung zu sein, ist es wahrscheinlich auch. Musikalisch hat die Combo jedoch bereits mit ihrem Debütalbum Contraband gezeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen Rockern der Kategorien Alternative, Schmuse-Metal und Heavy-Metal sehr fruchtbar sein kann. Mit Libertad melden sich die erfahrenen Rocker nun wieder und liefern ein Produkt ab, dass sich wirklich gut anhört.
13 Titel plus Bonustrack (ein anderes Wort für Hidden Track) haben Velvet Revolver diesmal zustandegebracht und obwohl kaum ein Titel sonderlich hervorsticht macht die Platte Spaß beim hören. Insgesamt lässt sich feststellen, dass Die Musik stärker in Richtung General Rock geht als noch beim Vorgänger. Eine Tatsache, die mir persönlich etwas leid tut, die Qualität der Platte jedoch nicht wirklich mindert.
Velvet Revolver klingen wieder sehr solide. Nichts ist innovativ oder allzu aufregend, aber das Gesamtpackage stimmt einfach. Die Stimme von Scott Weiland lässt unverkennbar Erinnerungen an alte STP-Zeiten wieder aufblühen. Die Soloeinlagen von Slash und Kushner haben einen Metal-Einschlag ohne jedoch aufdringlich zu wirken und die Songs bieten ausreichend Dynamik. Es gibt echte Rocker und auch ein paar ruhigere Nummern. Keine wirklichen Hymnen und nur wenige Songs die mir bislang nicht so recht gefallen wollen.
Wie egsagt, so richtig ins Ohr sticht vorerst keiner der Songs. Mir persönlich gefällt The Last Fight bislang am besten. Auch Gravedancer hat es mir ein Stück weit angetan. Aber ein paar mal werde ich in jedem Fall noch die Platte hören müssen um ein endgültiges Urteil fällen zu können. Aber wofür gibts schließlich Retrozensionen? Der Hidden (Bonus-)Track passt wie so häufig nicht wirklich ins Albumkonzept, aber irgendeinen Grund muss es ja auch haben, dass sowas ersteckt wird. Es handelt sich um eine Country-Nummer, deren Titel ich bislang nicht recherchiert habe. Ist wohl auch nicht so wichtig.
Für Freunde von Velvet Revolver und den Stone Temple Pilots kann ich Libertad jedenfalls empfehlen. Mit Sicherheit ist die Scheibe kein Meilenstein der Rockgeschichte, aber gut ist sie allemal.

Da sitze ich nun und höre mir das neue Album von Chris Cornell an. Frisch aus dem Laden und gestern noch voller Vorfreude von der Folie befreit und in den CD-Player eingelegt. Sogar vorher noch die Geduld gehabt die CD erst in MP3 zu konvertieren, um sie auch im iTunes und auf dem iPod geniessen zu können. Nur mit dem geniessen tue ich mir derzeit wirklich noch sehr schwer.
Es gibt Alben, die muss man sehr häufig hören, bevor man sie gut findet. Ein Vertreter dieser Gruppe waren für mich ganz eindeutig die Red Hot Chili Peppers mit ihrem Megaalbum Blood Sugar Sex Magik (ja, mit K ist richtig). Ich erinnere mich noch sehr gut daran, als ich die Platte zum ersten Mal um die Ohren bekam. Es war ein Nachmittag an dem ich damit beschäftigt war für die Theater-AG meiner Schule einen Anhänger zu Streichen. Einer meiner Mithelfer hatte die CD im Auto und wir hörten die ganz Zeit eben dieses Album durch.
Wenn es eine Band gibt, die alle Rekorde bezüglich Live-Alben hält, dann möchte ich wetten es ist Pearl Jam. 2000 machten sie insbesondere dadurch Schlagzeilen, dass sie ihre gesamte (!) Tour auf CD veröffentlichten. Damit ist nicht gemeint, dass sie etwa aus jedem Konzert der Tour ein Liedchen auf CD pressten. Nein, alle 72 Konzerte der Tour wurden damals veröffentlicht. Das alleine dürfte schon die Anzahl an Live-Alben jedes anderen Künstlers übertrumpfen, ist aber längst nicht das Ende des Superlativs. Jedes (!) Pearl Jam Konzert ist mittlerweile als Download über den
Das Medium des Podcasts ist für mich immer noch ziemliches Neuland. Bisher habe ich nur einen einzigen Podcast abonniert, wenn man mal von meinem amüsanten Ausflug zum Videopodcasts unserer Bundeskanzlerin absieht.
Meist lässt sich ja sehr klar am Klang einer Band erkennen, wo sie geographisch ihre Wurzeln hat. So klingen Pearl Jam, Soundgarden und Stone Temple Pilots unverkennbar amerikanisch, ebenso kann man behaupten, dass wohl niemand Blur, Oasis oder die Arctic Monkeys nicht der britischen Insel zuordnen würde. Ganz anders dagegen liegt die Sache mit Bush. Die mach(t)en nämlich astreinen Grunge-Rock, ohne auch nur einen Hauch von britischer Atmosphäre in ihre Songs einfließen zu lassen.